Vom Fachmann für Kenner | Januar 2009


Immerhin

Eine von mir durchgeführte Umfrage hat ergeben, daß die Frauen in meinem Bekanntenkreis im Schritt 0,9 Höschen tragen.

Stefan Sichermann

Lob der Heizung

Was man in diesen Tagen vielleicht einfach mal sagen muß: Heizungen werden im allgemeinen zu wenig gewürdigt. Sie sorgen immerhin für Wärme, verschaffen Behaglichkeit, schützen vor den grimmigen Eiseshäuchen, die uns sonst unweigerlich schockfrosten würden. Es wäre also gar nicht so unangemessen, Hymnen auf die Heizung zu singen und »Ich heize gern«-T-Shirts zu tragen, Gedichte über das beruhigende nächtliche Pochen der Heizungsrohre zu verfassen und das glückselige Gluckern der Heizkörper als Klingelton anzubieten. Statt dessen aber hört man immer nur: Heizkosten, Umweltbilanz, Ökokatastrophe. Ich meine: Solange wir Menschen nicht unser Verhältnis zur Heizung geklärt haben, wird das mit der Rettung der Welt nichts!

Mark-Stefan Tietze

Weiter!

Ermutigende Einsicht am Fuße der vierten Flasche Merlot: Ich kann ja auch nicht die ganze Zeit Wein predigen und Wasser saufen!

Daniel Nierwetberg

Werbung und Wirklichkeit

Das Ramschkaufhaus in meiner Nachbarschaft bietet in seinem neuesten Werbeprospekt »heiße Damen-Slips« mit »frechem Schriftzug« an. Daß dabei aber auch der Aufdruck »Knackarsch« in allen Größen bis einschließlich XL erhältlich ist, erscheint mir unpassend, ja beinahe verlogen.

Alex Speh

Bussi

Neulich wieder, das heißt zum zweiten Mal – ZUM ZWEITEN MAL! –, lächelt der Busfahrer der Linie 25 mich gutmütig an und fragt, ob Kinderkarte. Kinderkarte! Das soll wohl ein Witz sein, guter Mann! Als Kind fährt in Hamburg alles unter 14. Wenn, dann wäre ich zwei Kinder. Jetzt aber mal im Ernst: Wie abgehalftert, wie verbraucht, wie fertig und mutlos, entnervt und eiiiiinfach nur müde sah ich denn aus?

Heike Schwarze

Welttoilettentag

Am 19. November war »World Toilet Day«. Dem Aufruf »Donate now«, wie er auf verschiedenen Internetseiten zu finden war, habe ich dann auch pflichtgemäß mehrfach entsprochen.

Norbert Voßiek

Haut wohl hin

Geld gilt als »geronnenes Vertrauen«. Aha. Ist dann Schorf »geronnenes Verhauen«?

Harald Wurst

Entscheidender Hinweis

Was heute »Depressionen« heiße, ärgert sich die Großmutter, habe man früher viel passender »gemütskrank« genannt. Die Frau ohne Lächeln, deren Namen sie nie habe in Erfahrung bringen können, sei eben gemütskrank gewesen. Das habe auch ganz klar mit dem Tod ihres Sohnes zusammengehangen. Das Baby sei nur deshalb gestorben, weil es von seiner Mutter nie angelächelt worden sei. Offiziell habe es geheißen, daß ein verrutschtes Kissen dem Kind nicht genügend Luft gelassen habe. Gemütskrank sei diese Frau aber schon vorher gewesen. Das habe sie, die Großmutter, der Polizei ganz klar bestätigen können. Die Polizei habe die Frau ohne Lächeln dann auch sofort mitgenommen, und danach habe man sie nicht mehr gesehen.

Ludger Fischer

Danke, Frankfurt!

Mein Freund Tomasch, in den Neunzigern für einige Jahre Wahlberliner, wurde damals nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu verkünden, daß die Berlinerinnen hielten, was die Rheinländerinnen versprächen. Nun wohnt er schon bald ein Jahrzehnt in Frankfurt, und ich warte seither auf ein neues Diktum – aber nichts, rein gar nichts. Scheint, als hätten ihm die Hessinnen das Maul gestopft.

Marcel Vega

Wirtschaftsdialog

Ich: »Dann nehmen wir noch einen halben Liter von dem Rosé.«

Kellnerin: »Gerne. Rot oder weiß?«

Tina Manske

Für Sie frisch verlesen

Mein Verleser des Monats: »Zauber der Wehrmacht« statt »Zauber der Weihnacht«. Darf ich auf mein kritisches, den Christmas-Faschismus entlarvendes Unterbewußtsein stolz sein?

