Die Ereignisse in Ägypten überschlagen sich: Mohammed Mursi wurde gestern vom Militär abgesetzt, Adli Mansur heute als Übergangspräsident vereidigt. Doch der wahre starke Mann in Ägypten heißt General Abd al-Fattah al-Sisi. Wer ist er? Wo kommt er her? Wie endet es mit ihm? Eine blitzschnell produzierte Filmreihe von ARD, ORF und Al-Dschasira (Freitag bis Sonntag, 20.15 Uhr) gibt Aufschluß:

  • Al Sissi – Der Film
    Ägypten in den 1950ern: Der kleine Prinz Alisabeth, genannt al Sissi, wächst unbeschwert mit seinen sieben Schwestern in der elterlichen Land-Pyramide am Nil-Delta auf. Auf einer Geburtstagsfeier in Kairo schnappt er sich den eigentlich seiner Schwester versprochenen Diktator Husni-Joseph Mubarak. Bei seiner ersten Militärparade säumen viele Ägypter das Ufer des Nils und jubeln dem zukünftigen General zu.
  • Al Sissi – Der junge General
    Die schwierigen politischen Verhältnisse trüben al Sissis junges Generalsglück. Als ihm Suzanne Thabet Mubarak seine Lieblingsknarre Sophie wegnimmt, wird er depressiv, zieht von Kaserne zu Kaserne und versucht, sich das Leben zu nehmen. Erst als er Mitglied des Miltärrats wird, scheinen seine Probleme überwunden.
  • Al Sissi – Schicksalsjahre eines Militärdiktators
    Al Sissi lebt zurückgezogen, trifft sich immer häufiger mit einem zivilen Staatsmann. Als Husni-Joseph seine Eifersucht nicht mehr verbergen kann, entmachtet ihn al Sissi überraschend. Aus der Depression wird eine Manie: Al Sissi setzt einen Präsidenten nach dem anderen ab, lenkt hinter den Kulissen die Geschicke, dann Chaos, Bürgerkrieg, amerikanische Intervention. Als al Sissi schließlich vor einem Erschießungskommando steht, trifft er seine Sophie wieder bzw. sie ihn, das ägyptische Volk zeigt sich gerührt, ruft »Viva la Sissi«, Happy End.