1. Zuerst stellt sich die Frage, wo Sie das tote Tier vorfinden. Liegt es am Wegesrand, ist es womöglich an der Vogelgrippe gestorben. Liegt der tote Kranich morgens unter Ihrer Bettdecke, handelt es sich wahrscheinlich um den Racheakt eines feindlichen Mafiaclans, Ex-Partners oder Hobbyornithologen. In diesem Fall sollten Sie das Land verlassen.
  2. In freier Wildbahn gilt es zunächst festzustellen, ob das Tier auch tatsächlich tot ist. Knuffen Sie den Kranich mit Ihrem Nordic-Walking-Stock behutsam in die Seite. Zeigt er keine Regung, brüllen Sie ihn an, schneiden Sie Grimassen und tanzen Sie um ihn herum. Rührt er sich noch immer nicht, ist er tot.
  3. Nähern Sie sich nun dem verendeten Zugvogel und knabbern Sie ihn vorsichtig an, zum Beispiel am Flügel. Der Geschmackstest ist der sicherste Indikator.
  4. Schmeckt das Tier nach Grillhähnchen, wurde es von einer russischen Drohne oder einem Blitz getroffen. Schmeckt es nach einer Mischung aus Gorgonzola und altem Spülschwamm, lautet die Todesursache: Vogelgrippe.
  5. Sie müssen das tote Tier nun umgehend beseitigen. Sie können den Kranich anzünden oder von Ihrem Hund fressen lassen, unter der Voraussetzung, dass Sie ihn anschließend fachgerecht keulen. Haben Sie weder Hund noch Feuerzeug zur Hand, stecken Sie den Piepmatz (Fachwort für Kranich) in Ihren Rucksack und bringen Sie ihn zum nächsten Wertstoffhof.
  6. Sollten Sie in den folgenden Tagen Symptome wie verklebtes Gefieder, Schnabeltrockenheit oder Nässen der Bürzeldrüse bei sich feststellen, begeben Sie sich in eine 6wöchige Quarantäne ins nahe gelegene Vogelschutzreservat. Danke für Ihre Mithilfe.