Er ist bekannt geworden mit Büchern wie »In 80 Frauen um die Welt« und »Die Reise zum Tiefpunkt der ARD«, um ein Haar wäre er sogar der Neue bei »Titel, Thesen, Temperamente« geworden. Thilo Mischke über alte Meister, junge Dinger und darüber, wie man Kultur wieder sexy machen kann Thilo, ursprünglich solltest du der neue Moderator bei »ttt« werden – wie kam das zustande? Wie das so oft ist, gab es über Max Moor ein paar unschöne Gerüchte, die sich hinterher leider – für ihn zumindest – als wahr herausstellten. Ich will da jetzt auch nicht lästern wie so eine kleine Bitch, nur so viel: Er hatte noch nie einen Tripper. Oha. Jetzt bist du auch weg vom Fenster, nach Kritik u. a. an deinem Buch. Schade, dabei war die Idee gut. Junge Typen zurück vom Darknet zu Dürer zu holen. Da muss man anders denken, breitbeiniger. Kultur muss sexy sein, roh, das ist seit der Steinzeit so, wenn man mal genauer überlegt. Wie macht man denn Kultur wieder sexy? Also die Kultur muss sich da auch selbst mal locker machen, wenn du mich fragst. Einfach mal Brille runter, Haare schütteln, Lippen anfeuchten und weg von dem Mauerblümchen-Image. Das wäre zumindest mal ein Anfang. Dann lenkt sie auch mal wieder die Blicke auf sich. Um es mal mit einem geilen Bild zu sagen. Wie würdest du deinen Kulturbegriff beschreiben? Ich finde vor allem, Kultur muss für jeden da sein. Nicht nur für die heiße, gut betuchte und gut gealterte Milf Mitte 30, die wie ein Panther grazil um die Exponate schleicht, mit diesem Blick, der genau weiß, was er will, sondern auch für die jungen Dinger, die von Kultur noch vollkommen unberührt sind, ganz fresh also. Und die Bros? Kommen die nun trotzdem wie erhofft zu »ttt«? Das steht jetzt leider in den Sternen. Man müsste was Heißes machen. Mit NFTs, KI-Kunst und Memes. Wenn die den Mut dazu haben. Na dann herzlichen Dank, Thilo Mischke. Da war’s schon? Kurz, aber geil, warum nicht, ich steh drauf (lacht). Beitragsnavigation Powersätze für die Bundestagswahl Müters Söhne #44