Immer mehr Studien belegen die positive Wirkung von Kunst und Kultur auf Menschen mit psychischen Erkrankungen. Eine gute Nachricht für die gesamte TITANIC-Redaktion! In Berlin gibt es bereits Museumsbesuche auf Rezept.

Doch welches Œuvre hilft gegen welche Beschwerden? Und wann sollte man sich doch einfach zusammenreißen und nicht so anstellen, anstatt sofort ins Museum zu rennen?

PABLO PICASSOS »GUERNICA«

Aufgerissene Augen, expressive Münder, lebendige Gestik – die Figuren auf diesem Ölgemälde sind voller Leben. Außerdem gehen sie mal raus an die frische Luft, kommen unter Leute, erleben gemeinsam etwas. Ein gutes Vorbild für depressive Menschen, die sich dieses Bild laut ihrem Arzt oder Apotheker mindestens einmal wöchentlich für 30 Minuten zu Gemüte führen sollten.

FRANCISCO DE GOYAS »SATURN VERSCHLINGT SEINEN SOHN«

Im Prado wimmelt es momentan von Leuten im Pyjama und mit einer Schlafmütze auf dem Kopf, eine Kerze in der linken Hand. Der Grund: Alle Spanier*innen mit Schlafstörungen erhalten die Pinturas Negras auf Rezept. Führende Psycholog*innen hoffen, dass den Insomniker*innen einfach irgendwann die Augen zufallen, damit sie das Grauen nicht mehr sehen müssen.

JOSEPH BEUYS’ »FETTECKE«

Wäre er nicht von Tataren gefunden, mit Fett eingerieben und in Filz gewickelt worden, wäre Beuys bei seinem Flugzeugabsturz im Zweiten Weltkrieg laut Eigenaussage wohl gestorben. Um dem lipiden Element zu huldigen, schuf er seinen Butterwinkel – der hoffentlich allen Menschen, die an Anorexia nervosa leiden, eine wichtige Moral vermittelt: Fett braucht es zum Überleben, also bitte einmal kräftig zulangen, bevor es ranzig wird und vom Hausmeister entfernt werden muss.

 

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