Das Arschloch vom Hudson Schon als kleines Kind haßte Chesley Sullenberger Enten. Er schlug regelmäßig auf seine Stoffente ein, schredderte Donald-Duck-Hefte und spielte in der Badewanne lieber mit seinen Flugzeugmodellen. Damals war „Chelsey“ sein Spitzname – wegen seines weibischen Getues (nah am Wasser gebaut). Doch die kleine Heulsuse rächte sich, auch weil er nicht ins Football-Team seiner Universität, die „Purdue Gooses“, aufgenommen wurde: Von nun an verabscheut er alles Geflügel und macht es sich zum Ziel, als Pilot den „Drecksviechern“ zu zeigen, wer der Herr im Luftraum ist. Kein Zufall also, daß er am 15. Januar die Gelegenheit nutze und einen zufällig vorbeiziehenden Schwarm Zugvögel „mitnahm“. Den Verlust beider Triebwerke nahm er dabei gerne in Kauf. „Ich dachte in dem Moment einfach: Wozu habe ich die ganzen Segelflugstunden gemacht?“ Das soll er jedenfalls seiner Frau unmittelbar nach dem Unglück gesimst haben. Eigentlich hätte es locker bis zum nächsten Flughafen gereicht, aber dann kam ihm aber die Idee mit der Wasserlandung. Jetzt ist er der Held, der er schon immer sein wollte. Eine Art Günther Jauch des Sturzflugs: Everybodys Darling, augenzwinkernd souverän und scheinbar seriös, in Wirklichkeit aber ein selbstsüchtiger Irrer: Nachdem alle Passagiere evakuiert waren, ging Sullenberger noch zweimal durch die Kabine des Airbus, um aus den zurückgelassenen Taschen die Wertgegenstände zu entwenden. Pfui Teufel! Beitragsnavigation Was will der Wurm Conficker wirklich? Widerstand gegen den Widerstand