Rochade, rochade: Die Schach-WM 2008 im eigenen Land geht vielleicht diese Woche schon wieder zu Ende, und kaum wer hat was davon mitbekommen! Hier die bisher wichtigsten Ereignisse, für Sie notiert: Schachspieler sind gar nicht so langweilig und unsexy – Weltmeister Anand (Indien) und Kramnik (Rußland) haben richtig durchtrainierte Schachbrett-Bäuche Die beiden ach-so-schlauen Finalisten sind eigentlich doch ganz schön leicht zu durchschauen: Anand ändert seine Mannschaftsaufstellung praktisch nie (tritt z.B. immer mit zwei Türmen an), Kramniks rechter Läufer fliegt meist schon vor Spielende vom Feld (weil er Gegner geschlagen hat) Auch 2008 wurde wieder gedopt ohne Ende: Nach seinem Sieg vom Montag wurden bei Anand verbotene chemische Verbindungen nachweisen, z.B. E2-E4, B1-C3 und C1-H6. Darüber jedoch schweigt die dem Schach-Besuch natürlich traditionell völlig unkritisch gegenüberstehende Springer-Presse Das Fernsehen widmet sich dem sportlichen Großereignis in zahlreichen Sondersendungen: RTL2 startet nach „Frauentausch“ jetzt „Läufer-Pferd-Tausch“, RTL zeigt „Bauer sucht Dame“ und „Bauer schlägt Dame“ Die beiden wichtigsten Schach-Weisheiten lauten „Wichtig is‘ aufm Brett“ und „Mein Arsch ist wund und das Spiel dauert gefühlte 90 Stunden“ Beitragsnavigation Zunehmender Widerstand gegen Sarkozy Neues im Nationalelf-Streit