Vom Fachmann für Kenner | April 2008


Keine dummen Ausreden mehr!

Liebe Frauen, habt Ihr schon mal drüber nachgedacht, daß Migräne allein im Kopf entsteht?

Florian M. Römer

Moralphilosophie

Immer zur Wahrheit zu stehen ist ja schön und gut, aber wenn man als Kunstlehrer in der 10. Klasse beim Portraitzeichnen ­einer Modell stehenden Schülerin erklärend mit dem Zeigefinger an der Nase herumfummelt und überraschend gesagt bekommt, der Finger röche so schön nach Zimt, so schiebe man es, wenn auch ­irritiert, so doch beherzt auf gewisse ­zuvor gelutschte Bonbons und verschweige, so einem die Ursache des Geruchs langsam dämmert, geflissentlich, daß das nur am Tigerbalsam liegen kann, mit dem man bei der Morgentoilette die Hämorrhoiden eingecremt hat.

Randolf Geisler

Schade

Daß Pornofilme immer so lieblos gemacht sind!

Sebastian Mecklenburg

Noch mehr Möglichkeiten!

Heute abend, wenn meine Frau schläft, werde ich wieder ins Internet gehen und mir ein paar neue Pfeiftöne für meinen Tinnitus runterladen.

Christian Dahlenburg

Stimmt nicht

»Hinterher ist man immer schlauer«, dachte ich, bevor ich mit dem Klebstoffschnüffeln anfing.

Rolf Karez

Reader’s Digest

Das Leben ist zu kurz für lange Literatur, hat Alfred Polgar einmal festgestellt. ­Daran muß ich immer denken, wenn ich mit dem Gedanken spiele, meinen bildungs­bürgerlichen Pflichten nachzukommen und endlich einmal die »Buddenbrooks« zu ­lesen. Ich frage mich dann, ob es denn nicht möglich sei, den Verfall einer Familie nicht auf Hunderten von Romanseiten auszubreiten, sondern sehr viel kompakter und konziser zu schildern, reduziert auf das Wesentliche, ohne es an der gebotenen Dramatik mangeln zu lassen. Und da läuft doch neulich diese etwas korpulente Frau mittleren Alters in der Innenstadt an mir vorbei und ruft aufgeregt in ihr Mobiltelefon: »Mama ist überfahren worden! Von Papa! Auf dem Lidl-Parkplatz!« Na also, geht doch.

Maik Tändler

Politische Orthographie

Die Tätigkeit als Lektorin in einem feministischen Verlag erfordert ein außerordentlich hohes Maß an Gründlichkeit. Frau muß genau darauf achten, daß kein Wort phallsch geschrieben wird.

Andrea Maisy

Brieffreundschaften

Über nie angeforderte Werbepost von Banken und Versicherungen ärgere ich mich nicht mehr, im Gegenteil. Ich ­sende den Rückumschlag sogar gerne zurück, denn die Gebühr zahlt ja der Empfänger. Nur die Befüllung behalte ich mir selbstverständlich vor. So erhielt die Commerzbank von mir eine Preisliste von Flying Pizza und einen vollen Kniffelzettel. ­Gerne hätte ich gesehen, wie der Sachbe­arbeiter bei Delbrück Bethmann Maffei dem Briefumschlag den unausgefüllten Antrag für das »easyCredit Teambank Fairness-­Paket« entnahm. Schade auch, daß ­wegen der Gewichtsbeschränkung Altglas und Biomüll nicht in Frage kommen.

Tobias Jelen

Wellness

Ich beschloß in genau dem Augenblick, nie wieder Massageöl mit Mandarinen­aroma zu kaufen, in dem sich die erste Fruchtfliege in meinen Rücken bohrte.

Volker Surmann

Weitere Hoffnung dahin

Wenn der letztlich ganz klassisch, ganz à la façon durchgestylte junge Bahnhofs­punk den in einem Herrenrock und mit schwarzen Fingernägeln an ihm vorbeistiefelnden, ungefähr gleichaltrigen Mittel­alterfan mit eben jenem unerbittlich-unduldsamen Blick verfolgt, den einst sein Vater für langhaarige Hippies, dessen Vater wiederum für Neger reserviert hatte – ist dann, wo schon die ­junge ­Generation versagt am Auftrag, dem ­Gegenüber mit Achtung zu begegnen, gleich welches Erscheinungsbild es habe, die letzte Hoffnung auf universelle Toleranz und Menschlichkeit nicht endgültig dahin, die Menschheit ewiglich gefangen im Zirkel von Ressentiment und Unverstand? Wobei: Herrenrock ist wirklich schon ziemlich grenzwertig. Meine Meinung!

