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Drei Zumwinkel-Anekdoten

admin

Als der junge Klaus zur Schule ging, wurde er oft von seinen Mitschülern ob seines fahlen Äußeren und seiner früh ergrauten Haaren verspottet. “Biedermeier” riefen Rüpel ihm hinterher, “Nebel” nannten ihn seine Sportkameraden, weil er “kühl, undurchsichtig und ungemütlich” war. Doch der Musterschüler ertrug es ohne Murren. Erst als er auch beim Mathelehrer Spott vermutete, der ihn nach dem Verhältnis von Hypotenuse zum Winkel (“Zumwinkel”) gefragt hatte, wurde Klaus wütend und plante einen Amoklauf. Nach einer ausführlichen Kosten-Nutzen-Aufstellung und Rentabilitätsrechnung ließ er es aber dann doch sein.

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Als Vater Zumwinkel sah, daß die über Weihnachten und Geburtstage angesammelten Nobelkarossen seines Sohnes ungenutzt herumstanden, weil der etwas scheue Klaus-Gerhard sich zierte, den Führerschein zu machen, befahl er seinem Filius unverzüglich Fahrunterricht. Nach der ersten Stunde berichtete der Lehrer, daß der Herr Sohn bereits vor Fahrtantritt nervös geworden sei und die Flucht ergriffen habe. “Klaus-Gerhard Maximilian Zumwinkel”, sprach da Zumwinkel senior, “so etwas ist Steuerflucht! Laß dich dabei nie mehr erwischen!” Die Ansprache fruchtete, und wenig später war Klaus Zumwinkel sogar in der Lage, seinem Chauffeur Tips zu geben.

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Eines Tages forderte Zumwinkels getreue Ehefrau Antje Zumwinkel mehr Haushaltsgeld. Schließlich, so ihr Argument, seien die Tapeten abgewetzt, fehle in der Küche ein Stück vom Schrank, und die schönen Bilder vom Gardasee wellten sich auch schon. Klaus Zumwinkel allerdings war entsetzt, berief sich auf die Sozialenzyklika des Papstes und strich ihr ohne Federlesens den Pelzmanteletat.

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