30 Pflanzen in sieben Tagen. Die »30 Plants Challenge« soll einen gesunden Darm garantieren, denn »die Abwechslung der Ballaststoffe ist das Entscheidende« (tagesschau.de). Food-Experte SEBASTIAN MASCHUW hat sich hingegen eines anderen Trends angenommen, der gerade die Mittagstische heimsucht. 30 Sorten Fleisch in einer Woche. Wir begleiten ihn bei seiner Totalverrohung. Ich halte mich für einen modernen Mann. Einen von den Guten. Als andere Pubertierende Wrestling schauten, da fragte ich mich: Warum können die nicht öfter die Frauen neben dem Ring zeigen? Als in »The Human Centipede« zwei Frauen und ein Asiate mit den Mündern an den Anus des Vordermannes operiert wurden, wurde mir schlecht, weil ich wusste, wie wenige Frauen an diesem Drehbuch mitgearbeitet hatten. Wenn Frauen sprechen, dann höre ich ihnen zu, bevor ich sie unterbreche. Im Fitnessstudio spiele ich laut Taylor Swift, und Pornofilme schaue ich nur, wenn sie den Bechdel-Test bestehen. Nicht weil ich als moderner Mann oder als etwas Besseres gesehen werden will. Sondern weil ich es einfach bin. Als man mich also auf eine neue Challenge ansprach, reagierte ich erst freudig. Was hatte man sich für mich ausgedacht? »Zähle 20 talentierte und tolle Comediennes in einer Minute auf!«? Als mir nur eine große Kühltasche überreicht wurde, stutzte ich also erst mal. Darin fand ich Tupperdosen und Tüten mit Tiefgefrorenem, fein säuberlich gekennzeichnet, und eine Erklärung des Chefredakteurs. 30 Sorten Fleisch in einer Woche? Wäre nicht eine Virginia Woolf x Sally Rooney FLINTA-Lesekreis-Challenge eher etwas für mich? So viel Fleisch zu essen, das war doch was für Macker wie Andrew Tate oder diesen rechtsradikalen, schleimigen Widerling von Instagram. Markus Söder … Den ganzen Artikel lesen Sie nur im Oktoberheft (als Print, PDF oder in der App). Beitragsnavigation Eugen Egners »Gift gibt Kraft« Auf den Frieden wetten