Leo Fischer

Vaterliebe

Wegen einer Erkrankung meiner Frau mußte ich die Wäsche der Familie bügeln. Infolgedessen erschien mein Sohn mit akku­raten Bügelfalten in seiner langen Torwarthose auf dem Platz. Er schien ­meinen diesbezüglichen Stolz jedoch nicht zu teilen.

Uwe Geishendorf

In Whisky veritas

Kneipenszene: Neben mir am Tresen ein un­appetitlicher angesoffener Typ, der den ganzen Abend mit einem Kugelschreiber versaute Zeichnungen auf Bierdeckel kritzelt und dabei stieläugig vor sich hingeifert. Vor ihm auf dem ­Tresen eine fast ­leere Flasche Whisky, deren Etikettaufdruck ihn und sein Tun in Versalien beschreibt: SINGLE MALT.

Thorsten Mausehund

Reiseerlebnisse

Der Bruder meiner Freundin berichtete von einem Indienbesuch, bei dem er ­einem Früchtehändler versehentlich etliche ­Rupien zuviel gegeben habe. Er habe den geforderten und wohl ohnehin über­höhten Preis in der ungewohnten Währung zwar überschlagen, aber beim Aufrunden um eine Dezimalstelle verfehlt. Geahnt habe er dies erst, als der Händler sich ausgelassen bedankte und Tüte um Tüte mit ­weiterer Ware vollzupacken begann. ­Meine Freundin konnte noch einen draufsetzen: Ein Onkel, der vor Jahrzehnten in Frank­reich ein deutlich mehr als fettes Trinkgeld – »Dankeschön, stimmt so« – auf  den Tisch ­legte und vom Kellner mit fassungs­losem, ungehemmten Dank über­schüttet ­wurde, kam erst so richtig ins Grübeln, als er das ­Lo­kal verließ: Draußen stand, in Reih und Glied, die komplette ­Belegschaft des Restaurants, bereit zum Händeschütteln.

Martin Quetsche

Aus der Arbeitswelt

Wenn man sich wie ich seinen Unterhalt durch das Herumbringen von Kartons erkämpft, dann darf man wenigstens schmunzeln bei dem Gedanken, der sich aufdrängt, wenn man in einer Metzgerei neun Bürostühle abliefern muß. Nämlich daß hier wohl überwiegend Sitzfleisch verkauft wird.

Bernd Stege

Glück in der Liebe

Daß wir unsere Beziehungsziele noch ­einmal gründlich durchsprechen sollten, wurde mir an jenem gemütlichen Abend klar, als mir meine Freundin während ­eines Werbeblocks nonchalant mitteilte: »Wenn du jetzt sterben würdest, würde ich dir alle Pickel aufkratzen und erst dann den Notarzt rufen.«

Christian Martin

Erste Alterserscheinungen

In letzter Zeit passiert es mir immer häufiger, daß ich Namen vergesse oder durcheinanderbringe. Es wird doch nicht Horkheimer sein?!

Thea Un…äh…dings

Nicht immer nur die Risiken sehen!

Unter dem Einfluß des Digitalen hat sich unser Leben doch ganz schön verändert. Morgens früh ins Internet gehen, sich zwei oder drei Brötchen mit Serranoschinken sowie zwei Flaschen Kirin-Bier bestellen und gemütlich auf die Frühstückslieferung warten, während man das neue ­Album von der Nervensäge, die mal ­Prince hieß, runterlädt, in den Papierkorb schiebt und anschließend seine Pornos im ­Ordner »Neuer Ordner« neu sortiert – das sind alles Dinge, die hätte ich mir mit siebzehn nicht vorstellen können. Ich damals immer: »Orwell«, »kulturelle Katastrophe«, »Datenschutz« etc. Bescheuert!

