Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2009


Souverän

Ich will wirklich niemandem zur Last fallen. Wenn es also einmal soweit ist, gehe ich zum Arzt und sage: »Ich habe den Totenschein schon ausgefüllt, Sie brauchen nur noch zu unterschreiben.«

Christoph Span

Studentinnen-Report

In Zeiten, in denen man gerne auf das geschlechtsneutrale Partizip Präsens ausweicht, ist es richtig wohltuend, daß es in einschlägigen Anzeigen immer noch nicht heißt: »Studierende macht Hausbesuche.«

Andreas Volz

Weiß, was Männer wünschen

Wenn Sie zu den Menschen gehören, deren Körper bei extremer Demütigung von unbeschreiblichen Wellen sexueller Erregung durchflutet werden, dann verschaffen Sie sich den Orgasmus des Jahrhunderts und rufen Sie mal mit einer Frage zur Belüftung von Induktionskochfeldern die Service-Hotline von Bauknecht an!

Christian Martin

Nostalgie

Bei dieser Vielzahl von neuen Modedrogen kommt es einem irgendwie so vor, als sei Crystal Schnee von gestern.

Florian Breinsthal

Toller Tip für heiße Tage

Der nächste Sommer kommt bestimmt: Sich eine hübsche Kloverstopfung zulegen, Müllsack über den Arm stülpen, beherzt ins Rohr greifen, einige Minuten lang im herrlich kühlen Gewässer fischen, nichts finden, dasselbe mit dem anderen Arm und Müllsack versuchen, Verstopfung wie gehabt vorfinden, Müllsäcke entsorgen, für den nächsten Tag schon mal den Sanitärfachmann bestellen und stundenlang wunderbar temperierte Unterarme genießen!

Tina Manske

Voodoo Child

Um unsere Jugend mache ich mit seit einigen Tagen keine allzugroßen Sorgen mehr. Beim wiederholten Versuch, mal wieder ein wenig Ordnung in meine umfangreiche Plattensammlung zu bekommen, staubte ich gerade das Original-Cover der legendären Doppel-LP »Electric Ladyland« von The Jimi Hendrix Experience ab, als Noah, der achtjährige Spielkamerad meines Sohnes, hinter mir auf den schwarzen Gitarristen zeigte und lapidar meinte: »Der, der ist an seiner eigenen Kotze erstickt.«

Uwe Becker

Schmiererei

Seit in der Staubschicht auf meinem Kleinwagen »Sexy Schwanz« steht, ernte ich zuweilen angenehm anzügliche Blicke von weiblichen Verkehrsteilnehmern. Unbequem: Nach jedem Regenguß muß ich es neu hinschreiben.

Thomas Tonn

Selbstversuch

Im Urlaub auf Samos wollte ich ausprobieren, ob die griechische Landschaft auch mich zu großen Erkenntnissen inspiriert, zum Beispiel in Philosophie oder Mathematik. Ich setzte mich also oberhalb der Heimatstadt des Pythagoras mit einer Flasche Samoswein in die Sonne und dachte vor mich hin. Plötzlich: »a²+b²=c²«. Der Satz des Pythagoras! Es hätte also meiner sein können, wäre ich nur eher da gewesen. »Der Satz des Uwe«, das hätte nicht schlecht geklungen, wahrlich, nicht schlecht!

Uwe Geishendorf

Funktional

Viele muslimische Frauen tragen freiwillig oder gezwungenermaßen ein Kopftuch. Sinn ist es, weniger Erotik zu versprühen. Man kann dagegen sagen, was man will, aber: Es funktioniert!

