Vom Fachmann für Kenner | April 2007


Feuilleton

Zusammenfassend läßt sich also sagen: Michel Piccoli ist der Heinz Rühmann des französischen Intellektuellenfilms.

Helge Möhn

Klima im Pendelverkehr

Morgens in der U-Bahn in die Gesichter dieser geschundenen Menschen zu blicken, in diese gänzlich ausdruckslosen Augen, die nichts wollen und keine Auskunft geben, sondern lediglich starrend auf einer Bild-Zeitung verharren, von der die Schlagzeile prangt: »Müssen wir Deutsche die Erde alleine retten?« – solche Momente versöhnen mich wieder vollständig mit dem nahenden Desaster.

Gregor Mothes

Kölner Umzüge

In meiner Nachbarschaft ziehen alle Leute dauernd um. Ganz wichtig beim Umziehen in Köln-Ehrenfeld ist, daß man zwei mit einer Wäscheleine verbundene Stühle auf die Straße stellt, um den Parkplatz für den Möbelwagen freizuhalten. Außerdem denken sonst alle anderen in der Gegend, das später hinzugestellte Mobiliar sei Sperrmüll, klauen das ganze Zeug von der Straße oder, schlimmer noch, stellen ihren eigenen Kram dazu. Zu Hause, in Münster, mußte man immer Sperrmüll an den Sperrmüll schreiben, weil sonst alle dachten, es handele sich um einen privaten Antikflohmarkt. An Umzug dachte keiner, nicht in Münster, Westfalen.

Katinka Buddenkotte

Anläßlich der Mikrophonprobe

von Thomas Gsella vor der TITANIC Peak Preview-Lesung im Frankfurter Club Voltaire am 13. März 2007: Wenn einer redet und es klingt hohl – ist das allemal in der Tonanlage?

Oliver »Lichtenberg« Nagel

Der verzauberte Barde

Ein Mann ging in die Stadt, um sich einen Ferrari mit Sitzheizung zu kaufen, denn der Winter war grimmig kalt und der Mantel des Mannes kaum dicker als Papyrus. Weil er jedoch ein armer Mann war, reichte das Geld nicht, und so beschloß er, zum Ersatz ein Brötchen von gestern zu erwerben. Kaum aber hatte er den ersten Bissen verzehrt, kam eine wunderschöne Fee geflogen, deren Gewand noch vielmal dünner war als der Mantel des Mannes. Und also sprach sie: »Wahrlich, ich sage euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß mir nicht kalt ist, und selig, wer mir seinen Mantel überläßt.« Da ging der arme Mann hin und überließ der Fee seinen Mantel, worauf ihn so sehr fror, daß er ihr ihn gleich wieder entriß; und umgekehrt! Nun war aber die Fee ein verzauberter Säbelzahntiger. Mit einem herzhaften Haps verschlang er den armen Mann, nicht ahnend, daß derselbige gleichfalls nicht er selbst, sondern der verhexte Heintje war, welcher im Bauche des Tigers augenblicklich nicht nur schrecklich rumpelte und pumpelte, sondern loslegte: »Maaammaaa, du sollst doch nicht um deinen Juunngen weiiinääänn!« Da aber sogar der Säbelzahntiger von einer Hexe verflucht und ursprünglich Feuilletonchef der FAZ war, wurde ihm das Geplärre so peinlich, daß er keinen andern Ausweg wußte, als seine Stelle zu kündigen und im islamistischen Somalia unterzutauchen, wo er, bis zu seinem Ende im März dieses Jahres, als Bauchsänger durch die Heavy-Metal-Clubs zog – halb wahnsinnig, doch geliebt von den »Frauen«.

Thomas Gsella

Super!

Wer immer noch an dem Vorurteil hängt, die deutsche Gastronomie nördlich der Mainline sei einfallslos, dem kann jetzt geholfen werden; und zwar im Bahnhof Hamburg-Altona, genauer gesagt in der dortigen Kölsch-Kneipe. Ob einem der Verstoß gegen das Reinheitsgebot schmeckt oder nicht, muß jeder für sich entscheiden, aber das Motto der Aktion »Super! Jetzt Bratkartoffeln im Kölsch!« ist doch ganz schön abgefahren, oder?