Mark-Stefan Tietze

Unwillkommener Anruf

Anruferin: »Schön, daß ich Sie erreiche! Sie haben ja an einem Gewinnspiel teilgenommen und als kleines Dankeschön…«

Ich: »Helfen Sie mir! Schnell! Ich bin entführt worden, habe kein Guthaben und mein Akku gibt gleich den Geist auf! HILFE!«

Anruferin: »Augenblick, da muß ich erst nachfragen…«

Moses Wolff

Stop the heat

Wenn wir uns nach dem Winter alle ­gemeinsam nackt in die Sonne legen, ­sollten unsere weißen Körper genug Licht reflek­tieren, um die Klimaerwärmung um mindestens ein bis zwei Tage zurück­zuwerfen.

Murmel Clausen

Leben ist Lernen

Ich sitze auf dem Klo – im 31. Winter ­meines Lebens –, und da fällt mir nach langem Nachdenken auf, daß Whiskas von ­»whiskers« kommt. Sunkist und ­Palmolive ging etwas schneller. Was für profunde Einsichten in die menschliche Existenz ­erwarten mich als nächstes?

Andreas Schriewer

Schriftstellerkind

Daß ein liebender Vater, der seinem Töchter­chen eben einen langen Vortrag über Meta­phern und deren Gebrauch gehalten hat, diesem für den Spruch: »Sieh mal Vati, der Teller ist so sauber, daß man davon essen kann!« eine Ohrfeige androht: kann passie­ren. Daß das spontan weinende Balg aber die Selbstironie in der Aufforderung: »Jetzt heul doch nicht gleich wie ein kleines Mädchen!« weder erkennt noch angemessen würdigt, sondern gleich noch lauter los­jammert: das reizt mich schon wieder bis aufs Blut!

Michael Ziegelwagner

Aus der Wissenschaft

Die neueste Studie des kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen ­unter Leitung von Prof. Dr. Christian Pfeiffer hat ergeben, daß 71 Prozent aller überflüssigen Fernseh- und Zeitungsinterviews zum Thema »Kinder- und Jugendkriminalität« von der Institutsleitung gegeben werden.

Daniel Nierwetberg

Falsche Farbe

Neulich fahre ich mit dem Fahrrad stadteinwärts. An einer engen Stelle unter ­einer Eisenbahnbrücke kommt mir ein S­chwarzer auf einem Fahrrad entgegen. Kurz bevor wir einander passieren, schüttele ich den Kopf und rufe: »Falsche Seite!« Darauf er: »Falsche Farbe!« Das war zwar politisch nicht korrekt – dafür aber ziemlich schlagfertig und souverän im Vortrag, so daß ich mir insgeheim ­eine ganze Portion Hochachtung nicht ver­sagen mochte.

Christof Goddemeier

Pay-TV

Immer wenn man während einer Fernseh­sendung gerade so schön am Einschlafen ist, wird man durch die ungleich lautere Werbung wieder geweckt. Um nachts endlich mal durchschlafen zu können, ­habe ich daher heute Premiere abonniert.

Sascha Dornhöfer

Letzte Instanz

Damit das ein für allemal geklärt ist: Der allwissende Erzähler, das bin ich.

Horst Mitesch

Smalltalk

An den schäbigsten Imbißbuden läßt sich eine Menge lernen. Zum Beispiel zur ­Frage, wie Smalltalk funktioniert.

Imbißmitarbeiterin: »Zum Mitnehmen?«

Kunde: »Nein, furchtbar kalt heute. Scheißwind.«

Mitarbeiterin: »Ja, windig. Aber sehr warmer Wind. Zu warm für die Jahreszeit.«

Kunde: »Ja, es ist zu warm, absolut!«

Bernhard Löwenberg

Tourismus 2.0

Statt im Urlaub überallhin meine Digitalkamera mitzuschleppen, schummele ich mich neuerdings auf Fotos von anderen Touristen. Daheim durchsuche ich dann flickr.com und andere ­Foto-Communities. Und schon ist mein Urlaubsfoto­album komplett.

David Sowka

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

Vermischtes

Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSerdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!
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Das schreiben die anderen

  • 07.07.:

    Hans Zippert schreibt in der FAZ über 80 Jahre Ringo Starr.

  • 03.07.:

    Das Online-Magazin Bookster unterhält sich mit Pit Knorr über sein Alter Ego "Opa Corona".

     

  • 23.06.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Film "Übers Reck", der Clemens Meyers Rede zu den ausgefallenen Ruhrfestspielen 2020 zeigt. 

  • 15.06.:

    Christian Y. Schmidt erinnert im "Neuen Deutschland" an den Verleger und Autor Jörg Schröder.

  • 02.06.:

    Culturmag.de bespricht Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod".

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn