Vom Fachmann für Kenner | Mai 2009


Mal ehrlich

Wenn die Jungs von Microsoft nur ein bißchen Realitätssinn und Humor hätten, dann würden die auf die Frage »Echtheit der Windows-CD prüfen?« zur Auswahl gestellten Antworten nicht »Ja« und »Nein« lauten, sondern »Ja« und »Hmm… lieber nicht!«

Bernhard Löwenberg

Zyklisch schenken

Dialog zweier sechzigjähriger Damen beim Bäcker: »Ich habe meinem Mann einen Tankstellengutschein zum Geburtstag geschenkt. Was soll man denn sonst schenken?«

»Ja, da hat er alles, was er braucht.« »Genau. Vor allem jetzt, wo alles teurer wird.«

Gereon Klug

Definitionsproblem

Wenn ich mir meine Hose mit Seife bekleckere, ist sie dann schmutziger oder sauberer als vorher?

Horst Mitesch

Erfahrungsschatz

Auf die Frage nach ihren ersten Eindrücken im eben bezogenen Altenheim meinte die alte Dame lakonisch: »Kaum lernt man jemanden kennen, schon ist er tot. Aber ich habe ja Erfahrung damit, in meiner Jugend im Krieg war’s auch schon so.«

Charly Geisler

»Negativer Kompetenzstreit«

– so nennt man das wohl auf beamtisch, wenn zwei Behörden versuchen, sich gegenseitig die Zuständigkeit für ein unangenehmes oder kostspieliges Verfahren zuzuschieben, das in der Folge bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag nicht eröffnet wird. Ich persönlich kenne derartiges Verhalten in ganz anderem Zusammenhang: unter der Bezeichnung »proaktive Impotenz«.

Theobald Fuchs

Endlich mal für was gut!

Wenn man im häßlichen Brüssel in Ermangelung vernünftiger Sportguck- und Biertrinklokale die Bundesligakonferenz in einem türkischen Wettbüro anschaut und dann in der Halbzeitpause zum Rauchen vor die Tür geht, stehen die vor Verlassen des Raumes georderten fünf Flaschenbiere ungeklaut und gar unangetastet noch auf dem Tisch.

Ein Prost auf den Islam!

Micha Wilke

Echter Luxus

Mit Scarlett Johansson im Bett zu sein und dabei Zeitung zu lesen.

Markus Hennig

Virtual Realism

Der geneigte Daddelfachmann schätzt am Kracherspiel »GTA IV« zuvörderst die konsequente Darstellung des Ganovenlebens. Zur besonderen Identifikation mit der Hauptfigur begleiten wir diese aber nicht nur zum Schutzgelderpressen und Leutetotmachen, sondern auch in die Freizeit. Das läuft dann ungefähr so: Ruft einer der virtuellen Kumpels an, stehen mehrere, immer gleiche Ausgehmöglichkeiten zur Wahl. Ob man Bowlen, Darten oder Saufen geht, spielt keine Rolle, der Kollege findet’s immer dufte. Auf der Fahrt spulen beide nach dem Zufallsprinzip einen von zwei Dialogen ab, während der konzentrierten Verrichtung der Freizeitaktivität wird dann nicht mehr geredet. Läßt man die Verabredung unentschuldigt sausen, bleibt das folgenlos – die Pixelhomies stehen bei Anruf ohne ein Wort des Vorwurfs wieder parat, als wär’ nix gewesen.

Wurden Männerfreundschaften in der Kulturgeschichte je realistischer nachempfunden?

Torben Titze

Horst und ich

»Da sind alle immer so bewußt und trotzdem essen Sie im McDolz.«

»Wo?«

»McDolz. Weißt schon, beim Ronald McDolz. Da eß ich lieber einen gescheiten Schwanzbraten.«

»Schwanzbraten?«

»Schwanzbraten mit Knödel und Kraut ist das Höchste für mich!«

»Du sprichst manches so komisch aus.«

»Ich bin halt kein Stimmwunder wie der Mathias Riesling.«

»Wer?«

»Der mit der Nachfolgesendung vom Scheidenwischer.«

Moses Wolff

Handwerk hat polnischen Boden

Von Tag zu Tag gelingt es mir besser, den Krach der polnischen Handwerker, die morgens ab sieben in den benachbarten Zimmern der WG die Fenster austauschen, in meine Träume zu integrieren und einfach weiterzuschlafen. Heute habe ich es sogar bis halb zwölf geschafft, indem ich mir vorstellte, ich wäre einer von ihnen, mówie plynnie po polsku i pale z nimi jednego papierosa za drugim.