Michael Ziegelwagner

Jeder ist sich selbst der nächste

In »Brisant« läuft mal wieder so ein Bericht über den Fund einer grausam zugerichteten Mädchenleiche. Daraufhin meine Schwester (55): »Weißt du, was das Gute an Kindermördern ist? Daß sie nur Kinder umbringen.«

Roman Moosbauer

Das spart!

Keine Ahnung, ob meine gelegentliche Schusseligkeit darauf hindeutet, daß ich die Alzheimersche Krankheit kriege. Falls ja, dann freue ich mich schon auf eins: Ich kann den gleichen Einkaufszettel mehrfach benutzen.

Hans Kantereit

Hunde, wollt ihr ewig leben?

Dialog am Hamburger Elbufer, nachdem ein großer Hund einen überdurchschnittlich großen Scheißehaufen hinterlassen hat.

Ich: Hier hängen ja überall so Tüten.

Hundehalterin: Was meinen Sie?

Ich: Hier gibt es so Tüten, in die man die Hundescheiße reintun kann, damit auch noch andere Leute den Strand benutzen können.

Hundehalterin: Nö, das mache ich jetzt einfach mal nicht. (Pause) Sie sind Kommunistin, oder?

Ich: Und Sie? Faschistin?

Hundehalterin: Sie kommen aus der DDR, oder? Ihre Mutter hat wahrscheinlich als Sachbearbeiterin im Parteibüro dafür gesorgt, daß Abweichler im Gefängnis landen, oder? Wahrscheinlich arbeitet Ihre Mutter da immer noch und füllt den ganzen Tag Formulare aus. Nee – aber wissen Sie: Hier haben wir Denunzianten nicht so gerne.

Ich: Ich habe Sie nicht denunziert, sondern gebeten, Ihre Hundescheiße wegzumachen.

Hundehalterin: Kommen Sie ruhig her! Dann haue ich Ihnen gleich was auf die Fresse!

Katja Strube

Erklärung

Das kennen Sie bestimmt auch: Situationen kommen einem merkwürdig bekannt vor. Ihr Hirn denkt bei vergleichbaren Anlässen oder sogar unaufgefordert immer wieder Vergleichbares. Kurz gesagt: Zeugs ähnelt anderem Zeugs. Ich habe die langgesuchte Erklärung für diesen Sachverhalt: Die Kongruenz schläft nicht!

Helge Möhn

Zähltip

Mach es wie die Eieruhr – zähl’ die heißen Zeiten nur.

Uwe Geishendorf

Hochzeitsgeschenkidee

Wer ein wirklich originelles und äußerst preiswertes Hochzeitsgeschenk sucht, kann sich einen Service zunutze machen, den bislang kaum jemand kennt. Man tummele sich ein oder zwei Stunden im Internet, suche ein paar Adressen zusammen, schreibe einige Mails – und schon erhält das Brautpaar gratis und datumsgenau individuell ausformulierte, per Hand unterschriebene Gratulationspost illustrer Persönlichkeiten. Ohne zuviel verraten zu wollen: Das Dienstwappen des Bundespräsidenten oder Heiratszitate von Philosophen, die zu kennen man den betreffenden CSU-Politikern gar nicht zugetraut hätte, machen am Festtag schon ganz schön was her. Besonders bunt beglückwünschen übrigens die Stars der volkstümlichen Musik. Unschön dagegen, daß eine populäre bayerische Schauspielerin, die einst Ärger wegen einer von ihr vertriebenen Schönheitscreme hatte, nicht gratulieren mag, weil sie zunächst auf umständlichem Vorab-Porto besteht. Und das selbst dann, wenn man im Kontaktformular ausdrücklich die segensreiche Wirkung der Creme auf das Aussehen der Braut erwähnt!

Michael Höfler

Wasserwerk Verena

Kürzlich fragte mich meine fünfjährige Tochter: »Papa, wie macht man eigentlich Wasser?« Ich hatte natürlich mal wieder keine Ahnung. Außerdem müßte sie es selbst viel besser wissen, die alte Heulsuse.

Wolf Kantelhardt

Gender Studies

Daß ich in einem Studiengang mit einer Frauenquote von über achtzig Prozent sitze, merke ich unter anderem daran, daß die Professorin nach den ersten sechzig Minuten der zweistündigen Vorlesung nicht etwa fragt, ob das allgemeine Bedürfnis nach einer Pause bestehe, sondern wer denn jetzt schon alles zur Toilette müsse.

Moritz Veltmann

China vs. China

In einer schmalen Gasse, durch die die Studenten auf dem nachmittäglichen Gang zur Uni getrieben werden, hat nun genau gegenüber vom »China-Express« der »Hong Kong-Express« eröffnet. Beide werben auf Tafeln, die den schmalen Gehsteig fast ganz blockieren, mit dem identischen Lockangebot: »Gebratene Nudeln 1,50«. Bisher dachte ich ja, diese Chinesen würden immer nur deutsche Erfolgsmodelle plagiieren. Wieder ein Vorurteil weniger.