Hans Kantereit

Altern

Daß man langsam alt wird, merkt man daran, daß die Filme, die man für eigentlich recht neu hält, plötzlich als »die besten aller Zeiten« auf Kabel1 kommen.

Volker Surmann

Bilderstürmer

Mein Freund Joachim und ich haben seit ein paar Jahren ein Lieblingsprojekt. Irgendwann gehen wir mal auf den alten Braunschweiger Friedhof, an Lessings Grab, und kleben eine eigens zu diesem Zweck präparierte, in Größe, Farbe und Schriftbild dem Grabstein angepaßte Pappe darauf. Da soll dann folgendes stehen:

 

Lassie

1943–1974

Ruhe sanft, Du Hund!

 

Und wenn wir das endlich ins Werk gesetzt haben – wie gesagt, wir arbeiten dran! –, dann reisen wir in der Woche darauf nach Weimar, schlendern zum Nationaltheater, hauen die Dioskuren Goethe und Schiller vom Sockel und meißeln grad dorthinein den Hinweis: »Denkmal für den Unsichtbaren«.

Und für die Woche darauf fällt uns auch schon noch was ein.

Frank Schäfer

Vorschlag zur Güte

Diese schwererziehbaren Kinder, die in der Schule die ganze Zeit nur über Tische und Bänke springen, können ja dann später einfach Tischler und Banker werden.

Maik Tändler

Ernüchternd

Auf einer Kirmes morgens um halb zehn in Hamburg. Angelockt von bunten Lichtern und schlechter Dancefloormusik der neunziger Jahre landen wir in einer Spielhalle mit Greifarmautomaten. Zu unserem großen Entzücken finden wir in einem der Ausgabeschächte drei niedliche Stoffgremlins, die prompt unter den Arm geklemmt werden. Beim Verlassen der Halle werden wir jedoch von zwei mitreisenden jungen Männern auf die Tiere angesprochen. Unsere Erklärung, wir hätten sie nach Einwurf von Münzen vorschriftsgemäß aus dem Automaten geangelt, wird mit einem höhnischen Lachen beantwortet. Unter unmißverständlichen Beleidigungen verabschiedet man uns am Ausgang mit einem lebenslangen Hausverbot, was bei uns im Freundeskreis sogleich die Frage aufwirft, ob sich die Automaten nicht mal ein Herr von der Aufsichtsbehörde ansehen sollte.

Emily Wood

Ansteckend

Kurze Zettelbotschaften auf Küchentisch und Korkbrett unterzeichnete ich in der neuen WG immer mit dem Kürzel MST. Nach einigen Monaten nahm mich mein höflicher französischer Mitbewohner beiseite, um mich, leicht bedrückt, darüber aufzuklären, daß das in seiner Sprache aber leider nun mal die geläufige Abkürzung für »Maladie Sexuellement Transmissible« sei.

Mark-Stefan Tietze

Sehr geehrter Kapitalismus:

Hochmut kommt vor dem Fall!

Tilman Gecks

Tierliebe

Einen Teil ihres mädchenhaften Charmes verdankt meine doch schon über 30jährige Kollegin sicher ihrer Zuneigung zu knuddeligen kleinen Pelztieren. So weckte ich schnell ihr Interesse, als ich ihr berichtete, daß ich ein Häschen aus eisiger Kälte geborgen hätte, um es in meiner Wohnung sorgsam aufzuwärmen. Von solcher Fürsorge offenbar überrascht, lächelte sie mich herzlich an und wollte wissen, wie es weiterging. »Dann habe ich noch den Rotkohl und die Kartoffelklöße zubereitet.«

Markus Jacobi

Wie war ich?

Warum heißen bei Aldi die Papiertaschentücher ausgerechnet »Solo Talent«?

