Ein Ruhestandsroman in die Bäckerei und hob mächtig an: „Dreihunderttausend Baguettes, s’il vous plaît! Hast mi‘, Maadl? Und genauso viele Waffeln, aber zackzack. Alles zum gleich essen!“ Während die beiden Angestellten panisch hin und her schossen, um dem Auftrag wenigstens in Ansätzen nachzukommen, verschwand Stoiber unauffällig aus der Backstube. Haha, dieses Brüssel war nach seinem Geschmack! Krachend kollidierten zwei PKWs, als er mit gewaltigen Schritten das Überqueren der Straße antäuschte und dann – doch auf dem Trottoir blieb! Im Büro war eine Menge zu tun: Die eine Sekretärin sollte mal ganz diskret nachforschen, ob im Privatleben von Sekretärin Nummero Zwo irgendwas „faul“ war – und umgekehrt. So waren die beiden Krampfhennen wenigstens beschäftigt! Von den vierhunderttausend Cappucinos, die er noch kurz zuvor bei den beiden bestellt hatte, trank er allerdings nur den ersten, „wenn ich noch einen trinke, leide ich wie ein Hund“. Dabei hatte der Tag so schön begonnen: In der EVP-Zentrale hatte er sich insgesamt elfmal hintereinander zum Schatzmeister, Generalsekretär, Vorstand, Ehrenmitglied und Superman wählen lassen, um sich dann jeweils überraschend gleich wieder abwählen zu lassen. Mit etwas Glück war auf diese Weise die EVP in drei, höchstens vier Tagen „komplett hin“, wie Stoiber schmunzelnd überlegte. Das hatte sie aber auch verdient! Schließlich war ihm zu Ohren gekommen, daß das Privatleben einiger Mitglieder Beitragsnavigation Neues im Fernseh Der aktuelle Nachruf