Diplomatische Sommernachtvon Simon Wagner Wenn Sommer seinen Schlafspaß schmälernspricht der Mensch zu seinen Quälern,im Hitzewahn und Juckreizstresserbärmlich flehend folgendes: Ihr lieben Schnaken, hört mir zu!(Sind wir per Du?)Es ist mir selber etwas peinlich,augenscheinlich. Denn schließlich ist’s, das weiß (und spür’) ich,ganz natürlichUnd euer gottverbürgtes Recht,dass ihr mich stecht. Doch wählt, möcht’ ich nun trotzdem bitten,wenn inmittenmeines Zimmers nachts ihr schwirrt,nicht mich als Wirt. Ich weiß, damit verlang’ ich viel,drum hier ein Deal:Bleibt fern und ich will euch mit Klatschennicht zermatschen. Dafür gewähr’ ich fürderhin,die Partnerinhier neben mir, ihr Blut wird taugen,auszusaugen. Wär’ das ein Plan? Ihr lacht nur hämisch?Die Nacht wird lang – und ich anämisch … Beitragsnavigation Aus Eugen Egners Püppchenstudio Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Auf Tuchfühlung