Carsten Wagner

Maschinenpark

Fragt mich eine Freundin doch neulich, nachdem sie in der Zeitung was über die Äußerungen des Augsburger Bischofs Mixa gelesen hat: »Sag mal, hattet ihr im Osten wirklich Gebärmaschinen?« Also, ich hab nie welche gesehen. Bei uns im Ort gab es allerdings eine Maschinenfabrik, ich wußte nie, was da für Maschinen zusammengeschraubt wurden. Aber so langsam bekomme ich eine Ahnung.

Nils Heinrich

Wie ein Ei dem anderen

Ich verstehe diesen Partnerlook-Hype überhaupt nicht. Bei uns im Nudistencamp machen wir das schon immer so.

Sascha Dornhöfer

Vom Verschwinden der Kindheit

Hätte ich meine Kindheit mit Internet-Anschluß verbracht, ich wäre verrückt geworden. Spätestens mit elf.

90567 Treffer beim »Gebrauchte Tampons«-Googeln!

Dirk Warnke

Bleibt kleben

Immer wenn ich als alter Showbusiness-Hase durch die Suburbanität schlendere, einen dieser illegalen Plakatierer mit gehetztem Blick sein schrecklich periodisches Handwerk verrichten sehe und gleichzeitig auch die beschissenen Bandnamen auf den Ankündigungen, frage ich mich immer, warum sich keine Combo einfach mal PLAKATE ANKLEBEN VERBOTEN! nennt. Das ist catchy, und, äh, über die Funktionalität sprachen wir ja bereits.

Gereon Klug

Regelungsdefizit

Welche Regeln sind eigentlich für den Fall vorgesehen, daß eine verlorene Wimper, die sich eine Person von der Fingerspitze bläst, während sie sich im stillen etwas wünscht, einer anderen Person, mit der die erste Person sich in diesem Augenblick das Kopfkissen teilt, genau ins Auge fliegt? Darf dann die andere Person diese Wimper aus dem getroffenen Auge fischen und wiederum selbst zur Wunscherfüllung verwenden, insbesondere, wenn sie nicht bemerkt, daß es keine Eigen-, sondern eine Fremdwimper ist? Und wird der zugehörige Wunsch gegebenenfalls der blasenden Person oder vielmehr dem tatsächlichen Wimpernspender zugerechnet? Muß nicht dem Mißbrauch von Wimpern insgesamt ein Riegel vorgeschoben werden, der sich aus der im Prinzip unbegrenzten Wiederverwertung von einzelnen Wimpern durch gezieltes Pusten ergibt? Gesetzgeber – übernehmen Sie!

Theobald Fuchs

Ausprobiert

Ich habe einiges ausprobiert und kann deshalb reinen Gewissens behaupten, daß man mit seinen Mitmenschen doch mit nichts so schnell ins Gespräch kommt wie mit einem ordentlichen Auffahrunfall im Berufsverkehr.

Christian Martin

Schätzungsweise

Die Schweizer gelten vielen Menschen als unverbindlich, meinem weitgereisten Onkel Fritz zum Beispiel. Zur Begründung erzählte dieser gerne, daß er einmal in einem Rasthaus am Walensee einen Kaffee getrunken und den einheimischen Kellner mit der präzisen Frage konfrontiert habe, wie breit denn hier der See sei. Der Kellner habe, so mein Onkel, nachdenklich und doch überzeugt geantwortet: »Ja, er ischt da schon ziemlich breit.«

Christoph Virchow

Mode

Ich kann mir nicht helfen. Der Hut, den Jan Delay seit neuestem zugunsten seines Funk-Images zu tragen pflegt, wirkt für mich irgendwie aufgesetzt.