Marek-Krzysztof Tietze

Update

Ist USB nicht die Fortsetzung von USA?

Johannes Kreidler

Nur für den Fall…

Gäbe es unter den Schlümpfen Ausländer, so beschlösse vielleicht der Chinesenschlumpf, wofern man ihm als finanzkundigem Fernostler die Verwaltung von Schlumpfhausen übertrüge, das Stadtmanagement »gesundzuschlumpfen« – und keinem seiner Mitschlümpfe fiele auf, daß er gar nicht die Schlumpfsprache gesprochen, sondern bloß nach Sitte der Comic-Chinesen L mit R velwechsert hätte, mithin gar kein richtiger Schlumpf wäre, sondern wahrscheinlich der sich verwandelt habende böse Zauberer Gargamel – der gut daran täte, sich wenigstens zur Tarnung grün zu hexen, weil: gelbe Chinesenhaut + blaue Farbe des europäischen Schlumpfes = allemal grün!

Michael Ziegelwagner

Vorgelesen

Der Genuß von Hörbüchern läßt sich beträchtlich steigern, wenn man vor dem Abspielen die Funktion »Zufällige Wiedergabe« ausschaltet!

Maximilian Straif

Stichwort Auswanderung

Mein Bekannter Willi, Besitzer der Pommesbude »Wurstwilli« in Hamburg, setzt auf Veränderung: Zürich heißt die Stadt seiner Zukunft. Einen erfolgversprechenden Namen für seinen neuen Imbiß hat er ebenfalls schon parat: »Grillhelm Tell«.

Marcel Vega

Und nu?

Fernbedienung, feines Ding –

bist in meinem Leben King!

Taumle zappend durch den Äther,

schieb mal wieder Pflicht auf später.

Hoppla! – pitsch – das Bild ist weg!

’meisenfußball, so ein Dreck!

Grisslig rauscht es pffritschlrxrrrr –

Vermieter zog den Stecker. Wixer!

 

PS: Zwei Monatsmieten im Rückstand.

Martin Quaden

Auf dem Präsentierteller

Bevor wir den Bahnhof betreten konnten, mußten wir unsere ziemlich klapprigen Fahrräder abschließen. Mein Bekannter machte dies sehr gewissenhaft. Auf meine Frage, warum er seine Mühle gleich mit mehreren Schlössern absichere, meinte er voller Überzeugung: »Ach, und morgen hat jemand Geburtstag, da braucht jemand noch ein kleines Geschenk – zack, ist das Fahrrad weg!«

Thomas Behlert

Sportpause

Weil mein Arzt mir Leibesertüchtigung empfohlen hat, plaziere ich jetzt meine Zigaretten in der Küche, damit ich jedesmal vom Rechner aufstehen muß, um eine zu rauchen.

Manuela Kaindl

Schlecht zum Essen

Auf dem Wochenmarkt Brot von »Gut zum Leben« gekauft. Zu Hause Schimmel entdeckt. Eine Woche später beschwert. Antwort: »Da sehen Sie, daß es lebt!« Sprachlos gegangen.

Frank Biller

Lebenslanges Lernen

Seit Großmutter aus dem Krankenhaus zurück ist, verwendet sie Floskeln, die sie von ihrer siebzehnjährigen Zimmernachbarin mitgebracht hat. Ständig fragt sie, wie kraß oder wie abgefahren denn irgend etwas sei. Auf unsere Frage nach dem Gesundheitszustand der jungen Zimmernachbarin antwortete sie, dieses Mädchen sei bis zu seinem Ableben voll krank gewesen, irgendwie.

Ludger Fischer

Meine Mails sind sicher!

