Vom Fachmann für Kenner | Juni 2009


Gegen Warzen

Warzen kriegt man tatsächlich durch Besprechen weg. Am effektivsten ist es, so nah wie möglich ranzugehen und sie dann frei heraus anzubrüllen. Jedenfalls ist die ältere Frau gestern im Bus sofort aufgestanden und hat mir ihren Platz überlassen.

Thorsten Mausehund

Kleinanzeige

In Ermangelung eines Textes, in welchen ich ihn sinnvoll einbauen könnte, melde ich hiermit die Urheberschaft für folgenden Aphorismus an: Das Gedächtnis ist ein Minenfeld in einem vergessenen Krieg und die Erinnerung ein spielendes Kind darauf.

Volker Surmann

Tip für Gourmets

Husten- und Bronchialtee ist genießbarer, ja, er schmeckt sogar fast interessant, wenn man eine Zigarette dazu raucht.

Tina Wirtz

Appell an den Instinkt

Eine junge Dame im heiratsfähigen Alter, die beim Aussteigen aus dem Taxi den Inhalt ihres Geldbeutels auf die Straße leert, kurz danach auf der Treppe zur Bahnhofshalle, ohne es überhaupt zu bemerken, mit dem Rucksack eine alte Frau von den Beinen holt, sich dann im Zug auf Anhieb auf ihre Sonnenbrille setzt und schließlich im Großraumabteil für jeden hörbar am Handtelefon fragt: »Braucht man für die USA eigentlich einen Reisepaß?« – nur schwer kann ich mir vorstellen, wie man effektiver Reklame für sich machen könnte.

Theobald Fuchs

Survival-Training

Die einzige Chance, einen TUI-Cluburlaub zu überleben: das »Bitte nicht stören!«- Türklinkenschild mit einer Kordel um den Hals hängen.

Dirk Warnke

Nick und ich

Der »Tennisguru« Nick Bollettieri, der zehn Weltranglisten-Erste gedrillt hat, ist 77 Jahre alt, schläft vier Stunden pro Nacht, startet den Tag um 4.15 Uhr mit 50 Sit-Ups und 30 Seitbeugen, geht dann eine Stunde ins Fitneßstudio und steht bis 19 Uhr auf dem Tennisplatz. Wenn es das Wetter erlaubt, entledigt er sich seiner Oberbekleidung, denn er weiß zu berichten: »Ich habe den Body eines Dreißigjährigen.«

Ich bin 31, beginne den Tag nach zehn Stunden Schlaf um 11 Uhr mit Fettzuckergebäck, gehe dann zu Kaffee und Mittagspause über und lebe überhaupt das Leben eines Rentners. Als ich vor Jahren das einzige Tennisturnier meines Lebens besuchte, habe ich, wenn ich mich richtig erinnere, mit Nick kurz am gleichen Tisch gestanden, eine Zigarette geraucht und bei dieser Gelegenheit gleichzeitig mit ihm einen magischen Kristallaschenbecher berührt und die Lebenskräfte getauscht. Eine mögliche Erklärung? Ich denke nicht.

Tim Wolff

Und übrigens

Das lästige Putzen der Zimmerfenster, das man drei Jahre vor sich hergeschoben hat, kann man sich durchaus sparen, wenn man einfach darauf wartet, daß der Vermieter die in diesem Jahr in Kraft getretenen Umweltschutzverordnungen mit ihren Subventions- und Steuerspareffekten befolgt und die alten Fenster durch dreifachverglaste Super-Klimaschutz-Fenster ersetzt, die in puncto Lichtdurchlässigkeit frischgeputzte sogar schlagen dürften!

Mark-Stefan Tietze

Gleitzeit

Nach langen Wintermonaten im kühlen Trainingsraum nun erstmals wieder Open-Air-Tai-Chi im Park: Die Unebenheiten der Wiese sind manchmal fies, aber gerade die Drehungen gehen auf der Entenscheiße einfach prima.

Martin Quetsche

Alltagsfetisch

Nasenhaare ausreißen ist der SM des kleinen Mannes.

Andreas Schriewer

Die Handys der anderen

Früher, als der Besitz eines Mobiltelefons für mich neu und ungewohnt war, passierte es häufig, daß ich mein Handy klingeln zu hören glaubte, obwohl es das Gerät eines anderen Menschen war, das die Laute von sich gab. Heute bin ich reifer, vielleicht auch abgestumpfter, und höre oft gar nicht mehr, wenn mein Handy klingelt. Man rufe mich dann besser auf dem Gerät eines Menschen an, der gerade in meiner Nähe ist.

