Frühe Berufung Im Krieg, wie die Bomben vom Himmel heruntergefallen sind, ist dem kleinen Ratzinger Sepperl einmal im Traum der Teufel erschienen, so richtig grauslich mit Hörner und einem Klumpfuß und einem Schwanz, wie der Teufel halt ausschaut; in einer Schwefelwolken ist er dagestanden und hat gesagt: „Hör gut zu, was ich dir sage, kleiner Joseph: Du wirst einmal Papst werden!“ Und so war’s dann ja auch, wie wir heute wissen, weil nachher ist man immer gescheiter. Das verschwundene Gewehr Als der Papst noch in Marktl am Inn bei seinem Mutterl wohnte, konnte er eines Tages sein Lieblingsgewehr nicht mehr finden. Es war wie vom Erdboden verschluckt. Große Aufregung war, jedermann half suchen, Ratzingers Bruder Georg inspizierte eine Stunde lang den Kohlenkeller, aus dem er ganz schwarz wieder zurückkehrte – nur Joseph selbst stand im Zimmer, rang seine Hände und rief mit hoher Stimme: „Wo ist es bloß! Mein schönes Gewehr, mein schönes!“ Erst als die Familie bereits alle Hoffnung aufgegeben hatte und sich mutlos zum Nachtmahl setzte, bemerkten sie, daß das Gewehr die ganze Zeit über beim Telefon gelegen hatte. Da war die Erleichterung groß! Beitragsnavigation Jetzt neu online: Horst Rippert: So tötete ich Saint-Exupéry