Meldungen vom Schlage »Vorsicht: Ihr Chef liest Ihre E-Mails mit« beunruhigen mich überhaupt nicht. Mein Chef liest meine E-Mails bestimmt nicht. Warum ich mir da so sicher bin? Ganz einfach: Läse er sie, hätte er mich längst gefeuert.

Friedrich Krautzberger

Killertöne

Als einer der in Hannover zugestiegenen Halbwüchsigen anfängt, überraschend textsicher ausgerechnet »Moonlight Shadow« von Mike Oldfield zu singen, horche ich erstaunt auf und bekomme mit, wie sein Kumpel ihn nach der Zeile »He was shot six times by a man on the run« aufgeregt unterbricht: »Wart mal, Alter, wie war das? Der wurde sechs Mal von einem rennenden Mann angeschossen? Wie geht das denn?« Nach einer hitzigen Diskussion einigt man sich darauf, daß der rennende Schütze wohl mit einer Automatikwaffe seitlich »gestrafed« ist. Ich persönlich glaube allerdings, daß Mike Oldfield keine Ahnung von Knarren hat.

Christian Luscher

Aufgeschoben, aufgehoben

Gibt es eine Bezeichnung für jemanden, der gerne prokrastiniert? Prokrastinant? Prokrastinator? Ich werde morgen mal im Wörterbuch nachsehen.

Gregor Baszak

Gutes Auge

Das poetisch anmutende Kompliment, das meiner Freundin von ihrem Mann gemacht wurde, gab mir angesichts meines jüngsten Urlaubs an der Küste zu denken: »In deinen Augen sehe ich das Meer.« Tatsächlich: Diese spezifische Mischung aller elementaren Augenfarben erinnert stark an die Nordsee bei Wilhelmshaven nach der alltäglichen Fäkalieneinleitung.

Almuth zu Jeddeloh

Wie Musik

Es ist nicht nur, weil ich in diesem Heft keinen Reim drin habe und grade, wie zuletzt sehr oft, das Klassik-Radio auf WDR 2 höre, momentan Rossinis weinerliche Sonate Nr. 2 in a-moll; aber auch deswegen. Also:

Es wollte einst ein Wandersmann
vom Norden in den Süden.
Doch sah man ihn schon lang vor Cannes,
in Hammerfest, ermüden.

Mithin ist er, da es sich bei Hammerfest um die nördlichste Stadt Europas, früher gar der Welt handelt, vermutlich überhaupt nicht losgewandert. Und auch andere Fragen bleiben offen: Wie heißt der uns als »Wanderer« Vorgestellte, und was tat er statt dessen? Wie lebte er? Wann und wo? Wir wissen praktisch nichts: Sein Alter bleibt im Dunkeln wie seine Herkunft, sein Aussehen, seine finanzielle Ausstattung und politische Orientierung. Daß er Eskimo oder jedenfalls Kommunist war – ist? –, scheint zunächst unwahrscheinlich angesichts seines megateuren Traumziels, aber wollte er überhaupt dorthin? Zwischen Hammerfest und Cannes liegt bekanntlich Zamość, der Geburtsort Rosa Luxemburgs; andererseits blieb er, wie wir wissen, einfach zuhause. Ein Irrer, ein Spinner? Wohl eher im Gegenteil, denn Idioten mögen sechstausend Kilometer latschen, er tat es nicht. Also ein Astrophysiker? In Hammerfest gibt es eine Sternwarte, einen guten Ruf genießt allerdings auch die Handballmannschaft, und außerdem ist nun endlich diese Sonate zu Ende.

Thomas Gsella

Function follows form

Irre ich mich, oder hatte das Fernsehen zur Zeit der Röhrenmonitore mehr Tiefe?

Andreas D. Hesse

Kinderpoesie

Es drohte meine Tochter ihrer Schwester mit den Worten: »…sonst bekommst du was ins Gesicht, das man mit Wasser nicht abwaschen kann!«

Ich dachte: »Eine feine Art, Schläge zu umschreiben.«

Aber sie meinte nur Olivenöl.