Jonas Haas

Präzisionstechnik

Die Waldbrände seien außer Kontrolle geraten, berichtet die Nachrichtensprecherin, und ich frage ins Wohnzimmer hinein, ob die Feuer denn zuvor unter Aufsicht vor sich hin gelodert hätten, vielleicht als Touristenattraktion oder zum Grillen? Ach, das sage man halt so, gibt meine Frau Kontra, und ich solle nicht immer so ein Pfennigfuchser sein. Ich: »Haarspalter! Das heißt HAARSPALTER!«

Harald Mühlbeyer

Prüfungsrelevanter Stoff

Das Thema der Neurologievorlesung lautet Anfallsleiden. Der Professor präsentiert dazu eine Folie mit den häufigsten Auslösern epileptischer Anfälle, darunter Schlafentzug, Alkoholintoxikation, verschiedene Medikamente, verschiedene Drogen, Fieber, hormonelle Schwankungen, Lichteffekte (Stroboskop).
Zusammengefaßt also: ein ganz normaler Samstagabend.

Niklas Berger

Ein Fall für Frau Jelinek

Seit Jahrzehnten hat mein Vater die Angewohnheit, sich nach getaner Arbeit zu Hause auf das Sofa vor den Fernseher zu legen und meiner Mutter Anweisungen zuzurufen, die stets mit »Hildegard, sei so gut und bring mir mal bitte« beginnen. Bisher hielt ich »Hildegard, sei so gut und bring mir mal bitte die Fernbedienung« für den nicht steigerbaren Ausdruck seines gottgleichen Status. Seit gestern aber stelle ich mir die Frage, wie er wohl seinen jüngsten Wunsch, »Hildegard, sei so gut und bring mir mal bitte neue Batterien für die Fernbedienung« toppen will.

Mike Tarpataky

Erkenntnis

Als ich feststellte, daß mein Schreibtisch wieder einmal so unaufgeräumt war, bin ich in mich gegangen. Da sah es noch schlimmer aus!

Beppo Pohlmann

Selbstzweifel

Kann mir jemand sagen, ob ich irgendeiner Form von Rassismus aufsitze, wenn ich, was das äußere Erscheinungsbild betrifft, schmächtige türkischstämmige Türsteher in Flip-Flops und Bermudashorts um eiiiiiiniges furchteinflößender finde als Pumper-Kalle und Stiernacken-Sven in voller Kampfmontur?

Micha Wilke

Bedenklich?

Eine Frage an die psychologisch-pädagogische Fachleserschaft: Ist es ein Ausdruck positiver Selbstbejahung oder ein dringend therapiebedürftiger Psychoknacks, wenn ein etwas dicklicher, knapp fünfjähriger Junge einem zur Begrüßung die Hand reicht und sich ohne erkennbare Gemütsregung mit den Worten vorstellt: »Ich heiße Franz-Theodor, kannst mich aber Fettarsch nennen.«

Thorsten Mausehund

Kriminologische Frage

Wie geht das bei den oft jahrelang leerstehenden konspirativen Wohnungen eigentlich mit dem Heizungsableser?

Eduard Harfst

Kregel

Ein paar Ratschläge für das Älterwerden-und-trotzdem-Jungbleiben: Natürlich nicht gleich Wildlederslipper kaufen, aber ab und an einfach die Schnürsenkel der Turnschuhe offen lassen; wenn es einen überkommt, auch mal in der Fußgängerzone losrennen und Leute zur Seite schubsen; wenn einem nach 50 Metern die Luft ausgeht, einfach abrupt stehenbleiben; wenn man ein 10-Cent-Stück im Rinnstein liegen sieht, es auch mal liegen lassen; und sich darüber freuen, daß der Schildermaler am Schaufenster der Mohren-Apotheke einfach nur die Ö-Striche vergessen hat – kurz und gut: kregel bleiben.

Theobald Fuchs

Servicewüste Irak

Keine Spur von »der Kurde ist König«.

