Das Frankfurter Sigmund-Freud-Institut rät zur Vorbeugung von Aggressionen schon im Kindergartenalter: Immer mehr Kinder sind aggressiv oder zappelig, bewerfen ihre Kindergärtnerinnen mit selbstgebastelten Mobiles oder trinken Waldbeertee mit Schuß. Auch der übermäßige Konsum von Ritalin ruft Abhängigkeitserscheinungen hervor: Auf der Suche nach dem nächsten „Drop“ betteln sie ihre Eltern an („Ich brauch den Kick, Bitch!“), versetzen Ringe aus Kaugummiautomaten oder rauben die Kinderpost aus. Als Gegenmaßnahmen empfiehlt das Freud-Institut Therapie, Beratung und Prügel. Sein Programm „Faust-Los“ brachte gute Ergebnisse: „Die Auswertung hat gezeigt, daß die Aggressivität in der Projektgruppe abnimmt, je mehr Gewalt die Kinder erleben. Irgenwann wird es halt einfach langweilig“, berichtet Mitarbeiterin Leunziger-Bohlaber. Einen Abstumpfungseffekt befürchtet die Wissenschaftlerin jedoch nicht: „Da müßten wir schon Pornos zeigen.“