Christian Ritter

Perverse Radler

Ich war nicht allzu enttäuscht, daß Straßenbaumaschinen die Konversation vor und nach der Offenbarung übertönten, die ein Radfahrer einem anderen beim Erklimmen des Berliner Weinbergswegs zukeuchte: »Also bei mir ist das so, ich bin irgendwie Aussehensfetischist.«

Alex Dzierzon

Aua…

Ein moderner Dia-Abend: Fünf vom Alter her erwachsene Menschen sind eingeladen, um sich Bilder des vergangenen Kalifornien-Urlaubs auf dem DVD-Player anzuschauen, dazu werden alkoholische Getränke und Einzelportionen vom Bringdienst gereicht. Als die barfüßige Gastgeberin sich von der Couch erhebt, um aus der Küche flüssigen Nachschub zu besorgen, hören wir wenig später einen markerschütternden Schrei, gefolgt von wüsten Flüchen: »Aua! Autsch! Wer war das? Welcher Pisser lässt denn so was auf dem Boden liegen?!« Ein Gast kann zwar nicht den Übeltäter, aber unbesehen und zweifelsfrei die Angriffswaffe identifizieren: »Kronkorken – der Legostein der Kinderlosen.«

Katinka Buddenkotte

Kennzeichen des Alterns III

Manchmal beschleicht mich in den letzten Jahren das Gefühl, daß mein eigener Körper immer mehr wie ein modernes Wirtschaftsunternehmen arbeitet. Zum Beispiel versucht er, sämtliches Körperfett outzusourcen und in eine eigene Untereinheit auszugliedern, die allerdings niemand übernehmen will.

Volker Surmann

Friedhof 2.0

LeichenVZ – liegt da für die sozialen Netzwerke nicht noch ein Riesenmarkt begraben?

Johannes Kreidler

La dolce vita

Seit wir nach Venedig umgezogen sind, möchte meine Frau unbedingt mit dem Oberschichts-Lifestyle der Lagunenstadt mithalten. Um keine kostspielige Scheidung zu riskieren, werde ich wohl nicht darum herumkommen, zur Dogenberatung zu gehen.

Markus Großkopf

Gestern beim Bäcker

»Guten Morgen. Ich hätte gern ein Baguette mit Bulette.«

»Bei die Bulette Senf mit bei?«

»Ja.«

»Einpacken oder zum hier?«

»Einpacken, bitte.«

»Ham wa zwee zwanzig.«

»Bitte sehr.« »Ene, zwehe, zehne und zwee ma fünfe – stimmt jenau! Na denn, nischt für unjut, wa?«

»Ja, da haben Sie recht. Auf Wiedersehen.«

Matthias König

Das muß die Partei aushalten

Als Sozialdemokrat ohne Parteibuch möchte auch ich mich weiterhin an den Diskussionen in der SPD beteiligen. Mein aktueller Vorschlag lautet: Schmeißt endlich den Müntefering raus.

Ralf Höller

Taktik

Drei Tage vor Weihnachten hatte ein Zug nach Zürich kurz vor Basel zwanzig Minuten Verspätung. Der Zugbegleiter verabschiedete sich darob von den Aussteigenden mit den Worten: »Wir entschuldigen uns für die Verspätung und wünschen Ihnen trotzdem noch schöne Weihnachtstage.« Trotzdem? Verhagelte Weihnachten wegen einer zwanzigminütigen Zugverspätung drei Tage vorher? Ich habe einen Verdacht: Mit solch maßloser Unterwürfigkeit wollen die Brüder uns für die mehrstündigen Verspätungen drei Tage später milde stimmen. Wetten?

Christof Goddemeier

Literarisches Duo

»Das Buch, das ich gerade lese, ist echt der Hammer und sauspannend geschrieben!«

»Wie weit bist du denn? Hat sich der Wolf schon als Großmutter verkleidet und ins Bett gelegt?«

Frank Scheller

Restetrinken

Das Restetrinken am Neujahrstag hat bei uns eine lange Tradition. Ebenso wie der Umstand, daß wir vorher immer erst zur Tankstelle müssen, um Reste zu kaufen.

Thorsten Mausehund

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

  • 03.02.:

    Die "Kronen-Zeitung", Heute.at und Oe24.at freuen sich über Österreicher auf dem TITANIC-Titel "100 Jahre NSDAP".

Titanic unterwegs
20.02.2020 Weimar, Mon Ami Max Goldt
20.02.2020 Düsseldorf, Schauspielhaus Martin Sonneborn
21.02.2020 Stuttgart, Theaterhaus Max Goldt
21.02.2020 Frankfurt, Nebbiensches Gartenhaus Oliver Maria Schmitt