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Vorstufe zu einem Cartoon in TITANIC (Juni 2026)


Verabredung zum Pinselkaufen (3. Teil)

Beim Betreten desselben wurden wir Zeugen einer Szene. Der Inhaber brüllte einen seiner Buchhaltungsangestellten an, ab sofort sollten die ausgehenden Rechungen fortlaufend numeriert werden. Das Finanzamt habe jedes Recht der Welt, dies zu verlangen, und wer sich solcher Anordnung widersetze, stelle sich gegen Gott. Dann wurde der Inhaber auf uns und auf mich im besonderen aufmerksam. „Sie hier, im Pinselgeschäft?“ fragte er.
„Ja“, antwortete ich, „das Bedürfnis, Pinsel zu kaufen, ist sehr stark.“
Ich solle mir das Pinselkaufen nur nicht so leicht vorstellen, warnte mich der Händler, mit meinen schwachen Nerven ginge ich da ein beträchtliches Risiko ein. Hier mischte sich der große, schwere Mann an meiner Seite mutwillig ins Gespräch und erzählte von einer Verwandten, die nur einmal monatlich Stuhlgang hätte und jedesmal beteuere, das sei schwerer als Kinderkriegen. „So schwer wird das Pinselkaufen schon nicht sein“, schloss mein Begleiter lachend.
Der Händler musterte ihn mit giftigem Blick und erwiderte: „Ich muss wahnsinnig sein, dass ich Neurastheniker und Verrückte in meinen Laden lasse.“ Im nächsten Augenblick war er türknallend in seinem Büro verschwunden. Davon unbeeindruckt, kaufte ich sodann Pinsel, wie es mir beliebte und erforderlich erschien. Es zeigte sich, dass ich stark genug war.
Im Pinselgeschäft gab es neuerdings auch Kaffee, belegte Brötchen sowie große, schwere Steine, die in einem Hinterzimmer aufgeschichtet lagen. Der Mann, mit dem ich unterwegs war, wollte die Steine gern alle kaufen, musste sich vorher jedoch mit Kaffee und belegten Brötchen stärken. Ich sah ihm dabei zu. Um seine Nahrung aufzunehmen, öffnete er wiederholt den Mund, und jedesmal fielen verschieden große Metallplatten heraus. Ein Arzt hätte da bei ihm „eine Kleinigkeit geändert“, erklärte er mir.

(Applaus)