Caroline Wahl: 368 Seiten zu viel Sie ist die Stimme einer ganzen Generation. Von Leuten, die auch mal mit dem Auto fahren. Von Leuten, die den Abwasch auch mal stehen lassen und sagen: Mach ich später. Von Leuten, die sich mal einen etwas teureren Zimtwuppi gönnen, obwohl es schon nach 16 Uhr ist. Wir fahren mit Caroline Wahl in einem Mercedes über die spätsommerlichen Skipisten von St. Moritz und reden über Gott und die Literaturwelt. So kennt man die Autorin: Sie trägt ein Oberteil, eine Hose und Schuhe. Auf ihrem Kopf eine Frisur. In ihrer ganzen Carolinewahlhaftigkeit sitzt sie am Steuer und lässt die Haare im teuren Schweizer Wind flattern. Caroline, du bist ein Phänomen. Du wirst heftig angefeindet für deine Romane, hast auf der anderen Seite aber auch viele Leser, die deine Bücher kaufen. Das ist hart paradox, absolut. Aber Literatur hat ja immer irgendwie auch was mit Widersprüchen zu tun. Punkt, Satz und Sieg für eine, die auch gerne mal ein Tennisspiel verfolgt, auch wenn ihr das krittelige Kritiker sicher wieder vorwerfen werden. In Wahls Büchern geht es um Personen, Dinge, um Bali, Schwimmen oder Avocadotoast. Ihre Kritiker kritisieren sie, doch davon lässt Wahl sich nicht unterkriegen, bleibt mutig. Hat sich inzwischen ein dickes Fell zugelegt (Nerz). In deinem neuen Buch geht es auch um Hochstapelei. Könnte man sagen, deine ganze Generation ist heute eine Art Ansammlung von Hochstaplern? (denkt nach) Könnte man. Manche arbeiten aber auch in der Werbung oder fahren mir d… Beitragsnavigation Das neue Heft ist da! Katz und Goldt: Sonntagnachmittags zur blöden Burgruine