Abonnieren Sie das Magazin!

Das müssen Sie wissen

Aufgabe

Bundesverfassungsrichter sprechen nicht im eigentlichen Sinne Recht. Vielmehr werden täglich tausende Seiten Papier kopiert und in Leitz-Ordnern abgeheftet, Gesetzestexte in der Bibliothek versteckt oder geschwärzt und in den langen Fluren Wettrennen mit Bücherwagen gefahren – kurzum: Alles, worauf ein Jura-Studium vorzüglich vorbereitet.

Standort

Bei Gründung der Bundesrepublik lautete die Frage nach dem zukünftigen Standort des Bundesverfassungsgerichts noch: Frankfurt, München, Hamburg oder Köln? Nach intensiven Beratungen kam man jedoch zu dem Schluss: Ein Land, das von Bonn aus regiert wird, sollte seinen obersten Gerichtshof nicht minder glanzlos stationieren. Kurzerhand entschied man sich für Karlsruhe.

Organisation

Das Bundesverfassungsgericht ist in zwei Kammern aufgeteilt, denen jeweils acht Richter angehören. Jede dieser Kammern besteht wiederum aus zwei Kommoden à drei Schubladen mit Fächern für Gerichtsakten, Pornohefte, alte Unterhosen, Führerschein und Fahrzeugpapiere. Um die Richter sauber auf die Schubladen verteilen zu können, werden nach einem komplizierten Rotationsverfahren immer die beiden Dümmsten zum Saufen geschickt.

Ernennung der Richter

Scheidet ein Richter aus dem Dienst aus, übernimmt zunächst ein Schöffe seinen Dienst. Maximal dürfen zwei Drittel der Richterposten mit Laien besetzt werden. Im Verlauf eines Monats reisen hohe Würdenträger von CDU und SPD umher, um die Reinkarnation des ausgeschiedenen Richters in einer der vielen Kneipen dieses Landes aufzufinden. Ist die Axel Springer SE mit dem Ergebnis einverstanden, gilt die Wahl als vollzogen.

Persönlichkeiten

Zahlreiche Prominente wirkten als Richter am Bundesverfassungsgericht. Zu ihnen zählen Barbara Salesch, Gerhard Richter, Fler, Hugo Egon Balder, Rudolf Heß und Roman Herzog.

Amtstracht

Die roten Roben erinnern an das Gewaltmonopol des Staates und sollen etwaige Flecken beim Trinken von Rotwein, Tomatensaft oder Kinderblut kaschieren. Das Design der Kluft stammt von Wolfgang Joop, sie ist zweimal jährlich bei Aldi zum Sonderpreis von 19,95 Euro erhältlich.

Verwechslungsgefahr

Um Verwechslungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zu verhindern, patrouillieren Kontrolleure durch die Gerichtsgebäude in Karlsruhe, die zwar nach der Fahrkarte fragen, jedoch niemanden zusammenschlagen, der ohne Ticket unterwegs ist.