uns nun schon seit zwei Jahren mit dem nekrophilen Wunsch genervt, Deine Berliner Adresse in „Rudi-Dutschke-Straße“ umbenennen zu lassen. Und nun also scheint es fast gelungen, nachdem am Sonntag die Mehrheit der Kreuzberg-Friedrichshainer bei einem Bürgerentscheid für den Personenkult votierten und Deinem Aufruf „Am 21 Januar Rudi wählen“ gefolgt waren. Aber war es denn dafür wirklich nötig, zuvor mit dem volldebilen Slogan „from Disco to Dutschke“ einen „großen Rudi-Impro-Slam“ auszuloben, dessen teilnehmende Redner „drei Minuten Zeit haben, um den ‚besten Rudi‘ zu machen“? Dem Sieger winkte ein Wochenende „im Vier-Sterne-Hotel Vierseithof“, in dem dann „Zeit ist, in Wellness-Bereich und Gourmet Restaurant über Dutschkes Wirken nachzudenken“. Und wo könnte man über Dutschkes Wirken und Denken auch besser sinnieren als in einem überkandidelten Luxusschuppen mit Edelfraß und Beautyscheiß, mit Ayurverdagedengel und Algenschlickpackungen? Um dann, beim Entspannen im Whirlpool, den „besten Rudi“ zu machen? Und einfach in der Wanne abzusaufen? Dagegen hätte zur Abwechslung nichts: Titanic Beitragsnavigation Doris Zutt: Auf ein Wort! Das neue, äh, äh: Heft ist da!