Vor die Neuwahl hat der Herrgott die Weihnacht gesetzt. Doch wie feiern unsere Kanzlerkandidat*innen das höchste Fest der Christenheit? TITANIC spannt durchs Schlüsselloch. Familie Scholz aus Potsdam (bei Berlin) Politisch unkorrekte Witze über Brechmittel (“aka Saskia Esken”), Gewerkschaften oder Kevin Kühnerts Schnurrbart? Im Hause des Kanzlers gibt es an Heiligabend keine Sprechverbote. Genauso wenig wie eine vegetarische Alternative zur ollen Weihnachtsbockwurst, selbst im Kartoffelsalat sind Speck und Hering. Die Kinder Sven und Pia essen nur Plätzchen und hernach einen Veggie-Burger beim örtlichen McDonald’s, ihre Eltern genießen derweil die Ruhe ohne die Blagen und lesen selig Sachbücher. In der Casa Scholz ist es notabene gute Sitte, dass Papa Olaf während der Raunächte im Badezimmer übernachtet und die Gesellschaft des Silvesterkarpfens genießt. Familie Merz aus Arnsberg (Sauerland) CDU-Chef Merz schenkt seiner Tochter heuer Periodenhandschuhe: “Damit ist es nicht so eklig, Mutti findet’s auch gut!” Dann liest er eine Stunde lang die Weihnachtskarten von Blackrock, Rheinmetall und “Ein Herz für Kinder”. Hierbei muss der Rest der Familie still sitzen, niemand darf einen Mucks von sich geben. Ehefrau Charlotte kontrolliert penibel die Einhaltung der Vorschriften. Sobald alle Kinder und Enkel im Bett sind (21:00 Uhr), zeigt der Patriarch sein wahres Gesicht: Privat ist er eine richtige Drecksau! Neben einem Rabattgutschein von Dildoking für wiederholte Großbestellungen (bis zu 35 cm) schenkt er seiner treuen Gattin überdies neue Spitzenunterwäsche, die ihm hervorragend steht. Nachdem sie wie üblich genau zwölf Minuten in exakt sieben verschiedenen Stellungen miteinander “gepoppt” haben, darf die entgeistert dreinblickende Dienerschar endlich Potthucke und Knochenwurst servieren. Familie Weidel aus Einsiedeln (Kanton Schwyz, Deutschschweiz) Alice Weidel und ihre Sarah verschlingen Käsefondue, Schüfeli und massenweise Toblerone. Als Weidels Ehefrau aus Versehen die Silbe “innen” verwendet (es geht um das Netflix-Special von Hella von Sinnen) rastet die AfD-Chefin aus und droht damit, hinkünftig in Deutschland leben zu wollen. Die Situation entschärft sich erst, als “Kult-Schweizerin” Hazel Brugger und “das Mastermind hinter Kult-Schweizerin Hazel Brugger” (Thomas Spitzer über Thomas Spitzer) eintreffen, um ein Podcast-Interview fürs Frühjahr zu projektieren. Schöner Nebeneffekt: Die beiden Comedysuperstars (“Who the fuck is Alice, verstehen Sie, Frau Weidel?”) können die Feiertage unter dem Dach der Politikerin verbringen, welches im Gegensatz zu ihrem eigenen wasserdicht ist. Stichwort: Pfusch am Bau. Familie Habeck aus Flensburg (fast Dänemark) “Wir machen es uns zu Weihnachten hyggelig!” sagt ein gut gelaunter Wirtschaftsminister in Richtung Ringlicht, dann ruft sein Social-Media-Manager Ronny von Altenbockum “Cut!” – Robert Habeck hat sich in die Hand geschnitten, ein typischer Küchenunfall. Seit anderthalb Monaten wird “aus Kitchensettings live gegangen”. Habecks Ehefrau Andrea Paluch wartet mit den Kindern im Esszimmer, während der Vater nach kurzer Notversorgung, nun mit dem “Kanzlerera”-Armband am unverletzten Handgelenk, den nächsten Take angeht. Man hört die vier Söhne leise fluchen, dank ihrer bilingualen Ausbildung teilweise auf Dänisch: “Hej, fukk de Vadder, ej!” Familie Wagenknecht aus Merzig (Saarland) Welch ein Jahr liegt hinter Sahra Wagenknecht! Auf die Letzt hat sie Zeit, zur Ruhe zu kommen. Diese gönnt ihr einer genauso wenig wie den Erfolg: Oskar Lafontaine. Der überkritische Altlinke findet immer ein Haar in der Suppe, meist ist es lang und schwarz. Doch warum gibt es anstatt eines Festessens diese vermaledeite Suppe? Es ist ein Statement gegen “die da oben”. Die Eheleute haben sich schriftlich – die beiden kommunizieren ausschließlich per Rohrpost, da die vielen Gänge der barocken Villa zu verwirrend für den greisen “Lafo” geworden sind – auf sämig gekochte Etzesupp geeinigt. Dies darf als kleines Weihnachtswunder gelten, da Sahra eigentlich russische Frikadellensuppe kredenzen wollte, Oskar dies aber “aus Gründen” (Eifersucht auf den deutlich virileren Wladimir Putin) mit Sanktionsandrohungen zu verhindern wusste. Martin Weidauer Beitragsnavigation Auf den letzten Drücker! TITANIC-Sicherheitscheck: Wie gefährlich sind Ärzte?