Familienminister: Josef “Nasty Joe” Fritzl Qualifikation: Fritzl ist mit 89 Jahren im besten Alter, steht für traditionelle Familienwerte und hat seine Durchsetzungsfähigkeit über einen langen Zeitraum eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Er gilt als Hardliner, der für seine Überzeugungen und Ziele notfalls auch persönliche Risiken in Kauf nimmt und keiner Konfrontation aus dem Wege geht. Josef Fritzl, im politischen Washington auch “Nasty Joe” genannt, ist in der Lage, auch schwere, manchmal schmerzvolle Entscheidungen zu treffen und hat sich als Mann mit Weitblick profiliert, der nicht in 4-Jahres-Zyklen denkt, sondern eine langfristige Agenda verfolgt. Er schuftete jahrelang für einen Stahlkonzern, konstruierte Betonrohre für den Tiefbau, geriet wegen Petitessen mit den Behörden in Schwierigkeiten und machte sich schließlich in der Gastronomie selbstständig. Amerika liebt solche Typen. Dass Fritzl genauso wie Trump von einer ideologisch motivierten Justiz gegängelt und schikaniert wurde und wird, dürfte die Solidarität und Sympathie des President-elect erfahren haben und könnte – neben der unstrittigen Kompetenz und Eignung für das Amt – letztlich den Ausschlag für Fritzls Ernennung gegeben haben. Aufgaben: In einem immer älter werdenden Land (Jahrgang 1776) steht Fritzl mit seiner Biografie als Role Model für eine Familienpolitik, die konsequent auf Fruchtbarkeit und Fortpflanzung, auf Kinder und Enkelkinder setzt und welche die negative demographische Entwicklung umzukehren in der Lage sein könnte. Als eine seiner Hauptaufgaben in der kommenden Legislatur sieht Fritzl auch die Stärkung des Eigenheims. In den USA, wo das eigene Häuschen wie kein zweites für Freiheit und den Schutz vor staatlichem Zugriff steht, konnte Fritzl mit seinen impulsiven Wahlkampfreden, die diese Werte bis aufs Blut zu verteidigen versprachen, naturgemäß reüssieren. Jeder Bürger habe das Recht auf sein privates kleines Glück in den eigenen vier Wänden und sei niemandem eine Rechenschaft darüber schuldig, so Fritzl Anfang des Monats vor begeisterten Anhängern in Amstetten (Alaska). Der künftige Hausherr im Ministerium für Familie und Gedöns, wie die offizielle Amtsbezeichnung lautet, will insbesondere das Modell des 3-Generationen-Hauses fördern, das den familiären Zusammenhalt stärke und außerdem eine ökonomische Entlastung darstelle in einer Zeit, in der die Mieten explodieren und Wohnraum entsprechend knapp ist. Ein weiteres wichtiges Projekt, für Fritzl ein echtes Herzensanliegen, ist die Einführung des Kindergeldes in den USA, die sogenannte “Fritzl Child Patronage”. Wer sieben Kinder in die Welt setzt und damit die demographische Entwicklung begünstigt, müsse davon auch anständig leben können. Sympathische Schrulle: Fritzl wird zwar weithin geschätzt und gefürchtet für seinen schwarzen Humor und seinen mitunter grenzwertigen Mutterwitz, geht zum Lachen aber in den Keller. Gesundheitsminister: Robert F. Kennedy Jr. Qualifikation: Ist bekennender Impfgegner, verbreitet Verschwörungserzählungen und hat in einem heroischen Kampf den Schweinebandwurm besiegt, der “in mein Gehirn eingedrungen war, einen Teil davon gefressen hatte und dann starb”, wie die New York Times Kennedy zitierte. Zum Glück fraß der Wurm ausschließlich solche Teile seines Gehirns, die für rationales Denken verantwortlich sind, was einerseits zum Hungertod des Wurms führte und andererseits Trump endgültig davon überzeugte, Kennedy zu seinem Gesundheitsminister zu machen (und nicht Martin Shkreli, der auch im Rennen war). Aufgaben: Zuverlässige Verbreitung von Desinformation, seine guten Kontakte zu rechtsextremen Politikern (z. B. Trump) nutzen, Impfungen generell verbieten, rationales Denken in seiner Behörde verhindern