Zwischen Nius und Neutralität Julia Klöckner klöcknert wieder. Die Ex-Weinkönigin und derzeitige Bundestagskönigin führt ihr hartes Fashionregiment fort und verwehrt dem Mitarbeiter eines SPD-Abgeordneten den Zutritt zum Bundestag. Der Grund: ein T-Shirt, das mit dem Schriftzug »Antifa-Allstars« versehen ist. Für derlei Querulanten heißt es inzwischen schlicht: Wir müssen draußen bleiben. »Am späten Vormittag dieses Juli-Tags sei sein Mitarbeiter an der Pforte des Paul-Löbe-Hauses des Bundestags aufgehalten worden«, schreibt die Taz. Klöckner hat sich nun mal, wir hatten das bereits an dieser Stelle, ganz der Neutralität verschrieben. Kein Wunder also ihr ebenfalls in dieser Woche bekannt gewordenes Liebesglück mit Jörg Pilawa, jener fleischgewordenen Neutralität, die die Nation seit Jahr und Tag mit strahlendem Schwiegersohnlächeln in den wohlverdienten sanft-debilen Quizshow-Schlummer versetzt. So geht das eben und wie gut, dass passend zum Sommerloch noch ein wenig Glamour-Gossip für unsereins abfällt. Derweil kann Klöckner dann auch zum Sommerempfang der Koblenzer CDU in den Räumen der CompuGroup Medical antanzen. Einem Unternehmen, gegründet von Frank Gotthardt, dem Mann hinter der Populismusschleuder Nius. Dem Portal, das sich vorgenommen hat, Klöckners Union mit Dauerbrennpunkt-Stimmung und Live-Hetze in Richtung AfD zu treiben. Zumindest jene Teile, die sich nicht ohnehin schon und aus freien Stücken zu ihr hinbewegen. Irgendwann ist eben offenbar auch mal gut mit der Neutralität. Wo und wann, das weiß, wie man sieht, allein Julia Klöckner zu beurteilen. Und wer weiß, vielleicht gibt es das seligmachende Pilawa-Lächeln fortan sogar auch auf Nius zu sehen? Wer ist an allem schuld? A,B, C oder D? Beitragsnavigation Eugen Egners »Gift gibt Kraft« Neulich im Beichtstuhl