Inhalt der Printausgabe

DIDDANIC Kult

Megastark, edelgoudafein und dufteklötig:

Die Diddl-Maus wird 30

Für manche bedeutete sie die Welt, andere hätten sie lieber am Galgen statt am Eastpak-Rucksack baumeln sehen. Nichts polarisiert so sehr wie sie: die Diddl-Maus aus der Überschrift. Die Kultmaus, die besonders die Kids und Pärchen der 90er und 2000er begeisterte, hat Geburtstag. Sie wird 30, die Diddl-Maus.

Es ist 2020 und Nadja Sandra ist 32 Jahre alt. Sie lebt in einem Reihenhaus in Bremerhaven und empfängt uns an der Haustür, von der aus es direkt in den Keller geht. Im Internet ist sie gelistet als der größte Diddlfan (www.nadjasandragroessterdiddlfan.de). »Willkommen in der Käsehöhle!« sagt sie, als wir hinter ihr die Stufen hinabsteigen. Was meint sie wohl damit? Der Keller wirkt trist. Findet sie, dass es stinkt? Geht! Doch dann sind wir an ihrem Abteil angekommen. Sie schließt es auf. »Willkommen in der Käsehöhle!« sagt sie jetzt noch einmal, wohl begreifend, dass es vorhin auf den Stufen noch zu früh für die Ankündigung gewesen ist. Wir ­staunen nicht schlecht. Uns blendet fast, was wir da sehen. Pink, blau, lila, gelb und viele andere Farben durchfluten den erschreckend großen Raum. Er ist voller Diddl-Produkte. Da sind Kuscheltiere, Rucksäcke, Bettwäsche, Poster, Geschirr, Regenschirme, eine Druckerverpackung (nicht von Diddl) und vieles mehr (von Diddl). »Bitte nichts einstecken«, sagt unsere Gastgeberin, kurz bevor wir etwas einstecken wollen. 

Nadja Sandra ist eine ganz normale Person. Es gibt in Deutschland unzählige Menschen wie sie. Unzählige Menschen mit ­Tausenden Diddl-Artikeln im Keller. Unzählige ­Menschen in Reihenhäusern. In der zweiten Klasse habe sie angefangen mit dem Sammeln: »Erst mal die Postkarten.« Doch dann war sie schnell angefixt. Den Wettbewerb unter den Klassenkameraden beschreibt sie mit: »Es wurde ein regelrechter Wettbewerb.« Und Diddl ließ einen nie im Stich. Produkte gab es satt. »Wir kamen bald gar nicht mehr hinterher«, seufzt Nadja Sandra, »wir sammelten ja alles in Ordnern … Die Regale waren bald voll, wir hatten zu Hause irgendwann eine eigene Diddl-Bibliothek, mussten anbauen ... Die Blöcke, die Postkarten, die Tüten, die Sticker… Die Blöcke … So viele Blöcke …« Sie wird ohnmächtig.

Ricottatoll: So fing das alles einmal an

Thomas Goletz, der Erfinder der Diddl-Maus, ist nicht besonders redselig. Er gibt kaum Interviews. Jedes Interview, das man mit ihm findet, enthält die Aussage, dass er das eigentlich nicht macht. Und das hat einen guten Grund. Er ist einfach nicht besonders interessant. Relativ interessant ist aber die Geschichte seiner Diddl. 

Aus dem Archiv von Nadja Sandra: Wie die Diddl zu ihrem Namen kam (Recherchefrage: Wie kam Nadja Sandra zu dem Zettel?)

Aufgewachsen ist Goletz in Karlstadt. Oder »Käsestadt«, wie er den Stadtnamen kreativ umwandelt. Weil Mäuse gern Käse essen, und Diddl ist eine Maus. Er verrät uns im Interview, wie das alles anfing. Nachdem er das Abitur am Dreikäsehochkönigsgymnasium absolviert hatte, zog er weg von seinen Eltern Hartkäsewig und Kästin Goletz (geborene Gorgonzola). Er mietete sich eine kleine Bude, »meine erste kleine Käsefabrik«, und arbeitete dort als Grafiker. »Dann musste ich allerdings wieder ausziehen, meine Wohnung hatte Schimmel.«

Wir haken ein: »Wollen Sie da nicht vielleicht noch mal … also, das Wort Schimmel ist ja …«

Goletz scheint unkonzentriert: »Hä, wieso?«

»Na ja, … Sie wissen schon … Schimmelkäse!« schlagen wir vor. 

