Sind Sie immer noch ein nachdenklicher Tierfreund mit ständigen Geldsorgen, der gerne ausschläft? Auweia! Ihre Persönlichkeit ist ja vollkommen veraltet! War vielleicht mal in den Achtzigern oder letzte Woche originell! Der TITANIC-Typberater sagt: No, no, triple no! In dieser Woche trägt man eine ausgefranste Mittelschichtspersönlichkeit mit punky Charakterfehlern. Der Grundtypus ist der „charmante Pechvogel“. Frauen ergänzen das mit einem Helfersyndrom in den Tönungen „Trulla“ oder „Schwatzliesel“, Männer punkten mit einer kleinen posttraumatischen Belastungsstörung. Als Farbtupfer passen dazu politische Überzeugungen von Mitte links bis Mittelscheitel, die aber nicht überakzentuiert werden. Bei Partys oder öffentlichen Anlässen kann man sie zwar hervorholen und stolz herumzeigen; sie sollten allerdings auf die diffusen Krankheitsängste abgestimmt sein, die Sie noch von der letzten Saison her mitnehmen. Privat tragen Sie eine Charaktermaske als leistungswilliger Tausendsassa mit einem Hang zum Hedonismus; wer es bequemer mag, kann sich auch als geiziger Gernegroß mit Putzfimmel präsentieren. Um nicht overdressed zu wirken, sollten Sie sich dann aber auch eine leichte Dyskalkulie oder ein paar fixe Ideen zulegen. Wer modisch etwas wagen will, entwickelt schrille Spleens wie erotisches Abenteurertum oder einen heimlichen Haß auf Ausländer. Achtung: Beide werden nicht offen getragen, sondern sollten nur ein wenig aus der Fassadenpersönlichkeit frech hervorlugen – und Lust auf mehr machen… Retro-Charakterzüge wie Großzügigkeit gegenüber Freunden und Grausamkeit gegenüber Feinden sind in dieser Woche völlig deplaziert, taugen höchstens als ironisches Zitat. Accessoires wie Belesenheit, eine gewisse Naivität in Beziehungsdingen und ein geschicktes Händchen für Drogenmißbrauch runden die Trendpersönlichkeit ab. Beitragsnavigation Das senden die anderen Wer jetzt nicht abonniert, hat’s wohl nicht nötig! UPDATE