Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Das regierende Palaver
Aus Gründen mal wieder bei den „lieben“ Kollegen nachgeschlagen, und ach, es lohnte nicht. Fleischhauer über Trump: „In den Zeitungen steht, was für eine Gefahr für den Weltfrieden ein Wahlsieg des amerikanischen Milliardärs bedeuten würde. Man kann dort jeden Tag lesen, wie engstirnig, rückschrittlich und bigott seine Vorstellungen seien. Ich verstehe die Kritik nicht ganz. Ich habe beim Lesen nämlich eine Entdeckung gemacht: Vieles, was Trump fordert, findet sich so oder so ähnlich auch bei der Linkspartei und ihren publizistischen Bannerträgern.“ Jasper über die AfD als „Dämon“: „Die Extremismusforschung hat es seit Jahren mit einem Phänomen zu tun, das ihr die einfache Zuordnung rechtsradikaler Einstellungen erschwert … – abgesehen davon, ist ,Diktaturanfälligkeit’ auch ein Merkmal für Linksextremisten.“
Und schließlich aber Diez auf „Spon“, der zwar nicht das beste Foto, aber die beste Meinung hat: „Wir müssen mal wieder über Talkshows reden. Denn was da seit Monaten passiert, fühlt sich langsam an wie eine Art stiller Putsch von Redakteuren, die offensichtlich im ganzen Quoten-Quatsch ihren Kopf verloren haben“ und nämlich ständig die AfD einladen. „Wie ist es sonst zu erklären, daß zum Beispiel bei einem Thema wie Integration bei Anne Will ausgerechnet Frauke Petry sitzt? Da könnte man genauso einen Pyromanen in eine Streichholzfabrik einladen“ oder einen CDU-Politiker zur griechischen Schuldenkrise? „Es ist klar, was Frauke Petry sagen wird, es ist nicht konstruktiv, es ist polemisch, es vergiftet das Klima, es macht die Diskussion kaputt – und vor allem, es wurde schon 1000mal gesagt, von ihr und ihren AfD-Kollegen. Denn sie sitzen ja schon überall, in den Parlamentssesseln der deutschen Talkshowrepublik, im von ihnen so gehaßten öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das ihnen wieder und wieder die Möglichkeit gibt, ihre Vorurteile auszubreiten.“