00 00 Die Bremer Stadtmusikanten mal anders: Fleisch im Fleisch im Fleisch im Fleisch. Julia Mateus Walter Benjamin suchte als Philosoph oft Halt bei Haschisch und Huren. Viel Handfestes kam nicht dabei heraus. Auch nicht bei seinen Beschreibungen von Paris, wo es Orte gebe, die aussähen, »als sei über das Photo einer« (abgebrochen). Über den Charme der Stadt dürfe man sagen, es liege »in dieser Atmosphäre eine weise abgewogene Mischung, daß einer« (abgebrochen). Den Charme von Benjamins Schreibweise hingegen kann jeder erfassen, der schon einmal unter Cannabis-Einfluß z.B. Schatten für »eine Brücke über den Lichtstrom der Straße« gehalten hat. Mir aber bleibt es überlassen, das Flanieren als Methode zum Entdecken des Unerwarteten Ludger Fischer Zeichen und Wunder Kürzlich stutzte ich, als ich auf meiner neuen PC-Tastatur direkt unter dem »F« noch ein kleines rundes Zeichen entdeckte. Ein Smiley? Oder ein zusätzliches @? Weder zusammen mit ALT, CTRL oder sonst einer Kombination ließ sich etwas auf den Bildschirm zaubern. Lange dauerte der klappernde Versuch jedoch nicht, dann wurde mir klar: Man sollte einfach während des Zähneputzens keine E-Mails checken. Tobias Jelen Abgelehntes Stadtmotto »Im Westen nichts: Neuss« Torsten Gaitzsch Beim Beobachten der Jugend Ich bin nicht überrascht, als ein junger Mann im Rewe eine Getränkedose aus der Palette nimmt und in zwei Zügen austrinkt. Schließlich sieht man ja immer öfter angebrochene Tafeln Schokolade, Kekspackungen oder Weinflaschen in Supermärkten. Gestaunt habe ich aber, als er dann ganz selbstverständlich die leere Dose in den Rücknahmeautomaten gesteckt und anschließend den erhaltenen Bon an der Kasse eingelöst hat. Wolfgang Beck Erfassung Jetzt mal bitte alle die Hände hoch, die nicht gerne an Umfragen teilnehmen. Ernst Jordan Fahrradverleih Ein Ehepaar kommt zurück mit den eben schon einmal reklamierten Rädern. Der Mann: »Also technisch ist jetzt alles in Ordnung, aber meine Frau ist immer noch unzufrieden!« Miriam Wurster Meine Meinung Verblendung, Ideologie und Aberglaube überall – traurig! Einige scheinen wohl einfach noch nicht ganz im Wassermannzeitalter angekommen zu sein. Fabian Lichter Binge Listening Also die ersten Folgen haben mir jetzt net so gefallen. Grad in der ersten (und noch in der zweiten) hat man das Gefühl, der Ludwig van hätte sich ganz schön was bei Mozart und Haydn abgeguckt. Das hat man irgendwie schon mal gehört. Erst so ab der fünften Folge wird es dann etwas besser, weil sich da endlich auch mal was Schicksalhaftes ankündigt, aber schon die sechste Folge hängt wieder durch, und die siebte finde ich hier im Forum ein klein wenig überbewertet. Eigentlich kommt die Geschichte erst in der neunten Folge so richtig in Schwung, aber da war bei mir irgendwie die Luft schon raus. Und das Ende finde ich dann auch ein bisserl überkandidelt. Alles in allem nichts für mich. Aber wer’s mag… Geschmäcker sind ja verschieden. Karsten Wollny Kniezug, der Ausschließlich bei älteren Herren zu beobachten: die unerklärliche Eigenart, sich nach dem Hinsetzen die Hosenbeine auf Höhe der Knie einige Zentimeter nach oben zu ziehen. Robert von Cube Aktuelle Erkenntnis Signal Iduna ist ja gar keine Zahnpasta! Teja Fischer Beitragsnavigation Briefe an die Leser | September 2016 September 2016