Computerspiele, Internet, Fernseh – immer mehr Deutsche verbringen damit bis zu dreiundzwanzig Stunden am Tag und gelten so bereits als akut suchtgefährdet. Schwerstbetroffene berichten:

  • „Ich bewegte mich wochenlang praktisch pausenlos im Internet. Bis ich eines Tages zufällig merkte, daß mein Stuhl an der Hose festgeklebt war, Hose und Computerstuhl praktisch eins wurden. Sich im Internet zu bewegen, ist nur eine Illusion, glaube ich – ich bewegte mich gar nicht richtig, meine Hose blieb dabei immer statisch. Jetzt suche ich mir sofort qualifizierte Hilfe im Internet.“
  • „Ich spielte exzessiv Computerspiele. Eines Nachts schmorte bei mir die Playstation durch. Ich bekam sofort einen krampfartigen Wutanfall, erhöhten Speichelfluß und trat zwei Putzeimer kaputt. Dann spielte ich einfach mit Selbstmordgedanken weiter. Ich hoffe bald alles wieder voll in den Griff zu kriegen, z.b. in einen guten Joystick rein, der wo nicht allzu billig war und gleich wieder kaputt geht.“

  • „Gestern probierte ich wie wild mit der Maus einen Link zu öffnen. Ging nicht. Bis ich plötzlich merke: Huch, ich sitz ja gar nicht vorm Computer, sondern vor’m Friseur unter der Trockenhaube – und lese gerade die neue Brigitte. Der Link in der Brigitte war nur ein fettgedrucktes Silbenrätsel, haha! Und die gedrückte ‚Maus‘, je nun… So weit hat mich Mediensucht schon ruiniert, durch EDV bin ich extrem durcheinander geworden.“