Minister für Umwelt und Klima: Lee Zeldin

Qualifikation: Als Umweltexperte gilt er nicht. In seiner Zeit im Kongress hat Zeldin Ausschüsse, die sich mit Umwelt- und Klimapolitik befassten, bewusst gemieden. Er weiß praktisch überhaupt gar nichts über diese Themen, außer, dass der menschengemachte Klimawandel ein ideologisch verbrämtes Narrativ einiger linksradikaler Chaoten und das 1,5-Grad-Ziel eine wissenschaftlich höchst zweifelhafte Extremposition von ein paar Klimaterroristen ist. So kann sich Zeldin seiner Aufgabe völlig unvoreingenommen und vorurteilsfrei widmen und einfach den gesunden Menschenverstand walten lassen: “Wenn es schön warm ist, ziehe ich meine Badehose an und gehe zum Strand oder in eine Kabinettssitzung, falls ich mal wieder ins Schwimmen gerate. Das ist doch herrlich!” Speziell im Winter dürfe es aber ruhig ein paar Grad wärmer sein, so Zeldin, da verfolge er ein 25-Grad-Ziel.

Aufgaben: Zeldins vorrangige Aufgabe besteht darin, die Themen Umwelt und Klima weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein herauszuhalten. Sein Ministerium hat er ausschließlich mit Laien besetzt, die wie er selbst die Worte Klima oder Umwelt zum ersten Mal gehört haben, als sie ihre neue Jobbezeichnung gelesen haben. Pressetermine soll es während seiner Amtszeit keine geben, um einerseits mehr Zeit für gründliche Sacharbeit zu haben, andererseits aber auch keine Aufmerksamkeit zu erzeugen für Dinge, die den einfachen Mann auf der Straße nicht interessieren, den vielmehr umtreibt, wie er bei den überhöhten Spritpreisen überleben soll, so ganz ohne Alkohol. “Gut, wenn jetzt BP oder Greenpeace wieder eine Bohrinsel in die Luft jagt und eine Ölpest entsteht, in den Golfstaaten von Mexiko oder wo das ist, dann muss ich vielleicht schon was sagen und dabei traurig gucken und so, das hab ich mal bei Fox News gesehen. Oder das macht dann der Jimmy (Trainee im Ministerium, Anm. d. Red.), der guckt immer so traurig, weil seine Verwandten in Tuvalu bald sterben müssen wegen irgendwas. Aber der Tod gehört zum Leben, sag ich immer.” Radikalen Aktivisten will Zeldin als Minister moderat begegnen, ihnen mit guten Argumenten die irrationale Angst vor der Apokalypse nehmen: “Hysterie war noch nie ein guter Ratgeber. Ein guter Ratgeber ist für mich meine Frau, wenn sie nicht gerade hysterisch wird, weil ich wieder fremdgegangen bin. Oder einfach ein guter Ratgeber, etwa einer zum Thema: Was mache ich, wenn meine Frau wegen jeder Kleinigkeit hysterisch wird?” Zur Chefsache erklärt hat Zeldin den Schutz der akut vom Aussterben bedrohten Karettschildkröte, mit der er sich emotional besonders verbunden fühlt. “Ich hatte mal so eine Dose, gefertigt aus dem Schildpatt dieser Kröte, echt wunderschön und qualitativ hochwertig, meine Mutter hatte mir die zu meinem ersten Thanksgiving geschenkt. Ich hab dann immer mein Dope darin versteckt, und heute liegt die in irgendeiner Asservatenkammer. Vielleicht kann Donald da was machen, ich hab ihm ja damals beim Amtsenthebungsverfahren den Arsch gerettet.”

Sympathische Schrulle: Beim Autofahren wirft Zeldin anfallenden Müll konsequent aus dem Fenster, um die Arbeitsplätze in der Entsorgungswirtschaft nicht zu gefährden. Seinen Hausmüll kippt er dagegen in den direkt vor seiner Strandvilla gelegenen Pazifik. An dessen Küste befindet sich auch, in unmittelbarer Nähe zu Zeldins Haus, der sogenannte „Great Pacific Garbage Patch“, ein aus dem Weltall erkennbarer, gigantischer Müllfleck, der aus inzwischen etwa 1,8 Billionen Plastikteilchen besteht. “Das war ich aber nicht alleine”, so Zeldin schmunzelnd, “mein Nachbar kippt noch viel mehr da rein.”

Ministerin für Heimatschutz: Kristi Noem

Qualifikation: Noem hatte in ihrem Buch “No Going Back: The Truth on What’s Wrong with Politics and How We Move America Forward” geschrieben, dass sie ihre 14 Monate alte Hündin Cricket eigenhändig erschossen habe, weil diese sich nicht für die Jagd auf Migranten ausbilden ließ. Sie argumentierte später, ihr Vorgehen zeige, dass sie nicht vor harten Entscheidungen zurückschrecke. Trump imponierte das derart, dass er spontan den Welpen seiner Frau Melania eigenhändig von seinen Schergen erdrosseln ließ, was zu einer kurzen Ehekrise führte, die Trump aber mit den Worten “It’s just a puppy, bitch” und dem Kauf eines drei Millionen Dollar teuren Rottweilers mit goldlegiertem Fell in allgemeines Wohlgefallen auflöste. Auch dass Noem ihre zwei Jahre alte Enkelin mit einem Arsenal an Schusswaffen ausstattete, dürfte sie für den Posten qualifiziert haben.

Aufgaben: Abschieben, Abknallen, Abmurksen, Abfeuern, Abdrücken, Abwehren, Abfangen, Abpassen, Abdrängen, Abwerten, Ablehnen, Abweisen, Aberkennen, Abführen.

Sympathische Schrulle: Lässt sich prinzipiell keinen Maulkorb verpassen (Noem wurde während der Corona-Pandemie landesweit bekannt, als sie eine Maskenpflicht ablehnte), der sei (menschlichen) Schäfchen vorbehalten und (nichtmenschlichen) Hunden, die sich zwar für die Jagd ausbilden lassen, aber ihren Beißreflex statt bei Migranten bevorzugt bei Republikanern zeigen.

To be continued …