Am Schlagzeug


In Erwartung der beruflichen Zukunft (2. Teil)

In angenehmer, ruhiger Atmosphäre unterhielten wir uns ungestört über alles mögliche. Dabei erfuhr ich, es sei im Gespräch, mich künftig bei einer Tarnversion des im Geheimen operierenden Unternehmens unterzubringen, dessen Angestellte wir waren. Daß es unter dem Deckmantel einer Haarkosmetikfirma agierte, wußte ich bereits, doch nun vertraute mir die Chefsekretärin an, auch die Vorspiegelung eines Straßenbauamts gehöre zur Geschäftspraxis. “Vielleicht werden Sie sogar alternierend in beiden Varianten eingesetzt”, meinte sie. Ihre Andeutungen beunruhigten mich, doch mehr konnte oder wollte sie nicht dazu sagen.
Nur wenige Tage später geschah es dann, daß ich, als ich sie wieder besuchen wollte, in ihrem Büro eine völlig fremde, unsympathische Frau antraf. Überrascht äußerte ich, zu wem ich eigentlich wollte. Darauf erwiderte die Fremde: “Das bin ich. Was wünschen Sie?” Nun war auch die Chefsekretärin ausgewechselt worden! Diese Erkenntnis ließ mich die riesigen Leerräume zwischen den Atomen spüren. Der Boden unter meinen Füßen schien nachzugeben. Ich fürchtete, ohnmächtig zu werden. Mit letzter Kraft verließ ich das Büro und schleppte mich zu meiner Wohnung. Dem Dienst blieb ich danach fern. Im Bett liegend, wartete ich auf meine Versetzung. Vielleicht war ich auch schon gegen eine fremde Person ausgetauscht worden?