Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2007


Bekanntes Problem

Der Vorschlag meiner Freundin, unser Sexleben ab und an mit einer Runde Strip-Poker aufzufrischen, gefällt mir zwar ganz gut, wird wohl aber daran scheitern, daß ich mich einfach nicht dazu motivieren kann, mir etwas anzuziehen.

Sascha Dornhöfer

Test

Ein Freund von mir behauptete, daß ja wohl jeder Schwachsinn ungefiltert in der hier vorliegenden Rubrik gedruckt würde. Ich widersprach und meinte, daß die meisten Beiträge doch ausgewählt ­lustig und/oder tiefsinnig seien. Dies ist nun der Test, und Sie können dabeisein: Wenn Sie dies hier nicht lesen, dann ­hatte ich recht.

Rolf Karez

Haushaltstip

Es heißt ja, kurze Haare seien praktischer als lange, da man mit ihnen weniger ­Arbeit habe. Dabei wird jedoch gerne über­sehen, daß man die Wollmäuse unter seinem Bett leichter und schneller einsammeln kann, wenn sie von vielen langen Haaren zusam­mengehalten werden.

Maik Tändler

Versuch zum Dialog der Kulturen (4)

In der Nacht vom 13. auf den 14. September am Tresen in einer Bar.

A: Prosit Neujahr!

B: Was?

A: Heute ist jüdisches Neujahr!

B: Heute?

A: Ja, nach dem jüdischen Kalender ist heute Rosch ha-Schana, das Neujahrsfest der Juden!

B: Mitten im September. Kein Wunder, daß die keiner leiden kann.

Dialog gescheitert.

Heiko Werning

Aua

Wenn man so alt ist wie ich, also Mitte... naja, sagen wir mal Ende... (falls man, frei nach Dorothy Parker, all die verregneten Wochenenden mitrechnet), wenn man also bereits ziemlich lange mit diesem und jenem Aua unterwegs gewesen ist, dann kann man den Service, den ­Ärzte bieten, recht gut beurteilen. Beziehungsweise schlecht beurteilen. In St. Pauli befindet sich eine Ambulanz, die ich einmal nachts aufsuchte, weil ich meine Schulter verrenkt hatte. In St. Pauli wird man ja normalerweise mit Sachen konfrontiert, die es sonst nur im Fernsehen gibt. Der junge Arzt – Ärzte sind jetzt immer jünger als ich, genau wie ­Politiker, Busfahrer und potentielle Liebhaber – haute mir derart auf die Schulter, daß mir ein nicht druckreifer Aufschrei entfuhr. »Nana, Frau Müller«, sagte er väterlich zu mir, »jetzt müssen wir uns wohl den Mund mit ­Seife auswaschen!« So was hatte ich zuletzt gehört, als ich sieben war; ich glaube, in einem Dieter-Borsche-Film.

Überhaupt kann ich es nicht leiden, wenn der Herr Doktor einen behandelt, als hätte man nicht alle Tassen im Schrank, und auf Nachfragen, was man denn nun wirklich habe, antwortet: »Da machen Sie sich mal keinen Kopf drum!« Mach ich wohl! Deshalb gucke ich auch immer in meiner Patientenkarte nach, wenn er mal kurz rausgeht. Meistens klappt das, nur bei Dr. S. nicht, bei dem ich früher verkehrte und der inzwischen pensioniert ist. Er war mal in russischer Kriegsgefangenschaft und hatte Russisch sowohl sprechen als auch schreiben gelernt. Und trug seine Bemerkungen in kyrillischer Schrift ein. Das mag ja noch angehen, aber er schrieb in Spiegelschrift. Sein Nachfolger muß noch dümmer aus der Wäsche geguckt haben als ich.

Fanny Müller

Qual der Wahl

Auf seinen nicht allzu sportlichen Untersatz angesprochen, erklärte mein Freund Thomas, daß er neulich derart unelegant und schmerzhaft vom Fahrrad gefallen sei, daß er nur die Wahl gehabt habe, entweder mit dem Saufen aufzuhören oder sich halt ein Damenrad anzuschaffen.

Christoph Virchow

Zur Evolution der Drosophila

Ich befürchte, meine Ernährungsgewohnheiten haben den Fruchtfliegen in meiner Wohnung zu einem Evolutionssprung verholfen. Sie gehen neuerdings auch auf die Vitamintabletten.

