Der neue Bericht des UN-Winterhilfswerks UNICEF offenbart schockierende Zustände: Noch immer leiden Tausende von UNICEF-Botschaftern vor allem in der ersten Welt unter zu weitreichenden Verpflichtungen, vollen Terminkalendern und undurchsichtigen Spesenregelungen. Mindestens fünf UNICEF-Sondergesandte seien im letzten Jahr in zu langen Schlangen vorm Buffet an Unterernährung gestorben, zwei weitere durch unmenschliche Festansprachen zu Tode gequält worden. Außerdem seien die Strukturen von UNICEF immer noch nicht intransparent genug, der Spendenfluß könne immer noch zu leicht nachverfolgt werden – “dadurch dauert es im Notfall viel zu lange, bis die Gelder bei denen ankommen, die sie am dringendsten wollen”, so der Bericht. Nach dem Ausscheiden von Heide Simonis sei es außerdem unmöglich geworden, alle Verantwortlichen des krisengeschüttelten Konzerns unter einen (geschmacklosen) Hut zu bringen.