Für uns Immobilienlöwen ist das Wichtigste bekanntlich: Lage, Lage, Lage! Und – ich will ehrlich sein – meine ist gerade fatal. Denn was mir bevorsteht, ist weniger luxuriös als die Feinkostabteilung bei Lidl. Sieben Quadratmeter, teilmöbliert, schwedische Gardinen. Let’s face it! Das Knastsystem in ganz Europa ist komplett unsexy, bietet aber gerade dadurch enormes Potenzial für Visionäre und professionelle Geldverschieber mit Hang zum Blingbling. Ich suche daher auf diesem Weg nach Investoren mit Weitblick und Bock auf satte Rendite im Bereich Crime and Resocialization. Stichwort: Schwerverbrecher-Chalets, Totschläger-Terrassen oder einfache, aber top ausgestattete Abzieher-Appartements auf dem neuesten Stand. Claim: »Wenn schon sitzen, dann mit Stil und weich gepolstert.« Schließlich weiß man nie genau, ob man sich eines Tages nicht selbst auf der anderen Seite des Zaunes mit Überhöhe wiederfindet. Im Gefängnis liegt die Zukunft – zumindest meine. Schlagen Sie also besser gleich zu und diversifizieren Sie Ihr Portfolio mit Investitionen in ein Knastcarré, das jede Haftstrafe in einen schier unbegrenzt upgradebaren Erlebnisaufenthalt verwandelt. Ich befinde mich bereits jetzt in Verhandlungen mit dem Staat! Ich zähle auf Sie und Ihr Geld. Ihr René Benko »Nur für Gäste« – die neue Kolumne von Ghostwriter Fabian Lichter. Ab jetzt jeden Mittwoch nur bei TITANIC! Beitragsnavigation Vorschlag zur Güte #86 Die bessere Antwort #29