Sven Langner

Sparsamkeit

Am Flugsteig zehn des Flughafens Wien-Schwechat ist kein Sitzplatz mehr frei. Wer mit Iberia fliegt, der fliegt mit Verspätung. Das gehört praktisch zum Geschäftsmodell, ähnlich dem der deutschen Bahn, nur daß es hier zur Perfektion getrieben ist. Nach einer Stunde dann endlich die Durchsage: »Sehr geehrte Passagiere, leider kommt es bei dem heutigen Flug Wien–Madrid zu einer Verspätung. Vielen Dank für Ihre Sparsamkeit.« Allgemeine Verblüffung macht sich angesichts der unverblümten Ehrlichkeit dieser Billigfluglinie breit. Bei der englischen Wiederholung der Durchsage wird aber klar: Die spanische Stewardeß hat natürlich die Geduld gemeint.

Patricia Weidinger

Schlimmer als verlieren

Wenn man einem Ortsfremden das Stadtbild der Provinzgroßstadt Siegen im Süden Nordrhein-Westfalens erklären will, geht das am besten so: Siegen sieht aus, als hätten sich Baumärkte zum Sterben in die Berge zurückgezogen.

Tim Krieger

Invasion

Als ich vor ein paar Tagen nachts in Köln-Kalk mit dem Skateboard nach Hause fuhr, kamen mir drei gewaltbereit wirkende Jugendliche entgegen. Sie lieferten genau das ab, was ich mir immer als Auftaktkommunikation einer Klatsche im Unterschichtenviertel vorgestellt hatte: »Ey, bist du Gangsta-Rapper?«, »Macht du hier einen auf Tom Hanks oder was?« (gemeint war wohl Tony Hawk) und dergleichen mehr. Nachdem ich alle Fragen brav und schon fast komplett eingeschissen vor Angst beantwortet hatte und eine gehörige Tracht Prügel schon kaum mehr abwendbar schien, fragte mich einer von ihnen, ob er mal auf dem Skateboard fahren dürfe, gab mir sein Handy als Pfand, und nachdem ich auch noch die Handys seiner Freunde eingesammelt hatte, fuhr er los. Ich blieb mit seinen Homies zurück und versuchte, bloß nicht wie ein Student zu wirken. Nach zwei Stürzen des Fahrenden war der Spuk vorbei, und die drei verabschiedeten sich mit dem Angebot, mich demnächst bei Problemen, die sich mit Gewalt lösen lassen, an sie zu wenden. Das Ghetto beschützt einen eben auch, wenn man als gelangweiltes Mittelklassekind aus Hipnessgründen hingezogen ist und es den Gangstern qua Gentrifizierung langsam wegnimmt.

Jan Freunscht

Fantasy-Terror total

Harry der Ringe, Teil 1-9.

Moritz Borchers

Rahmenhandlung

Als meine Mitbewohnerin zu »Dekozwecken« das Foto eines Sonnenuntergangs an die Küchenwand pinnte, erheiterte mich wenigstens ein Gedanke: Der blaue Papprahmen paßt partout nicht zum Bild!

Karen Bollue

Ungebrochener Forschergeist

Neulich gelang mir ein doppelter Nachweis für die Schwerkraft: Der Holzstuhl, auf dem ich beim Mittagessen saß, fiel in sich zusammen wie ein fachmännisch gesprengtes Haus. Und die Fingerkuppe, die sich zwischen Stuhllehne und -rücken befand, wurde Opfer meines Eigengewichts. Zwar kann mein Erlebnis als ungleich brisanter als der Apfelfall auf Isaac Newtons Haupt gelten, da ich immerhin anschließend in der Uniklinik landete, doch kam ich mit meinem natürlichen Experiment glatte 300 Jahre zu spät. Mein nächster Unfall sollte daher eine Zeitreise einleiten.

Michael Höfler

Zeitmanagement

Klar, den jamaikanischen Sprintern müssen zehn Sekunden wie eine Ewigkeit erscheinen. Die trainieren in ihrer Heimat ja schließlich auf Gras.

Johannes Sammann

Minderheitenpolitik

Daß die meisten Macs weiß sind, finde ich irgendwie nicht PC.