Volker Surmann

Die Vergangenheit ist nicht tot, sie schläft nur

Unsere Welt ist ständigen Veränderungen unterworfen. Die Requisiteure von Film, Fernsehen und Theater, die häufig genug eine frühere Epoche detailliert nachbilden müssen, können ein Liedchen davon singen: Schwupps! erscheint eine Zeitung von einem Tag zum anderen als Tabloid, und schon hat man ein Problem mehr bei der Rekonstruktion der Vergangenheit. Da trifft es sich, daß ich über eine erkleck­liche Sammlung an Tageszeitungen verfüge. Wenn vielleicht in ein paar Jahren auch die Rheinpfalz im Kleinformat erscheint, wird so mancher froh sein, wenn er die wertvollen alten Ausgaben zur Hand hat. Diesen Schatz könnte ich interessierten Lesern zum Schnäppchenpreis zur Verfügung stellen! Ansonsten Ebay.

Harald Mühlbeyer

Fremde Länder

Wenn ich in exotische Länder reise und mich mein Magen in ein Restaurant zwingt, ich aber noch nicht weiß, ob mir das einheimische Essen mundet, gehe ich stets zu McDonald’s. Hier weiß ich von vornherein, was ich bekomme und daß es mir nicht schmeckt.

David Sowka

Freizeitplanung

Der Wecker hat eben geklingelt, ich quäle mich aus dem Bett, und die Freundin fragt schnurrend: »Was machen wir denn Schönes heute abend?«

»Weiß nicht.«

»Toll! Und danach?«

Marcel Vega

Verzichtsethik

Beim schweren Mitternachtsmahl – in Olivenöl ertränkte Riesenbohnen mit getrockneten Tomaten und kaltem Braten – wieder einmal die geschmeidige Natur meines protestantischen Gewissens beobachten können. Die zweite, naturgemäß etwas kleinere Portion nämlich vor mir selbst damit gerechtfertigt, daß ich sie überhaupt nur esse, um nicht aus lauter unterdrücktem Hunger eine halbe Stunde später zu einem sehr viel größeren Nachschlag gezwungen zu sein. Und mich für diese gelungene Übung in eiserner Disziplin sogleich freudig mit einer großzügigen dritten Portion belohnt.

Mark-Stefan Tietze

Wirtschaftsprognose

Wenn in China gefertigte Produkte weiterhin so oft zurückgerufen werden müssen, liegen sie bald wie Blei in den Regalen!

Dominik Mauer

Gerechtigkeit?

Ist es Strafe genug, wenn man mit einem »Presse«-Button, gut sichtbar auf Brusthöhe befestigt, durch die ­Säle laufen muß und dabei natürlich für das Arschloch von der Lokalzeitung gehalten wird, nur weil man wieder mal mit seinem geradezu ­erschlichenen Presseausweis Museums­eintritt sparen wollte? Bei mir jedenfalls hat’s gewirkt.

Florian Haymann

Gute Tat

Manchmal, wenn ich etwas Zeit habe, an meine Mitmenschen zu denken, gebe ich erfundene Bankdaten in falsche Bank­internetseiten ein – Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude!

Jonas Haas

Up to date

War gestern im Koffer-Shop und habe mir einen Koffer to go gekauft. Geht aber auch nicht mehr rein.

Daniel Völpel

Neulich im ICE

durch Norddeutschland gereist. Die ­dritte Stunde schon unterwegs im Abteil für mich allein. Die eintönige Landschaft immer wieder bestückt mit nahen und fernen Rinder­herden. Freundlich an meinen Jungen gedacht, der häufig vor mir steht und ein bestätigendes Muuuhhh verlangt, wenn er ein solches Tier in seinen Bilderbüchern entdeckt hat. Wehmütig also durch die Scheibe des dahineilenden Abteils die gefleckten Viecher betrachtet und ihnen dann in ihrer Sprache Grüße zugerufen. Nicht gleich den richtigen Ton getroffen, aber nun – zum Üben war ja Zeit.

