Meine Damen und Herren, eine Straße ohne Autos ist wie eine Dame ohne Unterleib: Da kommt der Verkehr schnell zum Erliegen. So einen Bockmist könnte ich auf keinen Fall schreiben, sagt mir meine aufgebrachte Sekretärin da gerade. Aha. So weit sind wir also auch schon, dass man in Deutschland aufpassen muss, was man für einen Stuss von sich gibt. Jetzt ist sie pfeilgrad zur Tür hinaus und ich muss hier von heute an, wie es ausschaut, selber abtippen, was ich den lieben langen Tag in mein iPhone diktiere. Ja, sauber. Als hätt’ ein Söder-Markus nichts Besseres zu tun, als eigenhändig Brieflein zu verfassen. Da kommt man sich ja vor wie der Omid Nouripour (grüne Verbotspartei), der mir ja gerade selber ein Manifest hat zukommen lassen. Der Spiegel hat’s sicherheitshalber auch gleich bekommen. Weil er das Drama liebt wie jeder Grüne, der Omid, muss man in Hamburg mitlesen, was ihm auf dem Herzen liegt. Und weil er zwischen Autohass und erhobenem Zeigefinger plötzlich seine Poetenseele entdeckt hat. Ja, so ein Schmarren. Daher jetzt also mein Frontalangriff über dieses Medium. Omid – da schaust, gell? Bitte: Im Spiel mit den Medien macht mir doch so ein zweitrangiger Grüner nun wirklich überhaupt nichts vor. Der Bratwurstkönig von Instagram braucht keinen Spiegel. Das Internet ist wie mein Vorgarten: Allmählich wird’s trist und braun. Quatsch, ich meine: Da beweg ich mich wie ein prächtiger Goldfisch im Teich, schling mir meine Brotzeit rein vor aller Welt und blubber doch um Himmels willen, wie mir neulich auf einmal der Kinnbart gewachsen ist. Ein jeder tut halt, was er kann. Deshalb an dieser Stelle noch einmal für alle zum Mitlesen: Die Grünen sind autofeindlich und der Bleifuß auf der Bremse dieses Landes. Und weil der Omid ein so armes Würschterl ist, ess’ ich das nächste halt auf ihn. Mahlzeit, Omid. Dein Markus »Nur für Gäste« – die neue Kolumne von Ghostwriter Fabian Lichter. Nur bei TITANIC! Beitragsnavigation Eugen Egners »Gift gibt Kraft« THE ART OF THE HEAL (aus dem Septemberheft)