Nils Heinrich

Psychos

»Oh, du studierst Psychologie – äh, dann muß ich jetzt wohl aufpassen, was ich sage, sonst analysierst du mich bestimmt!« So oder ähnlich lautet eine der leidigen Standardreaktionen auf mein Bekenntnis zum Psychologiestudium. Ich pflege in solchen Fällen beschwichtigend abzuwinken, verweise jovial auf überkommene Vorurteile und schreibe anschließend zu Hause in aller Ruhe das kleine rote »pp« in die Akte, das für »paranoide Persönlichkeitsstörung« steht.

Moritz Borchers

Kulturfolger

Ziehen Sie doch mal in eine Wohnung mit frisch verlegtem, blitzblank gewienertem Laminat und schauen, nachdem alle Kisten abgestellt sind, auf die Uhr. Nach zwanzig Minuten sind sie überall: Wollmäuse.

Thomas Tonn

Expressis verbis

Beim Reality-Fernsehen wundert man sich ja eigentlich über fast nichts mehr. Als aber neulich bei der Super Nanny eine Prekariatsmutter ihren Halbwüchsigen als »Hurensohn« beschimpfte, war ich doch beeindruckt.

Thomas Kiesbuy

Die Krise in den Seelen

Beim Warten auf die Montage meiner Sommerreifen durfte ich im Autohaus folgendem Wortwechsel zuhören:

Kunde: »Ich habe gemerkt, daß mein Wagen auf der Autobahn in letzter Zeit nicht mehr die volle Leistung bringt.«

Servicemitarbeiter (mit resigniertem Blick): »Tja, da werden wir uns wohl alle dran gewöhnen müssen, daß heutzutage alles ein bißchen weniger wird.«

Jan Sallawitz

Phantasie an die Macht!

Um Alltagstrott zu vermeiden, spreche ich den Wirt meiner Stammkneipe jeden Abend mit einem anderen Namen an.

Manuela Kaindl

Gebührenerhebung

Daß ihre beste Freundin eigentlich kriminell sei, resigniert die Großmutter, habe sie schon immer vermutet. Als diese Freundin ihr auch noch erzählt habe, daß sie schon jahrelang einen Fernseher besitze, ohne Gebühren zu zahlen, habe sie versucht, ihr aus der Kriminalität zu helfen, und ein Anmeldeformular für die Gebühren ausgefüllt. Sie habe das Formular natürlich auch mit dem Namen ihrer Freundin unterschrieben und korrekt abgegeben. Daß ihr das jetzt als Urkundenfälschung angelastet werde, ließe sie am ganzen Rechtssystem zweifeln. Plötzlich stehe sie als die Kriminelle da. Die Welt, meint die Großmutter, sei schon sehr aus den Fugen.

Ludger Fischer

Versuch zum Dialog der Kulturen (6)

Im Café.

A: Hast du mal kurz einen Stift für mich?

B: Nein, tut mir leid. Aber ich kann dir meinen Laptop leihen.

Dialog gescheitert.

Heiko Werning

Zweiter Frühling

Seit ich mich wieder in Ausbildung befinde, weiß ich, daß Geschichte sich als Farce wiederholt: Ich bin psychisch labil, neige zu unmotivierten Wutanfällen, nehme Drogen (Tegernseer Hell), und mein Körper verändert sich (ich werde fett). Wer sich also noch einmal wie ein pubertierender 15jähriger fühlen möchte, sollte Lehrer werden.

Tibor Rácskai

Schade drum

Wenn sich Ferdinand Porsche und Wernher von Braun damals zusammengetan hätten, könnten Autos heute fliegen.

Harald Mühlbeyer

Aphrodisiakum

Ein Bekannter, äußerlich unscheinbar, erwarb in einem Antiquariat eine Sammlung erotischer Gedichte, die einst unter dem Titel »Komm. Zieh Dich aus!« im Haffmans-Verlag erschienen war. Mit dem Buch unterm Arm trollte er sich zur schönsten Bäckerin der Stadt. Manche sagten, sie sei zweiunddreißig, und genauso sah sie aus: hinreißend, dabei Französin und, wie’s schien, ungebunden! Als er sich mit zwei duftenden Hörnchen verabschiedete, flötete sie mit süßestem Akzent: »Da ’abben Sie abberein schönes Buch.« Er kann es selber noch kaum fassen; aber inzwischen frühstücken die beiden regelmäßig zusammen.

Christof Goddemeier

Diät für Anfängerinnen

24 Stunden am Tag darauf zu achten, was ich esse und was nicht, wird mir nach spätestens zwei Wochen zu anstrengend. Aber dafür schaffe ich es immerhin schon seit vier Monaten, mich jeden Morgen so auf meine elektronische Waage zu stellen, daß sie stets ein halbes Kilogramm weniger anzeigt.

