Eine erste Zwischenbilanz von Parlamentskorrespondent Divad Husch Die Merz-Administration ist nun seit über einer Woche im Amt. Zeit, um Bilanz zu ziehen, um zu schauen, welche Versprechen eingelöst werden konnten, wo geliefert wurde und wo wir (Deutschland) noch besser werden müssen. Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass Joachim-Friedrich Marvin Josef Merz und sein Kabinett bisher optisch sehr seriös aufgetreten sind. Die Anzüge und Blusen waren stets gebügelt und weitgehend faltenfrei, und auch Alois Rainer ließ Lodenjanker und Jagdgewehr daheim im Forsthaus. Merz selbst bewegte sich geschmeidig auf internationalem Parkett, freilich im Rahmen seiner Möglichkeiten. Es wäre schlicht ungehörig, ihm seine peinliche Haarinsel vorzuwerfen, seine Magersucht oder dass seine Unterlippe immer feucht ist wie bei einem Hund. Doch kommen wir zu den Inhalten. Die Organe der Ministerinnen und Minister sind in tadellosem Zustand, Herz und Nieren wurden von Kabinettsarzt Dr. Eckart von Hirschhausen auf Herz und Nieren geprüft, alles ist auf dem neuesten Stand von Technik & Design, eine bundesrepublikanische Erfolgsgeschichte schon jetzt. Doch kommen wir zu den Inhalten. Welche neuen Gesetze wurden begrüßt, welche Novellen verabschiedet, welche Staatsgäste überarbeitet? Mit Verlaub, aber für solche Fragen ist es viel zu früh. Man hört allerdings aus dem politischen Berlin, dass in den Ministerien bereits Akten gewälzt werden bis in die frühen Abendstunden hinein, und sowas hört man doch gern. Genauso wie die Ankündigung, dass an deutschen Außengrenzen bald deutlich mehr Flüchtlinge erschossen werden sollen als bisher. Natürlich wohltemperiert und mit Augenmaß! Moralinsaure Bedenkenträgerei spielt nur wieder der AfD in die Hände. Zum Schluss ein persönliches Wort: Meine Akkreditierung für die Bundespressekonferenz wurde vom Kanzler noch immer nicht bearbeitet. Ein starkes Zeichen, dass sich die neue Regierung endlich um die wichtigen Dinge in diesem Lande kümmert. Für ein Fazit ist es aber noch zu früh. Beitragsnavigation Die bessere Antwort #6 Obacht, Oettle #16