Jan Wischweh

Stichwort Entschleunigung

Obwohl mir hektische Wichtigtuer und geschäftige Businesstypen seit jeher ein Greuel sind, komme ich nicht umhin, mir einzugestehen, daß auch ich zur Rastlosigkeit neige. Regelmäßig übernehme ich mich, überlade den Tag mit Aufgaben, fülle selbst kleinste noch freie Lücken mit zweckgerichteten Tätigkeiten und werde unruhig, wenn ich einmal nichts tue. Um dem mittels (Selbst-)Erkenntnis entgegenzuwirken, griff ich zu dem Buch »Beschleunigung – Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne« des Soziologen Hartmut Rosa. Aber von Besserung keine Spur: So las ich in der ersten Woche rund 100, in der zweiten 150 und in der dritten sogar sage und schreibe 240 Seiten!

Friedrich Krautzberger

Neue Generation

Es ist immer dieselbe Frage, die mich im Beisein meiner beiden 13jährigen Nichten beschäftigt: Schlafen die jetzt eigentlich schon oder chillen die noch?

Tasja Küchemann

Spüli

Ich bin ja ein bekennender Pril-Spüler. Geht einfach gut, das Zeug. Nur eins nervt: Seit altersher formulieren meine Synapsen zu dem bekannten Werbespruch »Willst du viel, spül mit Pril« unaufgefordert den weniger bekannten »Willst du wenig, spül mit Prenig« hinzu. Und das bei jedem Anblick der Flasche. Obwohl, jetzt beim Niederschreiben dieser Zeilen kommt mir sogar in den Sinn: »Willst du mittel, spül mit Prittel«. Arzt, bitte.

Helge Möhn

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Rudi Cerne (ZDF)!

Wie wir gelesen haben, sollen Ihre Zuschauer entsetzt gewesen sein, nachdem Sie in Ihrer Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« Fotos einer Leiche gezeigt hatten. Dabei hatten Sie doch vorher extra darauf hingewiesen, dass das Bild manche Leute verstören könnte.

Wir wünschten uns vielmehr, Sie würden jedes Mal, bevor der Schirmherr Ihres XY-Preises für Zivilcourage, Horst Seehofer, eingeblendet wird, eine entsprechende Warnung aussprechen.

Hat immer noch Albträume vom letzten Mal: Titanic

 Sieh an, General Franco!

Sieh an, General Franco!

Jetzt ist’s offiziell: Sie werden umziehen. Das beschloss der Oberste Gerichtshof Spaniens. Bedeutet: Kein weiteres Abhängen mit Fascho-Pilgern in Ihrer von Zwangsarbeitern errichteten Kultstätte samt größtem Christenkreuz der Welt und frischen Blumen auf Ihrem Grab. Wurde auch Zeit, dass Sie die morschen Gebeine zusammenraffen und auf die Müllhalde der Geschichte tragen! Wie bitte? Sie werden auf einen staatlichen Friedhof nahe Madrid verlegt? Gute Güte, dass es diesen Despoten und Kriegsverbrechern aber auch immer so schwerfällt, ihren Platz einzunehmen!

*Kopfschüttel* Titanic

 Genial, Christoph Rottwilm (»Manager Magazin«)!

An Ihrem Artikel »Was Geldanleger von Superreichen lernen können« gefällt uns nicht nur der Titel, sondern auch, wie Sie gleich zu Beginn relativieren: »Reich werden. Es mag höhere Ziele im Leben geben, Glück beispielsweise, oder wenigstens Zufriedenheit und Wohlbefinden. Aber reich werden?« Ist man an dieser Stelle nicht bereits vom Kapitalismus geheilt, kann man weiterlesen: »Die meisten hätten wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ihnen das gelänge (nämlich reich zu werden). Doch wie stellt man es an? Ein Blick auf diejenigen, die es geschafft haben, lohnt sich …«

Und was haben Sie bei Ihren Recherchen in den Untiefen der Hochfinanz herausgefunden? »Unter den reichsten Menschen der Welt finden sich Leute mit den unterschiedlichsten Talenten. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie wissen, wie man ein Vermögen vermehrt.« Ach, so geht das mit dem Reichwerden! Super! Da haben wir für Sie, Herr Rottwilm, gleich ein paar Ideen für zukünftige Artikel: Die erfolgreichsten Rennfahrer haben gemeinsam, oft als Erster im Ziel zu sein. Alle Bestsellerautoren haben gemeinsam, viele, viele Bücher zu verkaufen. Und »Manager Magazin«-Journalisten haben das gemeinsame Talent, uns auf die Nerven zu gehen.

