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Spieltheorie für den Hausgebrauch

admin

Für ihre Forschung auf dem Gebiet der Spieltheorie erhielt entweder Leonid Hurwicz, Eric S. Maskin oder Roger B. Myerson den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften – die drei würfeln zur Zeit noch um die Auszeichnung. Nun fragen sich die Verbraucher: wie kann die Spieltheorie auch mein verkorkstes Leben aufhübschen?

  • Spieltheorie und Gesellschaft: Begreift man politische Konflikte als Brettspiel, wird alles gleich viel flacher, so Roger B. Myerson. Wenn etwa die Lokführer gegen Bahnchef Mehdorn spielen, sind bei gleichem Einsatz und gleichem Startkapital schon mal die Würfel gezinkt, und Mehdorn startet mit einem Hotel am Nordbahnhof. Myerson empfiehlt dem Verlierer einer solchen Partie, entweder zu schummeln „oder gleich den Tisch umzuwerfen, verdammt.“
  • Onlinespieltheorie: Nach einer in Fachkreisen umstrittenen Theorie von L33tKAISER pwned bei Warcraft ein auf Frost geskillter Mage einfach alle, sogar einen Shadowpriest mit T5-Ausrüstung. Leonid Hurwicz zum selben Thema: „Ja, kann sein. Wie bitte?!“
  • Rumspieltheorie: Wenn alle anderen Spiele schon ausgespielt sind, sollte man laut Myerson anfangen, an sich rumzuspielen (sog. Solitair-Theorem) – bei minimalem manuellen Einsatz und sich wiederholender Taktik erreicht der Rumspieler dabei blitzschnell ein voll befriedigendes Nash-Gleichgewicht, so der schmutzige alte Mann
  • Lotto spielen: Eric Maskin verrät TITANIC-Lesern exklusiv, wie man immer im Lotto gewinnt: „Wenden Sie einfach die Normaldarstellung eines Gefangenendilemmas auf das Strategieprofil des klassischen Tit-for-Tat-Prinzips an. Sobald eine ausreichende Teilspielperfektheit erreicht ist, verwenden Sie Ihr Pokerface, um beide Hütchenspieler in eine Fidelmühle zu sperren, schachmatt, gewonnen!“

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