»Verstehe ich nicht.«

Es ist also 1990. Ein junger Mensch sitzt in seiner neuen Bude und möchte mit seiner Kreativität die Welt verändern. Doch auch Thomas Goletz hat Pläne. Er zeichnet so vor sich hin. »Am Anfang waren es einfach diese ausgemalten Kästchen vom karierten Papier. Dann Strichmännel. Schließlich dachte ich, wie lustig es wäre, wenn die Strichmännel große Füße hätten. Ich habe in der Zeit viel gekifft.« Dann ging alles ganz schnell: »Große Ohren waren meine nächste Idee … Dann ein Körper. Und dann war es halt eine Maus.« Und wie kam es zum Namen? »Das kam irgendwie so zustande, Diddl klang einfach halloumigut.«

Die Produktpalette wurde schnell erweitert, und die Diddl zierte bald auch Tassen, Handyhüllen, Coffee-to-go-Becher, Boxershorts, Umzugskisten, Teller, Stifte, Obst, Lampen, Tische, Sofas, Häuser, BHs, Schaufel und Besen, Backpapier, Aschenbecher, Kleiderbügel, Verdichtungsringe, Werkzeugkästen, diese kleinen Schrauben von Brillen, Uhren, Zigarettenpackungen und Blöcke. In Klassenzimmern und Tauschbörsen wurde getauscht und verkauft, der Sammlerwert einzelner Produkte stieg ins Unermessliche. Bisweilen war die Diddl erfolgreicher als Mickey Mouse, die Rolling Stones und Bundeskanzler Helmut Kohl. Sie wurde um die Jahrtausendwende in 598 Ländern vertrieben. In China heißt die Diddl zum Beispiel Diddo, in England Theddl, in Frankreich »Mousse au fromage«, nur in Japan hatte sie keine Chance. Der weltweite Umsatz betrug im Jahre 2000 2,9 Billionen. Allerdings noch in Mark. Der Präsident von Nauru (Ozeanien – Mikronesien) hat 2004 eine Diddl-Büste errichten lassen. Es ist die größte freistehende Diddl-Büste der Welt.

Auf die Frage, ob es unmoralisch sei, Kinder finanziell derart auszunehmen, winkt Goletz ab: »Es war letztlich wie das, was man heute als Crowdfunding bezeichnet. Kinder bezahlen Geld, das mir zugute kommt, dafür gebe ich ihnen neue Produkte, deren Erlöse mir wieder zugute kommen.« Er lebt heute in einem Käsepalast an der Hamburger Elbe und beschäftigt mittlerweile 234 571 Menschen.

Die fetale Sache mit Diddlina und das hartkäsetotgeschwiegene Kapitel der Diddl

Shitshala, die Papiersesseltaube

Schnell bekam Diddl Freunde, um die Produktpalette zu vervielfachen. Aus den Rippen der Diddl schuf Goletz bereits 1991 Diddlina, »eine Idee meiner Frau Thomasina Goletzina«, wie er mal in einem seiner zahlreichen Interviews verriet. Weitere Figuren waren Kitschkatsch, die kauka­sische Weinbumsschnecke, Gurlhom, der Torpedo­strumpfdelfin, Pömpl, das Pömpltier, Schmiltis, die südostafrikanische Knutsch­­wurm­amöbe, Shitshala, die Papiersesseltaube und Bufftata, das Wechselbad-Tigermädchen. Verworfene Figuren waren Kumsargs, das Schwanzpanzerkätzchen, Miggl, der Hund, und Schnaddog, der Zitronenvater.

Doch auch andere Kapitel des Käseblattes bleiben bis heute unaufgeschlagen. Einmal in der Popkultur angekommen, wurde Goletz übermütig. Die Partys wurden groß wie einst die Diddl­ohren, die ­Drogen stärker, und die Löchersberger Käse­limonade lief in Strömen. Erkennen konnte man das an der Space-Edition der Diddlpost­karten von 1999. Die meist blau-lilafarbenen ­Hinter­gründe und Sprüche wie »Viele Grüße aus der Ferne« oder »Kann nicht einschlafen ohne Dich« werden heute von Kunstkennern als psychedelische Meilensteine der 90er-Popästhetik gefeiert, doch dahinter steckt ein trauriger Absturz.

Emmentalertraurig: Zurück zu Nadja Sandra

»Die Community war eigentlich das Wichtigste«, erklärt sie, noch etwas benommen. Doch es gab auch traurige Momente. Einmal verlor sie eine Brieffreundin im großen Blöckestreit von 1999, weil diese »Ich habe dich lieb« auf ein Papier eines seltenen Diddl-Blockes geschrieben hatte. »Das war das Fieseste, was mir jemals jemand angetan hat.« Nadja Sandra hat wirklich alles von damals aufgehoben und bewohnt aus diesem Grunde noch weitere Reihenhäuser in der Straße. »Hier ist noch eine Kiste mit persönlichen Diddl-Erinnerungen.« Darin befinden sich die Einkaufszettel der Diddl-Beschaffungen, die Fahrkarten, die sie für die Fahrten zum Karstadt benutzte, je eine Haarsträhne und ein Finger- oder Fußnagel von den Tagen der Einkäufe, viele leere Diddl-Freundebücher sowie die einstweilige Verfügung von Goletz.

