Neuigkeiten zum »Satire-Streit« (turi2)! Der arbeitssuchende Christian Lindner hat sich endlich mal zu den Behörden bequemt, um Klage wegen des Covers der Januar-Ausgabe der TITANIC einzureichen, und die deutschen Leitmedien sind ihm dankbar für seine Konjunkturankurbelung mitten im Sommerloch. Doch was war geschehen? T-Online versucht, die Vorgeschichte zusammenzufassen, scheitert jedoch an der Reihenfolge der Ereignisse: »Stolz präsentierten sich Christian Lindner und Franca Lehfeldt im Frühling als frisch gebackene Eltern. Dann machte sich ein Magazin über sie lustig. Das hat jetzt Konsequenzen.« Der Titel der Januar-Ausgabe, der ein Ultraschallbild des Lindner-Lehfeldt-Embryos zeigt, wurde aber natürlich schon Monate vor der Entbindung im April veröffentlicht. Print ist langsam, aber so langsam dann doch auch nicht! Was genau auf besagtem Titel zu sehen ist, erklärt das Nachrichtenportal Lomazoma: »Im Zentrum des Rechtsstreits befindet sich die Titelseite einer früheren Ausgabe des Magazins. Es gibt eine Fotomontage mit einem Fötus, in der Überschrift heißt es: ›Baby Glück im Eimer. Es wird ein Low -Performer!‹ Zu diesem Zweck ›legt Lindner dringende Anmeldungen auf, um § 218 abzuschaffen‹.« Doch welche Folgen könnte die Klage haben? T-Online schätzt die Lage wie folgt ein: »Wie das Gericht über die Klage entscheiden wird, ist derzeit noch offen.« Eine sehr wahre Aussage bei einem in der Zukunft liegenden Gerichtstermin, so geht faktenbasierter Journalismus! Zum Berufsethos der Presse gehört auch, die eigenen Fehler in der Berichterstattung einzugestehen: So wurde in einer früheren Version des Artikels behauptet, Lindners und Lehfeldts Anwalt Christian Schertz trage den Vornamen Matthias, wie T-Online zerknirscht mitteilt. Vielleicht kam da schon eine Abmahnung in der Redaktion an? »Schluss mit lustig!« verkündet hingegen RTL, sowie »Franca Lehfeldt und Christian Lindner reichen gegen das Satire-Magazin Titanic ein.« »Linders« Anwalt Schertz wird hier ebenfalls erwähnt, die Info, dass es sich aber natürlich auch um Lefelds Anwalt handelt, allerdings nicht. Darüber wird der interessierte Leser aber mit dem »Lese-Tipp: Schluss mit Politik! So verdient Christian Lindner jetzt sein Geld« hinweggetröstet. Auch der Kölner Stadt-Anzeiger präsentiert unter seiner Berichterstattung zur Justizschlacht des Jahres »Alles zum Thema Christian Lindner«: »›Unser Lebenswerk lag im Schlamm‹ Vier Jahre nach der Flut – Wenn aus Wunden langsam Narben werden« und »Im Partnerlook Überraschende Begegnung – Christian Lindner posiert Seite an Seite mit Claudia Obert« lauten die ersten beiden Punkte, »›Tut mir sehr leid‹ Christian Lindner überfährt versehentlich Hund auf Parkplatz« ein weiterer. »Das Ehepaar Franca Lehfeldt und Christian Lindner wollen wegen einem Titelbild auf dem Satire-Magazin TITANIC vor Gericht ziehen«, teilen der KSA dem Weiteren mit. Ob Lindner und Lehfeldt auch gegen N-TV klagen wollen, weil der Satz »Seit der Bundestagswahl hat Ex-Finanzminister Christian Lindner viel Zeit für das gemeinsame Kind mit Franca Lehfeldt« das Höchstmaß an erlaubter Passiv-Aggression überschreitet, war bis zum Redaktionsschluss leider unklar. Wie das Gericht über eine solche Klage entscheiden würde, ist derzeit noch offen. Beitragsnavigation Das waren die besten Momente des Treffens zwischen den USA und der EU in Schottland Die bessere Antwort #17