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Laut Testament ein Fest am End
von Jürgen Miedl

Es wurde sein Begräbnis
zum richtigen Erlebnis,
zwar nicht für ihn, doch für uns, die ihn kannten.  

Die Grabinschrift: vergoldet.
Die Redner: gut besoldet.  
Nur deshalb nannten sie ihn „den Brillanten“.  

Fünf DJs auf Emporen
samt Laserprojektoren
beschallten uns mit „My Way“-Varianten.  

Die neue Gruft war prächtig
und das Buffet sehr mächtig.
„All You Can Eat“ für Beileids-Gratulanten.  

Ihn schmückte Goldgeschmeide.
Sein Anzug war aus Seide
mit Knöpfen aus geschliffnen Diamanten.  

Bequem lag seine Leiche
im Luxus-Sarg aus Eiche,
getragen von trainierten Elefanten.  

Er wollte so begraben
ein letztes Späßchen haben,
denn zahlen mussten all das wir Verwandten.