Arno Lücker

Abwesenheitsnotiz

Sehr geehrte Damen & Herren, liebe Kollegen, werte Gesprächspartner: Ich bin derzeit leider abwesend. Sobald Sie mich wachgerüttelt, ausgelacht und mit frischem Kaffee versorgt haben, werde ich mich umgehend mit einem nichtssagenden, aber durchaus interessiert klingenden Wortbeitrag bei Ihnen melden. In der Zwischenzeit steht Ihnen bei wichtigen Fragen Google zur Verfügung, in dringenden Fällen rufen Sie bitte die Feuerwehr. Danke für Ihr Verständnis!

Mark-Stefan Tietze

Softcore

Meine Freundin und ich waren fest entschlossen, unserem Liebesleben durch S/M-Praktiken zusätzliche Würze zu verleihen. Da aber partout keiner von uns den M-Part übernehmen will, bleibt jetzt erst mal alles beim alten.

Christoph Virchow

Bahnchaos

Kurz vor der Einfahrt des ICE in Köln. Gerade wird »Köln Hauptbahnhof« durchgesagt, da kommt nervöse Unruhe auf. Alle Fahrgäste greifen mit genervten Blicken hektisch nach ihren Mobiltelefonen, plappern aufgeregt hinein: »Hallo! Du, ich komm ’ne Viertelstunde früher in Köln an: Der Zug ist pünktlich! Ja ja, die Bahn mal wieder.«

Volker Surmann

Haarsträubend

Mein jetziges Shampoo hält sein Versprechen mit der auf der Flasche vermerkten Botschaft »für glanzloses, stumpfes Haar« allemal!

Almuth zu Jeddeloh

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Genial, Christoph Rottwilm (»Manager Magazin«)!

An Ihrem Artikel »Was Geldanleger von Superreichen lernen können« gefällt uns nicht nur der Titel, sondern auch, wie Sie gleich zu Beginn relativieren: »Reich werden. Es mag höhere Ziele im Leben geben, Glück beispielsweise, oder wenigstens Zufriedenheit und Wohlbefinden. Aber reich werden?« Ist man an dieser Stelle nicht bereits vom Kapitalismus geheilt, kann man weiterlesen: »Die meisten hätten wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ihnen das gelänge (nämlich reich zu werden). Doch wie stellt man es an? Ein Blick auf diejenigen, die es geschafft haben, lohnt sich …«

Und was haben Sie bei Ihren Recherchen in den Untiefen der Hochfinanz herausgefunden? »Unter den reichsten Menschen der Welt finden sich Leute mit den unterschiedlichsten Talenten. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie wissen, wie man ein Vermögen vermehrt.« Ach, so geht das mit dem Reichwerden! Super! Da haben wir für Sie, Herr Rottwilm, gleich ein paar Ideen für zukünftige Artikel: Die erfolgreichsten Rennfahrer haben gemeinsam, oft als Erster im Ziel zu sein. Alle Bestsellerautoren haben gemeinsam, viele, viele Bücher zu verkaufen. Und »Manager Magazin«-Journalisten haben das gemeinsame Talent, uns auf die Nerven zu gehen.

Weiß, wie man Spaß vermehrt: Titanic

 Hicks, Juliane E. Reichert!

Im »Magazin für Barkultur« »Mixology« schreiben Sie unter dem Titel »Heimat und Hefe« über einen angeblichen Fruchtweintrend: »In welcher Variante auch immer, Cidre löscht den Durst und schmeckt fruchtig, meist nach Apfel, immer wieder auch nach Birne; man muss deutlich mehr Liter von ihm trinken, als der Körper zu fassen vermag, um ihm ein Sodbrennen zu entlocken.« Wem denn jetzt eigentlich? Dem Körper? Dem Cidre? Dem Apfel?

Klingt auf jeden Fall, als hätten Sie auch damit Erfahrung. Aber in welcher Variante auch immer, irgendwie haben Sie uns gerade ein Sodbrennen entlockt. Wollen Sie es wiederhaben?

Stößchen! Titanic

 Zeugen Jehovas!

