“Liebe Eltern, ich stehe mitten auf der Straße,  
und die Hose hinter mir kann jeden Augenblick  
explodieren.”

 

Versuch, den Text “Der Notfall erfordert alles” abzutippen  

Große Angst trieb einen Mann namens Hark um, ihm löste sich vor Bänglichkeit der innere Mensch total auf. Deshalb riet ihm sein Therapeut zum Verzehr kleiner Törtchen mit dem Titel „Seid fröhlich in eurer Angst“. Doch diese Törtchen waren nirgendwo zu bekommen, wurden nicht mehr hergestellt, waren aus dem Bewußtsein der Menschen verschwunden. Wie Harks Therapeut in Hypnose aussagte, war dafür Derealisierungs-Plundergebäck verantwortlich, das eine Konkurrenzfirma in Umlauf gebracht hatte, und durch dessen Genuß das kulturelle Körperbild besagter Törtchen aus dem sensorischen Rindenfeld der Käuferschaft gelöscht wurde. Selbst in Harks Stammcafé leugnete man die Existenz des verordneten Therapeutikums. Um sich Mut zu machen, bestellte Hark Sahnetorten und geistige Getränke. Es wurde spät. Die Stunde der Evakuierung schlug. Gerade als Hark noch einmal zur Toilette gegangen war, traf der Rettungshubschrauber ein. Man vergaß ihn und flog ohne ihn ab. Vollkommen allein mußte er hinaus in die Nacht und versuchen, lebend heimzufinden. Weil es als Zufluchtsort endgültig ausgedient hatte, duckte sich das Café und sprang in einen masseleeren, raumleeren, zeitleeren Nicht-Raum. In seiner Angst sprang Hark hinterher, ohne das Café aber einholen zu können. Er landete am Straßenrand und stieß einen seltsamen Schrei aus. Da sah er, wie ein Radfahrer, ein älterer Mann, mit dem Vorderreifen in eine Straßenbahnschiene geriet. Ein Passant rief:
„Ein Junge läßt einen Drachen steigen!“
„Sie irren“, antwortete Hark. Indessen stürzte der Radfahrer aufs Straßenpflaster wie Regen oder Orangen.  
„Der muß zum Puppendoktor“, war der Kommentar eines anderen Passanten. Hark lief voller Hilfsbereitschaft zu dem Gestürzten, ohne die Schuhe zu verlieren. Aber nicht sofort, er nahm zuerst Anlauf. Aus der Mitte eines kleinen Restaurants kam er hervorgaloppiert:
„Unfall! Hier kommt Hilfe, Gott sei gepriesen!“
Ganz unten am Boden, gleich neben dem noch zitternden Fahrrad, lag der Verunglückte. Es gingen keinerlei Strahlen von ihm aus, aber er roch nach Schaden. Hark konnte sich nicht entscheiden, wie er ihn ansprechen sollte.  „Sind Sie geschwächt?“ hörte er sich fragen. „Wie spät ist es ?“ oder „Wie heißt du?“ wäre noch dümmer gewesen. Glücklicherweise war der Radfahrer nicht verletzt. Hark half ihm auf die Beine, die der Mann dann ruckartig bewegte. Er begann, das Fahrrad zu treten.  
‚Hoffentlich sind die Schläfenlappen in Ordnung’, dachte Hark.
„Danke, Fremder“, sprach der Mann mit rauher Stimme. „Ihr habt mir das Leben gerettet. Hier ist meine Karte.“
Auf der Visitenkarte stand:
Mechaniker, der
„Sie sind der Mechaniker?“ fragte Hark ungläubig.  

(Mehr war leider nicht möglich; Versuch fehlgeschlagen.)