Weiß, wie man Spaß vermehrt: Titanic

 Zeugen Jehovas!

»Warum ist das Leben so kurz?« steht neuerdings auf Euren Aufstellern. Verständlich, das zu fragen, wenn man den ganzen Tag Blättchen verteilen und über Gott reden muss.

Im Geiste bei Euch: die Ketzer von

 Hicks, Juliane E. Reichert!

Im »Magazin für Barkultur« »Mixology« schreiben Sie unter dem Titel »Heimat und Hefe« über einen angeblichen Fruchtweintrend: »In welcher Variante auch immer, Cidre löscht den Durst und schmeckt fruchtig, meist nach Apfel, immer wieder auch nach Birne; man muss deutlich mehr Liter von ihm trinken, als der Körper zu fassen vermag, um ihm ein Sodbrennen zu entlocken.« Wem denn jetzt eigentlich? Dem Körper? Dem Cidre? Dem Apfel?

Klingt auf jeden Fall, als hätten Sie auch damit Erfahrung. Aber in welcher Variante auch immer, irgendwie haben Sie uns gerade ein Sodbrennen entlockt. Wollen Sie es wiederhaben?

Stößchen! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Premiere

Letzten Monat habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine indische Oper angesehen. Es war ein großartiges Singhspiel.

Andreas Maier

 Phonographisches Gedächtnis

Ich weiß noch genau, wo ich war, als der Anruf kam: am Telefon.

Tim Wolff

 Durch die Schokolinse betrachtet

Wenn kein anderer Laden in Sicht ist und der kleine Hunger naht, muss ich wohl oder übel den benötigten Schokoriegel an einer Tankstelle kaufen. Dann stehe ich in der Schlange und ärgere mich über die Auto-Idioten vor mir, die den Treibstoff für ihre Dreckschleudern bezahlen wollen, mir damit die Zeit und der Umwelt die Zukunft stehlen. Andererseits: Ohne solche Idioten gäbe es diese Tankstelle nicht, an der ich mitten in der Pampa Schokolade kaufen kann. Die Welt ist mir schon oft viel zu kompliziert.

Katharina Greve

 Mythmist

Mir ist noch nie einer begegnet und ich bin meines Wissens noch nie einem aufgesessen, obwohl ich seit meiner Geburt in Großstädten lebe: Ich glaube, es gibt einfach keine urban myths. Oder ist genau das ein urban myth?

Adrian Schulz

 Gedenken

Ich erinnere mich gut daran, dass meine Mutter Micky Maus, Fix und Foxi, Asterix, Tim und Struppi, Superman, Prinz Eisenherz und so weiter, kurz: Comics aller Sparten und Genres als »dumm« bezeichnete, als »obszön«, »primitiv« und »verblödet«. Für was sie meine Mutter allerdings nicht hielt, war »pervers«, »geisteskrank«, »widerlich«, »ätzend« oder »barbarisch«. Das rechne ich ihr bis heute hoch an!

Theobald Fuchs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 18.11.:

    Hans Zippert gibt in der "SWR 2 Matinee" Auskunft über TITANIC-Maskottchen Kohl.

  • 16.11.:

    Die "Schaumburger Nachrichten" verweisen auf eine interessante Anzeige aus der aktuellen TITANIC.

Titanic unterwegs
20.11.2019 Oldenburg, Wilhelm 13 Bernd Eilert mit Joachim Kersten und Klaus Modick
22.11.2019 Köln, Literaturhaus Katharina Greve
25.11.2019 Stuttgart, Theaterhaus Oliver Maria Schmitt
27.11.2019 Mannheim, Alte Feuerwache Max Goldt