»Warum ist das Leben so kurz?« steht neuerdings auf Euren Aufstellern. Verständlich, das zu fragen, wenn man den ganzen Tag Blättchen verteilen und über Gott reden muss.

Im Geiste bei Euch: die Ketzer von

 Rudi Cerne (ZDF)!

Wie wir gelesen haben, sollen Ihre Zuschauer entsetzt gewesen sein, nachdem Sie in Ihrer Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« Fotos einer Leiche gezeigt hatten. Dabei hatten Sie doch vorher extra darauf hingewiesen, dass das Bild manche Leute verstören könnte.

Wir wünschten uns vielmehr, Sie würden jedes Mal, bevor der Schirmherr Ihres XY-Preises für Zivilcourage, Horst Seehofer, eingeblendet wird, eine entsprechende Warnung aussprechen.

Hat immer noch Albträume vom letzten Mal: Titanic

 Sieh an, General Franco!

Sieh an, General Franco!

Jetzt ist’s offiziell: Sie werden umziehen. Das beschloss der Oberste Gerichtshof Spaniens. Bedeutet: Kein weiteres Abhängen mit Fascho-Pilgern in Ihrer von Zwangsarbeitern errichteten Kultstätte samt größtem Christenkreuz der Welt und frischen Blumen auf Ihrem Grab. Wurde auch Zeit, dass Sie die morschen Gebeine zusammenraffen und auf die Müllhalde der Geschichte tragen! Wie bitte? Sie werden auf einen staatlichen Friedhof nahe Madrid verlegt? Gute Güte, dass es diesen Despoten und Kriegsverbrechern aber auch immer so schwerfällt, ihren Platz einzunehmen!

*Kopfschüttel* Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Mythmist

Mir ist noch nie einer begegnet und ich bin meines Wissens noch nie einem aufgesessen, obwohl ich seit meiner Geburt in Großstädten lebe: Ich glaube, es gibt einfach keine urban myths. Oder ist genau das ein urban myth?

Adrian Schulz

 Durch die Schokolinse betrachtet

Wenn kein anderer Laden in Sicht ist und der kleine Hunger naht, muss ich wohl oder übel den benötigten Schokoriegel an einer Tankstelle kaufen. Dann stehe ich in der Schlange und ärgere mich über die Auto-Idioten vor mir, die den Treibstoff für ihre Dreckschleudern bezahlen wollen, mir damit die Zeit und der Umwelt die Zukunft stehlen. Andererseits: Ohne solche Idioten gäbe es diese Tankstelle nicht, an der ich mitten in der Pampa Schokolade kaufen kann. Die Welt ist mir schon oft viel zu kompliziert.

Katharina Greve

 Phonographisches Gedächtnis

Ich weiß noch genau, wo ich war, als der Anruf kam: am Telefon.

Tim Wolff

 Premiere

Letzten Monat habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine indische Oper angesehen. Es war ein großartiges Singhspiel.

Andreas Maier

 Gedenken

Ich erinnere mich gut daran, dass meine Mutter Micky Maus, Fix und Foxi, Asterix, Tim und Struppi, Superman, Prinz Eisenherz und so weiter, kurz: Comics aller Sparten und Genres als »dumm« bezeichnete, als »obszön«, »primitiv« und »verblödet«. Für was sie meine Mutter allerdings nicht hielt, war »pervers«, »geisteskrank«, »widerlich«, »ätzend« oder »barbarisch«. Das rechne ich ihr bis heute hoch an!

Theobald Fuchs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 11.11.:

    Lesart - das Literaturmagazin auf Deutschlandfunk Kultur bespricht den endgültigen Satire-Soundtrack.

  • 11.11.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Sondermann-Preisträger Nicolas Mahler. 

  • 08.11.:

    Tim Wolff in der FAZ über Urlaub im Luxuskitahotel.

Titanic unterwegs
13.11.2019 Eupen, Jünglingshaus Max Goldt
14.11.2019 Essen, Zeche Carl Max Goldt
15.11.2019 Köln, Comedia Max Goldt