Einst linker Wortführer, heute Verschwörungsikone und Geschichtenerfinder. Um ein Haar wäre sein Magazin Compact verboten worden. Im Gespräch mit Jürgen Elsässer über Liebe, Hass und israelische Geheimlabore

Herr Elsässer, von der Ikone der radikalen Linken aus dem Konkret-Umfeld zum glühenden Agitator von Rechtsaußen – was war da los?

Wichtig bei so einer Karriere ist natürlich das Mindset. Das muss jenseits von Gut und Böse wabern und über die Jahre komplett zerschossen werden mit allem, was das Spirituosen- und Verschwörungsregal so hergibt. Dann ist es natürlich auch ein wenig wie in der Liebe: Oft verbindet es Menschen ja auch, wenn man dasselbe hasst … 

Nun hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden: Es darf Ihr Magazin also weiterhin geben. Wie fühlen Sie sich?

Zufrieden, aber lauernd, arg wirr im Kopf, etwas aufgebläht – so wie immer eigentlich, würde ich sagen.

Wie kam es zu dem Urteil?

Ich nehme mal an, bei Gericht hat man auch einfach Mitleid mit uns gehabt und gesehen, wie sehr wir ohnehin schon zu leiden haben in diesen Zeite … 

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