Die Zeichnung der damals 11jährigen Manuela Pätsch, die Thomas Goletz wegen Urheberrechtsverletzung 2002 verklagte. Pätsch zahlt bis heute die 150 000 Euro ab.

Über 4 360 882 verschiedene Produkte gab es im Laufe der Jahrzehnte. Das kann man sich natürlich nicht alles leisten. »Klar, ich musste Abstriche machen«, sagt Nadja Sandra, die nach ihrer Schätzung im Laufe ihres Fanlebens nur 4 360 764 Artikel erstanden hat. »Mir fehlt zum Beispiel etwa ein Sechstel der Verlängerungskabel-Edition von 2002. Falls das jemand liest und mir da aushelfen kann, würde ich mich freuen! Ich könnte zum Beispiel tauschen gegen ein paar Marmorkacheln von 2007. Da habe ich einige doppelt. Das wäre wirklich parmesantastisch!«

Und was ist mit Diddl? Die Altenburger ziegenkäsegeile Maus schaut jetzt in die Zukunft. So plant Goletz zum Beispiel, bald auf ­Facebook zu gehen. Die Kam­pagne einer Hamburger Werbeagentur mit neuen Käsewörtern steht angeblich auch schon in den Emmentalerstart­löchern.

Paula Irmschler

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 German Genetic Schweinezuchtverband Baden-Württemberg e.V.!

Dass Du auf den »Wunsch vieler Betriebe nach ruhigen und umgänglichen Tieren mit der Möglichkeit zur Langschwanzaufzucht« reagiert hast und seit März 2020 »in den Stationen der Besamungsunion Schwein (BuS) den GENTLEMAN-Eber« anbietest, finden wir saugut. Denn wenn es eins gibt, was noch wichtiger ist als »Ruhe im Stall«, dann ja wohl die »Unversehrtheit von Schwänzen«!

Zumindest den kleinen Ferkeln von Titanic

 Du, Deutsch-Rapper Aykut Anhan aka »Haftbefehl«,

Du, Deutsch-Rapper Aykut Anhan aka »Haftbefehl«,

hast Dich von einigen Deiner früheren Tracks losgesagt. Im Spiegel-Interview gibst Du Dich als geläuterter Anhänger eines verschwörungstheoretischen, antisemitisch konnotierten Weltbildes aus: »Ich habe über Chemtrails gerappt. Ich habe auch über die Rothschilds gerappt. In Anführungsstrichen, weil ich damals nicht überzeugt von diesen Dingen war. Ich war jung und wirklich noch auf der Straße unterwegs. Auf der Suche nach irgendwas. Eine verlorene Seele. Mittlerweile sehe ich das ganz anders.« Nämlich so: »Ich war ja selber mal Verschwörungstheoretiker, in Anführungsstrichen, aber, ganz ehrlich: Corona, das gibt’s.«

Das gibt’s doch gar nicht! Gratulation zu dieser Erkenntnis! Aber ganz ehrlich? Als Du damals auf Deinem 2015er-Album »Unzensiert« kreisende »Chemtrails« und die »Rothschild-Theorie« besprechsangst, warst Du mit 30 Jahren schon nicht mehr ganz so jung und bereits öfter in den Mainstream-Charts als auf der Straße unterwegs. Von Deinem Imagewandel von der verlorenen Seele auf der Suche nach irgendetwas zum schwarzen Schlafschaf sind wir heute dennoch überzeugt. In Anführungsstrichen. »Weiter so!«

»Deine« Titanic

 Annegret Kramp-Karrenbauer!

Das RND konfrontierte Sie mit folgender Frage: »Höhere Rüstungsausgaben sind nicht gerade populär in Deutschland. Sind Sie bereit, die Forderungen zu erfüllen?« Darauf Sie u.a.: »Wenn wir sicher und in Wohlstand leben wollen, müssen wir in unsere Sicherheit investieren.«

Die Frage, die sich nun aber ganz Deutschland stellt, lautet: Wer schützt uns bei der nächsten Wahl vor Ihnen? Die SPD? Die Grünen? Die FDP?

Dieses Land ist dem Untergang geweiht, weiß Titanic

 Hendrik Munsberg (»SZ«)!

