Deutsche Sicherheitskräfte sind weltweit beliebt als Ausbilder. Nicht nur seit 1979 in Libyen, sondern auch in China und Usbekistan. Aber was lehren sie überhaupt dort? TITANIC hat sich von einem BKA-Mann die Stundenpläne zeigen und einen Tag erläutern lassen:

  • 6.00 Uhr – 8.00 Uhr: Frühsport. „Die konnten in Libyen teilweise ja nicht mal Rad fahren und schwimmen. Das ist aber wichtig, falls mal so ein Krimineller durch ein Schwimmbad flüchtet.“
  • 08.05 Uhr – 10.00 Uhr: Medienstudien I. „Wir haben meist erst mehrere ‚Tatort‘-Folgen angeschaut und durchgesprochen. Die kannten ja nur den ‚Alten‘ und ‚Derrick‘, in Usbekistan noch nicht mal das. Bienzle kam übrigens nirgendwo gut an. Aber das Problem haben wir nun nicht mehr.“
  • 10.05 Uhr – 12.00 Uhr: Sprachtraining. „Als wir uns die Begriffe ‚Freund‘ und ‚Helfer‘ übersetzen ließen, mußten die fünf Minuten lachen. Wir aber auch. Dann kamen wir zu den wichtigen Sachen: ‚Verdachtsunabhängige Kontrolle‘, ‚Halt, stehenbleiben!‘, ‚So nicht, Freundchen!‘ und ‚Beamtenbeleidigung‘.“
  • 13.00 Uhr – 15.00 Uhr: Medienstudien II. „Z.B. Good Cop, Bad Cop lernen mit SOKO Wismar. In China kannten die etwa nur Worse Cop, Worst Cop. Zur Aufheiterung gibt’s aber auch mal eine Runde ‚Toto&Harry‘. Damit man sieht, wie man sich verhält, wenn eine Kamera in der Nähe ist.“
  • 15.05 Uhr – 17.00 Uhr: Ermittlungstaktiken. „Manches mal mußten wir sogar ‚links blinken, rechts abbiegen‘ beibringen. Die Usbeken haben dafür sogar eigens Autos konfisziert. Schade, daß die Blinker nicht funktionierten. An manchen Orten konnten wir die Stunden aber auch kürzen. Da fiel dann meist ‚Folterverbot umgehen‘ weg – weil die ja gar keins haben.“