April: Stararchitekt Meinhard von Gerkan bekommt erneut Recht: Das Berliner Landesgericht sieht es in einem Revisionsurteil als erwiesen an, daß die Bahn dem Originalentwurf von Gerkans nur in Teilen nachgekommen ist. In einer spektakulären Rückrufauktion läßt die Bahn allen direkten Anwohnern des Bahnhofs umgehend die Augen ausstechen, um sich vor weiteren Regressforderungen zu schützen; die Betroffenen sprechen von einer „großen persönlichen Erleichterung“. Mai: Nachdem der Hauptbahnhof durch einen Betonsarkophag à la Tschernobyl und eine drei Meilen lange, von Selbstschußanlagen geschützte Sperrzone komplett von der Außenwelt isoliert wurde, scheint das umstrittene Gebäude endlich zur Ruhe zu kommen. Damit Bahnkunden die Hauptstadt überhaupt noch erreichen können, richtet die Bahn einen unfaßbar teuren Hundeschlitten-mit-Clowns-am-Steuer-Taxiservice ein. Auf die dementsprechend ins Ungeheure geschnellten Fahrpreise reagieren die Verbraucher geschickt, indem sie einfach weiter ohne Nachzudenken blechen, bis sie schwarz werden. Beitragsnavigation Berliner Hauptbahnhof: Das dicke Ende kommt noch! (1) Steinmeier unter Druck