Rainer Finn

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Als Sie, Tom Bartels,

Als Sie, Tom Bartels,

im Rahmen der Übertragung des Fußballspiels Mönchengladbach gegen Dortmund an den noch nicht lange zurückliegenden Winter erinnerten und die Worte aussprachen: »Witterungsbedingt lag auch hier Schnee«, haben wir diese Aussage zunächst reflexhaft als Bartels-gängiges gedankenloses Wortgestöber beiseitegefegt, dann aber, bei vorurteilsfreiem Nachdenken, erkannt, dass Sie natürlich nachgedacht hatten: Schließlich ist es angesichts von Kunstschnee, Kunsteis, Kunstrasen und anderen Erscheinungen des künstlichen Gegenwartssports durchaus richtig, dem Publikum zu erklären, dieses Mal habe es ausnahmsweise witterungsbedingt geschneit. Schnee von gestern? Na dann.

Guten Rutsch: Titanic

 Sie hingegen, Thomas de Maizière,

haben der FAS ein sehr, sehr langes Interview gegeben. Zusammen mit einem alten Spezi aus der Wirtschaft (»mächtigster Aufsichtsrat der Republik«) bramarbasierten Sie über »kluge Führung und die Einsamkeit der Macht«.

Erwartbar bullshittig ging es um »Teamfähigkeit«, »flache Hierarchien« und »sein volles Potential« nutzen. Aber auch darum, »sich nicht zu wichtig zu nehmen«, um »Selbstreflexion« und ein beachtliches »Der Chef ist immer der Chef. Da beißt die Maus keinen Faden ab« aus Ihrem Munde.

Die interessantesten Sätze in diesem mit interessanten Sätzen wahrlich nicht gesegneten Gespräch waren die, als Sie zu selbstreflexiver Hochform aufliefen. Bei der Frage nach Auswahlmechanismen für höhere Ämter fiel Ihnen ein: »Es kommt auf die Konstellation an: Man muss im richtigen Moment verfügbar sein, aus dem richtigen Landesverband kommen, die richtige Härte haben, die eigene Partei muss obendrein in einer Koalition das passende Ressort ergattern. Andererseits wird kein kluger Kanzler, keine kluge Kanzlerin irgendeinen Esel zum Minister machen.«

Sind Sie sich da ganz sicher?! Und warum ist Ihnen das gleich dreimal passiert?

In jeder Hinsicht ministrabel: Team Titanic

 Kurze Frage, »Taz«!

»Als er im Juli 2014 ankommt, spricht der Syrer Tarek Saad kaum Deutsch«, lesen wir in Deiner Online-Ausgabe. Und weiter: »Heute ist er deutscher Staatsangehöriger und überzeugter Sozialdemokrat.«

Sollte man, Taz, nicht vielleicht auch mal über Beispiele geglückter statt immer nur missglückter Integrationsbemühungen berichten?

Nur soʼn Gedanke von Titanic

 Je nun, Markus Feldenkirchen (»Spiegel«),

in einem als »Kolumne« bezeichneten Beitrag versichern Sie, dass Sie in den Siebzigerjahren »größtenteils noch nicht geboren« gewesen seien. Wir drücken Ihnen die Daumen, dass es Ihr Kopf wenigstens noch im Laufe unseres Jahrzehnts auf die Welt schafft.

Mit Mitgefühl für Ihre Mutter: Titanic

 Aber, »Bild«,

wo bleibt denn Deine Liebe zum blutrünstigen Detail? Bei Deiner Schlagzeile »Deutsche Fleischindustrie hackt auf Bill Gates rum«: da will man doch wissen, was schließlich draus geworden ist! Koteletts? Nackensteaks? Halb und halb?

Leg Dich gehackt! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Es war nicht alles gut

Als kleine Gruppe Enddreißiger mit DDR-Hintergrund diskutierten wir über die im Vergleich zu heute wahnwitzig scheinende Sorglosigkeit, mit der Eltern in dem untergegangenen Staat ihre Kinder großzogen. Beispielsweise sei es völlig normal gewesen, dass unsere Mütter, wenn sie kurz in die Fleischerei gingen, uns Babys samt Kinderwagen unbeaufsichtigt vor dem Laden stehen ließen – und hat’s uns geschadet?! Nun gut, wandte jemand in der Runde ein, er erinnere sich an die Geschichte eines bei solcher Gelegenheit gekidnappten Säuglings; worauf eine Freundin erzählte, dass auch sie und ihr Zwillingsbruder einmal Opfer einer versuchten Entführung geworden seien und die verwirrte Täterin erst Hunderte Meter vom Geschäft entfernt aufgegriffen wurde. Nach kurzem Schweigen waren wir uns dann aber doch einig, dass man es mit dem ständigen Behüten auch übertreiben könne!