und Trump mit Hilfe von Globuli immunisieren gegen weitere Attentate. Er hat sich nie verziehen, dass John F. Kennedy starb, weil er, Robert F. Kennedy Jr., als damals Neunjähriger seinen Onkel nicht mit derselben Methode behandelte, weil er jung war und naiv und blind der Mainstream-Medizin vertraute. Ganz oben auf Kennedys Agenda steht aber die landesweite Ausrottung von den Schweinebandwürmern, die solche Teile des Gehirns fressen, die für irrationales Denken verantwortlich sind. Sympathische Schrulle: Er trägt gerne tote Tiere mit sich herum, um sie hernach zu verspeisen. So nahm er einmal einen toten Wal vom Strand mit nach Hause und lagerte ihn in seiner Kühltruhe (25 qm). Im Jahr 2014 trug er einen toten Schwarzbären in den Central Park und legte ihn dort ab, weil er aus terminlichen Gründen nicht dazu kam, dem Bären das Fell abzuziehen und das Fleisch zu kühlen. (Quelle: Wikipedia) Minister für Arbeit und Soziales: Charles Montgomery “Monty” Burns Qualifikation: Burns ist wie Trump und Fritzl im besten Alter und wird wahrscheinlich die Legislatur überleben. Im Vergleich zu einigen anderen Ministern im Kabinett ist er ein armer Schlucker, aber als Milliardär reich genug, um nicht auf Bestechungsgeld angewiesen zu sein. Nehmen würde er es freilich trotzdem. Burns lehnt den Sozialstaat und Gewerkschaften ab, eine Grundvoraussetzung für den Job unter Trump. Er besitzt nachweislich einen SS-Ausweis, hat für die Nationalsozialisten gearbeitet (Quelle: Wikipedia) und ist also ideologisch gefestigt genug für das Amt. Dass er auf seine alten Tage noch einmal für Faschisten arbeiten darf, ist ein absoluter Glücksfall für ihn und dürfte ihn zusätzlich motivieren. Für seine Kritiker ist Burns zwar ein rücksichtsloser und bösartiger Mann, gilt aber als der mit Abstand integerste Minister in Trumps Regierung. Charles Montgomery Burns, von Parteifreunden meist nur “Monty” genannt, wird in wichtigen Fragen von seinem loyalen Staatssekretär Waylon Smithers beraten, der ihn zuverlässig brieft, wenn es um neumodische Entwicklungen geht wie etwa die Abschaffung der Sklaverei. Aufgaben: Burns’ Hauptaufgabe wird die rigorose Durchsetzung von Trumps sozialpolitischer “Agenda 47” sein. Das Gleichstellungsdekret “Executive Order 13985”, das Rassengerechtigkeit, die Unterstützung unterversorgter Gemeinschaften, die gerechte Bereitstellung von Ressourcen und Vorteilen für alle Bürger*innen und letztlich Chancengleichheit ermöglichen soll und noch von Biden stammt, soll zum Wohle des amerikanischen Volkes so schnell wie möglich aufgehoben werden. Zudem ist ein dauerhaftes Verbot von Investitionen in sozial-relevante Bereiche, in Renten und Altersvorsorgekonten geplant, das allerdings per Präsidialerlass verhängt werden wird. So kann Burns auch mal ausschlafen und sich erholen, er wirkt ja so gebrechlich, so fragil, wie man in Frankreich sagt. Für die Deportation von Obdachlosen sollte seine Kraft aber schon reichen, die sind ja geschwächt durch ihre selbstverschuldete Alkohol- und Drogensucht. Ein weiteres Vorhaben in Trumps Agenda ist nämlich die Internierung von Obdachlosen in Zeltlagern außerhalb der Ortschaften. Bei Zuwiderhandlung geht’s ins Gefängnis. So ist für alle Bevölkerungsschichten gesorgt und der sozialen Fürsorgepflicht ist Genüge getan. Sympathische Schrulle: Burns stand noch nie wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht und hat bisher, soweit bekannt ist, noch keine Frau vergewaltigt. In Trumps Kabinett ist er damit der Einzige. Trump hat ihn allerdings dazu ermuntert, nach Amtsantritt und geschützt durch den Machtapparat endlich gleichzuziehen, er stehe sonst vor den anderen Jungs wie eine Schwuchtel dar. David Schuh Beitragsnavigation Werbeunterbrechung Fakt vs. Frage