Heimkehr (2. Teil)

‘Ich muß die Polizei verständigen’, dachte Konrad. Dann kam ihm in den Sinn, es sei vielleicht ratsam, sich bei den Nachbarn zu erkundigen, ob sie etwas wußten. Ein ganzes Haus konnte nicht restlos leergeräumt werden, ohne dass es jemandem auffiel. Bei Bertelsmanns, die im Haus nebenan wohnten, läutete er Sturm, doch niemand öffnete. War hier etwa auch alles leer und verwaist? Nein, er hörte die Stimmen mehrerer Leute, die sich offenbar hinter dem Haus aufhielten. Im Garten stand eine Gruppe Menschen um etwas herum. Einer hatte ein Beil in der Hand. Am Boden schien etwas Dunkles zu liegen. Man ließ Konrad nicht näher herankommen, Frau Bertelsmann fing ihn ab. Nun vollends verunsichert, brachte er stammelnd sein Anliegen vor. Frau Bertelsmann sagte weiter nichts dazu als: “Ja, glauben Sie vielleicht, das wäre die einzige Besonderheit, die sich hier ereignet hat?” Sie öffnete den Mund und zeigte Konrad, dass Haare darin wuchsen. Etwa fünf bis sieben Millimeter lange schwarze Borsten sprossen aus Zahnfleisch und Schleimhäuten. Konrad konnte nur staunen, wie sehr sich alles in diesem einen Jahr verändert hatte.