Nach ungefähr fünf Minuten ein Rumoren im Nachbarabteil. Dessen Tür ­öffnete sich geräuschvoll. Eine Dame – etwa in den Sechzigern und sorgfältig frisiert – blickte um die Ecke und durchdrang mich mit ihrem prüfenden Blick. Das dauerte eine unendliche Sekunde, während derer mein Gesicht zu glühen begann. Ihr Kopf verschwand, und die Abteiltür ­nebenan rumpelte wieder zu. Kurzes Stimmengewirr dort, und dann klopfte es an die ­Abteilwand. Eine strenge Stimme ver­langte: »Bitte auch einmal ein leiseres Tier versuchen!« O wäre der Zug doch nur durch eine Landschaft mit Karpfenteichen gerollt!

Holger Christoph

Ich hab’s

Es brauchte zwei Jahre intensiven Zuhörens, Mitschreibens und Auswertens, aber jetzt bin ich mir sicher: Ich weiß, was das jugendsprachliche »Digger« zu bedeuten hat! Einfacher geht’s gar nicht: Es ersetzt das Komma! Achten Sie mal drauf!

Hans Kantereit

Fachfrage

Als wir vor einiger Zeit mit unserer ­Nichte meinen Bruder in seiner Plattenbauwohnung besuchen wollten, fragte die Kleine angesichts des Gebäudes: »In welchem Fach wohnt denn der Onkel eigentlich?«

Uwe Geishendorf

Monokelhämatom

Als ich kürzlich gegen vier Uhr morgens trunken von Küssen meine Beißerchen reinigen wollte, muß ich beim Versuch, die von der Bürste gestürzte Paste mit der Zunge aus dem Waschbecken zu angeln, mit meiner linken Augenbraue den einigermaßen fest verankerten Wasserhahn ein gutes Stück nach rechts geschoben haben. Seitdem weiß ich zuverlässig, daß ein Monokelhämatom keineswegs nur Folge robust verhandelter Meinungsverschiedenheiten ist.

Christof Goddemeier

Nichtraucherterror

Seit meine Freundin nicht mehr raucht, verdrücke ich mich zum Qualmen auf den Balkon. Kaum habe ich mir eine angesteckt, steht sie neben mir, fängt an zu hüsteln, verzieht angewidert die ­Schnute und kämpft mit wild rudernden Armen gegen den Qualm an. Morgen rauche ich auf dem Dach, das wird ihr zu beschwerlich sein.

Uwe Becker

Salzstangen

Die in einigen Gaststätten mittlerweile gern und kostenlos gereichten Salz­stangen sollen wohl das Verlangen nach mehr ­Getränken anfachen. Ich möchte einfach immer nur noch mehr Salzstangen.

Thomas Tonn

Was bleibt von George Tabori?

Den einen die Erinnerung an den großen alten Mann des deutschen Theaters, mir die Anekdote eines Freundes, der den schon sehr Greisen interviewte. Während des Gesprächs mümmelte Tabori an ­einem Bounty herum. Irgendwann hatte er offen­bar genug gemümmelt und fragte den Journalisten, ob er den Rest vielleicht aufessen wolle. Was der nach einem kurzen Ringen zwischen einerseits Ekel vor dem angebissenen Riegel, andererseits Respekt vor Alter und Lebensleistung dann auch tapfer tat.

Steffen Brück

Neulich im Fastfood-Restaurant

»Nehmen wir die Potato Wedges?«

»Keine Ahnung, wie heißen die denn auf deutsch?«

»Country Potatoes.«

Bernhard Löwenberg

Errare humanum est

Vor den Augen der ­Hartz-IV-­Kontrolleure, die zu einem unangekündigten Besuch vorbeigekommen waren, trieben meine Freundin und ich es nach sage und ­schreibe zwölf Jahren zum ersten Mal wieder wild auf dem Küchentisch. ­Unserer Hypo­these zufolge würde man deshalb übereinkommen müssen, daß es sich bei uns nicht um eine eheähnliche Gemeinschaft handeln könne.

Niklas Hughes

Nicht gewürdigt

Da verkauft man mehrere tausend CDs pro Woche und bekommt in der Öffentlichkeit keinerlei Aufmerksamkeit. Dabei ist so ein Job an der Media-Markt-Kasse gar nicht so leicht, wie viele denken.