Ronja Ruppel

Erkenntnis

Wenn ich beim Pokern häufiger mal auf Typen wie mich treffen würde, wäre ich ein gemachter Mann.

Christian Martin

Angst

Vom multikulturellen Familientreff im benachbarten Hinterhof dringen die Klänge munterer Kinderspiele an mein Ohr. Bei »Wer hat Angst vor der schwarzen Frau« und schließlich »Wer hat Angst vor der Frau mit dem schwarzen Mann« frage ich mich allerdings dann doch, ob hier wirklich Kinder für eine bessere, vorurteilsfreie Welt großgezogen werden.

Peter Mendelsohn

Freund und Helfer

Fürs Studium las ich im Zugabteil ein bißchen in der Zeitschrift Foreign Policies of Northern Europe. Daraufhin verabschiedete sich die Frau, die mir gegenübersaß, mit den Worten »Da Sie offensichtlich bei der Polizei arbeiten, kann ich meine Tasche ja ruhig bei Ihnen lassen« auf die Toilette. Bleibt nur zu hoffen, daß sie nicht zu den Bahnkunden gehört, die sich über das schlechte Englisch der Zugführer-Durchsagen lustig machen.

Lukas Jacobs

Harmonie in Moll

Warum müssen wir eigentlich klassische Musiker, die unsere engen Fußgängerzonen blockieren, immer toll, respektabel, zumindest aber drollig finden? Wenn wir Fußgänger während der Probe ungefragt durch ihren Orchestergraben flanieren, werden wir von denen doch auch doof angekuckt!

Markus Hennig

Tip für den Haushalt

Eßbesteck veredelt man am einfachsten, indem man mit etwas Edelstahl-Politur und der rauhen Seite eines Spülschwamms die Aufschrift »IKEA Made in China« entfernt.

Bodil Schwerer

Schnapskind

Neuerdings wache ich morgens häufig exakt um 12.12 Uhr, 13.13 Uhr oder 14.14 Uhr auf. Es fällt mir daher schon schwer zu glauben, daß meine Mutter während der Schwangerschaft mit dem Trinken pausiert haben soll.

Sascha Dornhöfer

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Wie haben wir, »Tornado Umzüge«,

uns Eure Arbeitsweise vorzustellen? Brecht Ihr durchs Dach in unsere Wohnungen ein, zerstört für leichteren Transport alle Möbel und sonstigen Gegenstände und verteilt sie dann wahllos überall in der Stadt?

Falls ja, wir sind dabei! Hauptsache, nicht selber schleppen.

Gähnen träge: Deine Faulpelze bei Titanic

 MI6-Direktor Richard Moore!

»Er präsentiert James Bond stets die neuesten geheimen Waffen – und soll nun auch im echten Leben das MI6 unterstützen: Der britische Geheimdienst sucht offiziell nach einem ›Q‹«, informierte uns die FAZ und gab auch Aufschluss über Ihre Motivation, eine derart medienwirksame Stellenausschreibung zu veröffentlichen: »Der Behördenleiter hat sich zum Ziel gesetzt, den Dienst in der Öffentlichkeit besser sichtbar zu machen.«

Mal unter uns, Mister Moore: Was genau haben Sie am Wort »Geheimdienst« nicht verstanden?

Vertraut eher Roger Moore: Titanic

 Journalistisches Fehlverhalten, Simon Strauß (»FAZ«),

würden Sie’s wahrscheinlich nennen, wenn einer wie Sie in seinem Kommentar zur Theaterbranche schreibt, dass Klaus Dörr, der als Intendant der Volksbühne zurückgetreten ist, nachdem ganze zehn Frauen von dessen sexuellen Belästigungen berichtet hatten, »wegen erotischen Fehlverhaltens angeklagt« worden sei. Aber wie verhält es sich hiermit: Wenn wir beim Spazierengehen in Frankfurt, anstatt Sie per Handschlag zu grüßen, mit einem Faustschlag zehnmal Ihre Nase treffen – ist das dann auch einfach nur kommunikatives Fehlverhalten?

Winke, winke: Titanic

 Grüezi, schweizerische Forschungsanstalt »Agroscope«!

