Die deutsche Wirtschaft ächzt unter dem hohen Krankenstand. So finden Sie mithilfe der Androhung arbeitsrechtlichlicher Konsequenzen heraus, ob Ihre Angestellten die folgenden Krankheitsbilder nur simulieren:  

Atemwegserkrankung (Corona etc.)
Besuchen Sie die Blaumacherin zuhause und zwingen Sie sie, vor ihren Augen eine Schachtel Camel ohne Filter zu rauchen. Nur, wenn sich ihr Husten hernach nicht verschlimmert hat, ist sie wirklich erkältet.  

Magen-Darm-Infekt
Verlangen Sie eine Stuhlprobe (einfach mit fiktiven EU-Paragraphen begründen) und überprüfen Sie diese auf ihre Konsistenz: Wenn letztere Sie nicht an eine heiße Schokolade erinnert, führt eine Kündigungsandrohung sicherlich zu höherer Arbeitsmoral.  

Depression
Bringen Sie unter Vorwand einen Geschenkkorb zum vermeintlichen Patienten. Schokolade, Gummibärchen und ein Livemitschnitt von Mario Barth im Berliner Olympiastadion hellen die Stimmung hoffentlich auf. Bleiben Sie einfach mit auf der Couch und beobachten Sie genau, ob Ihr Untergebener während der zwei Stunden DVD-Genuss mindestens einmal schmunzelt. Ja? Dann zusammen ab ins Büro!  

Migräne
Diese tritt (wenn sie denn echt ist) meist einseitig auf. Verwickeln Sie Ihre Mitarbeiterin also in ein Gespräch über Links- und Rechtshänder, Linksverkehr in England, Rechtsaußen in Politik und Fußball. Wichtig: Vorher und nachher fragen, welche Kopfseite angeblich schmerzt. Noch wichtiger: Schreiben Sie sich die erste Anwort unbedingt auf!  

Burnout
Die lückenlose Überwachung Ihres Teams kann sehr anstrengend sein. Achten Sie auf sich und Ihre Gesundheit. Es ist niemandem geholfen, wenn Sie als wichtigste Person der Firma längerfristig ausfallen. Warum gönnen Sie sich also nicht ein wenig Zeit für sich? Einfach beim Doc anrufen, das ist schon okay. Vielleicht können Sie sich ja die Mario-Barth-DVD vom Kollegen ausleihen? 

MWei