»Zur politischen Klugheit gehört aber auch diese Einsicht: Die ökonomischen Folgen der Pandemie und die enormen Staatsschulden werden sich nicht beseitigen lassen, indem der Staat nur darauf setzt, von Reich zu Arm umzuverteilen. Unverzichtbar ist in den nächsten Jahren ein möglichst hohes Wirtschaftswachstum. Das aber erfordert es, besonders die produktiven Kräfte im Land zu stärken«, statt bloß die unproduktiven Armen, den Ausschuss, ja Abschaum – es muss einmal gesagt werden. Und wird es darum immer wieder, zumal von politisch allerklügsten Köpfen, die für ihren armseligen Antibolschewismus auch wirklich schon genug Geld bekommen.

Eine Einsicht Ihrer produktiven Kräfte von Titanic

 Bitte lächeln, Paparazzi!

»Schwere Zeiten für Promi-Fotografen«, heißt es ebenda in der SZ, weil ja auch Prominente zu Hause bleiben beziehungsweise Maske tragen müssen und dann von Euch nicht erkannt werden. Hoffentlich beschwert Ihr Euch deshalb bald bei der Regierung, denn zu gerne läsen wir die Schlagzeile: »Paparazzi protestieren: Maßnahmen greifen zu sehr ins Privatleben ein!«

Sagt mal »Cheese«: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ausgeplaudert

»Ich schlurfe gerade in die Eckkneipe, grüße die Bardame und schnipse nach dem ersten Schnaps …« Zahllose Geschichten, ob aus den Fächern Poetry Slam, Lesebühne oder Hochliteratur, fangen genau so an. Doch Obacht: Glauben Sie das nicht! Es sind Scharlatane und Scharlataninnen, die ihre arglosen LeserInnen trickreich hinters Licht führen. Die AutorInnen hocken, während sie ihre Texte schreiben, ja alle gerade am heimischen Schreibtisch, im Schein ihrer Louis-Poulsen-Designerlampe, und checken zwischendurch ihre Hello-Fresh-Aktien. Nur das mit dem Saufen stimmt.

Ella Carina Werner

 Kohlerischer Anfall

Manchmal bin ich so wütend, dass ich am liebsten irgendwas kaputtmachen will, aber mit Gegenständen zu werfen ist mir zu anstrengend. Deswegen kaufe ich einfach Gemüse und koche es so lange, bis die Vitamine zerstört sind.

Loreen Bauer

 Psychologischer Lifehack

Wirklich erstaunlich oft finde ich auf der Straße Eincentstücke, die ja bekanntlich Glück bringen. Da ich davon aber schon so viel habe, lasse ich sie meist liegen für Passanten, denen das Leben weniger freundlich gesonnen ist. Bei der Vorstellung, wie das gramgebeugte Mütterchen oder der trübsinnige Nerd hinter mir den kleinen Kupferling aufhebt und sich freut, wird mir jedes Mal ganz warm ums Herz! Das Beste daran ist jedoch, dass ich damit meine gute Tat des Tages getan habe und den Rest der Zeit ganz entspannt einfach das sein kann, was ich bin: ein egozentrisches Arschloch.

Katharina Greve

 Kopfgeld

Als die Friseure nach monatelangem Lockdown endlich wieder öffnen durften, habe ich noch circa drei Wochen zugewartet, bis ich mich dann aufraffen konnte hinzugehen. Einmal, um den ersten Ansturm zu umgehen, andererseits aber auch, weil ich zu meiner anfänglichen Freude entdeckt hatte, dass meine Treuekarte bereits randvoll war. Ich dachte, wenn ich da direkt nach der langen Durststrecke des Kappers direkt nach der Öffnung freudestrahlend meinen Gratisschnitt geltend mache, reißen die mir direkt den Kopf ab! Obwohl: Dann hätte ich mir über so etwas in Zukunft ja auch keinen Kopf mehr machen müssen, und Geld gespart hätte es dann obendrein!

Burkhard Niehues

 Dienstleistermentalität

So, wie man zu viel Salz nicht mit der gleichen Menge Zucker neutralisieren kann, kann man Respektlos-behandelt-Werden nicht dadurch neutralisieren, dass man Geld dafür bekommt. Dann ist das Leben zu salzig und zu süß zur gleichen Zeit.

Teja Fischer

Vermischtes

Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUROliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURStephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!
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    Über Stefan Gärtners "Terrorsprache" schreiben das Neue Deutschland und die Taz.

Titanic unterwegs
17.05.2021 Berlin, Berliner Ensemble Martin Sonneborn mit Gregor Gysi
29.05.2021 Radio, WDR 5 Ella Carina Werner
30.05.2021 München, Volkstheater Max Goldt