Wie wir in den Nachrichtenarchiven ausgegraben haben, hast Du eine landesweite Aktion mit dem Namen »Beweisstück Unterhose« gestartet. Doch was wie der Episodentitel eines Münsteraner Tatorts klingt, war ein groß angelegtes Wissenschaftsprojekt. »In den kommenden Tagen werden 2000 Bio-Baumwollunterhosen in der gesamten Schweiz in Wiesen, Beeten und Feldern vergraben … Nach einem beziehungsweise zwei Monaten sollen die Unterhosen wieder ausgegraben werden. Die Teilnehmenden schicken Fotos der durchlöcherten Unterhose zusammen mit Bodenproben an die Forschungsanstalt zurück.« So soll ermittelt werden, wie gut die Qualität der Unterhosen, Quatsch: des Bodens ist.

Die Vorstellung von Tausenden Schweizer/innen, die eifrig Schlüpfer im Garten vergraben, ist ja an sich bereits schön. Erst recht lachen mussten wir aber über die dabei geltende Auswertungs-Faustregel: »Je löchriger, desto gesünder«. Da fragen wir uns freilich: Gilt das auch für Euren Emmentaler?

Liebi Grüess Titanic

 Glückwunsch, Linda Zervakis,

Glückwunsch, Linda Zervakis,

dass Sie den rechtzeitigen Weggang von der Tagesschau geschafft haben, bevor Sie dort für alle Zeiten vor den Teleprompter gekettet werden! Den, hust!, Karrieresprung zu ProSieben begründeten Sie unter anderem mit dem konzeptionellen Mut von Chef Daniel Rosemann: »Ich habe Daniel als Mensch erlebt, der Fernsehen leidenschaftlich denkt und fühlt.«

Mit dem dümmlichen Mediensprech läuten Sie den Wechsel zum Galileo- und GNTM-Sender ja gekonnt ein, Chapeau! Bleibt nur die Frage, wie die von Ihnen erwähnte Leidenschaft zur Co-Moderation mit der Aalglatt-Grinsebacke Matthias Opdenhövel führen konnte.

Dann doch lieber Tagesschau. Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Stadtslogans im demografischen Wandel

Lübeck – Mehr Krücken als Venedig

Julia Mateus

 Traurige Erkenntnis

Jeden Tag trainiere ich mein Haar mit Bürste und Föhn darauf, sich in elegantem Schwung um meinen Kopf zu legen. Jeden Tag. Tue ich es nur ein einziges Mal nicht, hängen sie schlapp dem Erdboden entgegen. Ich muss wohl der Wahrheit ins Gesicht sehen: Meine Haare sind entweder faul oder dumm.

Katharina Greve

 Coachingstufe 3

Ich finde es schon innerhalb meiner Komfortzone manchmal ziemlich anstrengend.

Fabian Lichter

 Immerhin weg vom Smartphone

Beim Spazieren ein etwa elfjähriges Mädchen mit Kreide spielen sehen und gedacht: Schön, dass die durchdigitalisierten Kinder des Jahres 2021 so was auch noch machen. Dann näher gekommen. Das Mädchen hatte »Es giebt kein Corona« auf den Gehweg geschrieben.

Cornelius W.M. Oettle

 Lavalampen-Radler

Seit jeher haben alte Menschen, die auf dem Fahrrad durch die Ortschaft fahren und dabei kaum voranzukommen scheinen, eine beruhigende, ja lavalampenhaft hypnotische Wirkung auf mich. Neulich näherte ich mich einem dieser Zeitlupen-Radler, einem alten Mann mit Schiebermütze. Als ich ganz nah war, stellte ich fest, dass er trotz rotierender Räder sich keinen Zentimeter von der Stelle rührte. Er wirkte angestrengt und selig zugleich, meinen Gruß erwiderte er mit zahnlosem Lachen. Ich ging meines Weges und bestritt den restlichen Tag mit tiefer Seelenruhe.

Leo Riegel

Vermischtes

Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHeinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURStephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 09.06.:

    In der Taz informiert Torsten Gaitzsch über den Foodtrend "High Protein".

  • 31.05.:

    Torsten Gaitzsch erinnert in der Jungen Welt an vergessene TITANIC-Gastautoren.

  • 28.05.:

    500 TITANIC-Ausgaben sind auch Thema auf Bayern 2.

  • 27.05.:

    Christian Y. Schmidt hätte gerne einen – irgendeinen! – Preis.

  • 26.05.:

    Die kulturWELT des BR hat Eckhard Henscheid, Hans Zippert und Moritz Hürtgen anlässlich der 500. Ausgabe TITANIC befragt.

     

Titanic unterwegs
25.06.2021 Wiesloch, Stadtbibliothek Ella Carina Werner
03.07.2021 Bremen, Havengalerie Katharina Greve
03.07.2021 Bremen, Havengalerie Katharina Greve: »Satire gegen rechts«
06.07.2021 Rostock, Kulturhafen Max Goldt