Torsten Gaitzsch

 Bleaching Lounge

Professionelle Zahnreinigung frischt nebenbei auch das Gehirn auf. Durchhängende lange Leitungen straffen sich durch die Vibrationen, Kratzgeräusche schleifen die Synapsen blank. Ich kann anschließend schwierige mathematische Aufgaben lösen, Quittungen den Kontoauszügen zuordnen etc. Deshalb erwäge ich, mir ein kleines Dentallabor mit verstellbarem Sessel und einigen Geräten anzuschaffen, inklusive automatischem Desinfektionmittelzerstäuber. Dorthin begebe ich mich morgens nach dem Kaffee etwa für fünfzehn Minuten und lasse die Geräte walten. Danach bewältige ich den Alltag mit Verve. Ich denke, nach einem Jahr dürfte ich die Investition wieder raushaben.

Miriam Wurster

 Klar getrennt

Anlässlich einer kulinarischen Facebook-Debatte über sog. »Weiße Nieren« bzw. »Prairie Oysters« bemerkt: Stierhoden, die es auf den Teller geschafft haben, sind nicht nur keineswegs »Innereien« – denk mal nach, Wikipedia! –, der Begriff ist insgesamt irreführend. »Ochsenhoden« muss es heißen. Ausnahme: Es hängt beim Essen noch der Stier dran.

Michael Ziegelwagner

 Die Zukunft der Arbeit

In der Schlange beim Bäcker schweifen die Augen zum lauten Schild: »Unser Service! Wir schneiden Ihr Brot für Sie!« In der Trägheit der verwarteten Zeit zerstreute Anagrammarbeit: Wir schneiden Sie für Ihr Brot – albern. Allerdings: Ihr Service für uns! Sie schneiden unser Brot – das wird noch kommen, auf jeden Fall.

Nis Jasper Nicolaisen

 Gebongt

Mein Plan ist es, einen Roman zu schreiben, den man auch mit Kassenbons nachstellen könnte. Inspiriert wurde ich von meinem letzten Einkauf, und der Anfang steht auch schon:

Hass
DuDa
Gemüse-Auf
Dent
Ohren-?

Nun brüte ich zwischen Avocados und Ohrstöpseln nach Dusch-Das duftend bei einem Gemüse-Auflauf über dem zweiten Satz. Fortsetzung folgt nach dem Zähneputzen!

Tina (Arno Schmidt) Manske

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURMax Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Thomas Gsella: "Von Aachen bis Zzwickau: Ihre Stadt im Schmähgedicht"
Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!
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Das schreiben die anderen

  • 29.03.:

    Das Neue Deutschland befragt Ella Carina Werner u.a. zu ihrer neuen TITANIC-Kolumne.

  • 24.03.:

    Christian Y. Schmidt erinnert in Junge Welt an Hans Kantereit.

  • 08.03.:

    Die Frankfurter Rundschau hat in Frankfurt eine Open-Air-Performance der "Volksbühne Berlin" gesehen – alle Details zur Theater-Kooperation mit TITANIC in der bald erscheinenden Aprilausgabe.

     

  • 25.02.:

    Die Junge Welt bespricht Christian Y. Schmidts "Corona Updates Bejing".

  • 23.02.:

    Spiegel und Faz berichten über das Comeback von TITANIC im Google Play Store. Mit netzpolitik.org hat Moritz Hürtgen darüber gesprochen.

Titanic unterwegs
21.04.2021 Köln, Gloria Theater Max Goldt
23.04.2021 Hannover, Pavillon Max Goldt
24.04.2021 Leer, Kulturspeicher Max Goldt
25.04.2021 Norden, VHS Max Goldt