Lukas Lohmer

Zusammenstoß der Zivilisationen

Letzte Woche fuhr ich mit meinem guten Freund Tom auf die Hochzeit zweier ­netter Freunde nach Berlin. Außer uns waren fast nur Einheimische dort. Einer ­fragte uns: »Kommt ihr ooch aus Berlin?« Ich antwortete: »Selbstverständlich nicht. Schau uns doch bitte mal an! Wir sind frisch gewaschen und gut gekleidet!« Worauf Tom eilends nachschob: »Und wir haben ­Frisuren!«

Moses Wolff

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Universitätsstadt Göttingen,

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

 Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

 Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

 Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

 Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 G’schichtsstund’n

Ja mei, hört’s halt zu, ihr Hundskrüppel! D’ Junge Union wurd’ bereits 1947 gegründet, auch hier bei uns in Bayern. Die Sach’n ist aber die – des wissen heutzutag’ nur die wenigsten! –, dass die »JU« im Freistaat zwischenzeitlich einmal anders hieß, und zwar von Anfang der 60er bis in die frühen 70er Jahre. Als Franz Josef Strauß selig nämlich 1961 endlich zum Vorsitzenden der Christsozialen g’wählt war, nannten sich die jungen CSUler fortan nur noch »Franz Josef Boys«. Erst ein Jahrzehnt später wurde diese Umbenennung wieder z’rückg’nommen, nämlich aus diesen beiden Gründen: Erstens wollt’ man nicht in Verbindung g’setzt werden mit dem damals aufstrebenden Düsseldorfer Kunstverbrecher Joseph Beuys. Und zwoatens sahen sich d’ »Franz Josef Boys« durch die umstrittene Einführung des bayerischen Frauenwahlrechts im Jahr 1968 gezwungen, auch Weiber, also quasi »Girls« mitmachen zu lassen. So endete auch dieses rühmliche Kapitel bayerischer Geschichte, gell?

Moritz Hürtgen

 Logisch

Wie nennt man es, wenn die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Sachverhalt an zentraler Stelle beantwortet sind? – Das Themengebiet wurde weitgehend FAQiert.

Tina Manske

 Hat der

eigene Zynismus schon eine pathologische Stufe erreicht, wenn man im Tagesschau-Corona-Liveblog erst die Meldung liest: »UN: Zahl der Hungernden ist in der Pandemie gestiegen«, dann direkt darunter: »Gastgewerbe leidet nach Lockdown unter Personalmangel« und als Reaktion auf beides denkt: »Kein Wunder«?

Andreas Braune

 Geladen

Während eines nächtlichen Sommergewitters gerieten meine Freundin und ich unlängst in der Fensterfrage aneinander. Sie habe Angst vor Kugelblitzen, sagte sie, hätte es daher gerne geschlossen, ich hingegen, entgegnete ich, hätte zwar generell Verständnis für irrationale Ängste, aber doch nicht bei Treibhaustemperaturen im Zimmer. Nach einigem Hin und Her war sie dann schließlich doch von der Unsinnigkeit ihrer Angst überzeugt. Bei all der negativen Energie, die ich ausstrahlte, sagte sie, sei es schon sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Blitz ausgerechnet in meiner Nähe entladen würde. Geht doch.

Fabian Lichter

 Wir Kinder vom Bahnhof ZOB

Im Rahmen der Bundesinitiative für gleichwertige Lebensverhältnisse soll auch in Filmförderung in strukturschwachen Regionen investiert werden. Erstes Projekt: ein weiteres Remake des Klassikers »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«, das diesmal jedoch die Jugend-Drogenszene in ländlichen Gebieten thematisieren soll. Titel siehe oben.

Julia Mateus

Vermischtes

Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 22.07.:

    In der Taz nimmt Stefan Gärtner Abschied von Mitte.

  • 16.07.:

    Moritz Hürtgen schreibt in der Taz über Entpolitisierung durch Hypnose.

  • 02.07.:

    Die Volksstimme fasst zusammen, was ein TITANIC-Titel in Michael Wendlers Kopf auslöste.

  • 30.06.:

    Im Spiegel-Interview (hinter der Bezahlschranke) lobt Otto Waalkes die TITANIC.

  • 29.06.:

    Zum 15. Todestag Robert Gernhardts widmet NDR Kultur dem TITANIC-Mitbegründer ein Audio-Feature.

Titanic unterwegs
30.07.2021 Potsdam, Freiland Thomas Gsella
30.07.2021 Heilbronn, Literaturhaus Oliver Maria Schmitt
31.07.2021 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella und Pit Knorr
01.08.2021 Frankfurt, Jahrhunderthalle Sommerwiese Das große TITANIC-Sommerfest