Vom Fachmann für Kenner | Dezember 2006


Neulich bei der Zahnärztin

Nur ein einziges in der Redaktionsküche gefundenes Katzenpfötchen von Katjes (»weich & würzig«), und das Gold-Inlay ist wieder mal draußen. Kollege Rürup meint zwar, ich hätte vielleicht nur eine Katzenpfötchenallergie, doch Kollegin Werner schickt mich lieber zur Zahnärztin eine Etage höher. Die junge Ärztin findet in der Lücke im Backenzahn ein bißchen Karies, das sie rausbohren will, und fragt, ob ich eine Betäubung möchte, es könne ein bißchen wehtun. Ganz gegen meine Gewohnheit will ich keine, beschwere mich deshalb aber auch hinterher über den ausgebliebenen Schmerz. Das verblüfft die Zahnärztin. Sie hat plötzlich den Verdacht, der Zahn sei vielleicht schon tot, und testet mit Wattestäbchen und flüssigem Stickstoff die Kälteempfindlichkeit des Zahns – da ist aber keine, die Ärztin sorgt sich sehr. Also geht es ans Röntgen, danach erneute Verblüffung: Der Zahn ist völlig okay. Als ich frage, ob es vielleicht daran liegen könne, daß ich »eher so der gefühllose Typ« bin, nickt sie nachdenklich, und wir einigen uns darauf.

Ich hab’s jetzt also quasi amtlich!

Mark-Stefan Tietze

Der abgeschlossene Roman

Der Partykeller meines Onkels. Hier feierten wir eine Zeitlang so ziemlich alles, was anstand – vor allem weil er immer zwei, drei volle Halbliter-Kisten mit Dortmunder Export im Keller stehen hatte, auf die wir ungefragt zurückgriffen, und weil er ein duldsamer Mensch war, der sich über gar nichts beschwerte. Nicht über die Druckbeschallung bis fünf Uhr morgens, selbst dann nicht, wenn er Frühschicht hatte; nicht über die zehn bis zwanzig Gäste, die sich im Laufe eines Abends trotz eigens angebrachter Wegweiser in sein Schlafzimmer verirrten und nach der Toilette fragten; nicht über die Flaschen im Vorgarten, selbst dann nicht, wenn es Dortmunder Export war; nicht über gebrauchte Präservative in der Dusche, Kotzmosaike in der Hofeinfahrt. Nur einmal, als er zwei versoffene Knaller dabei erwischte, wie sie in seiner Küche – dieser verflixte kleine Hunger zwischendurch! – dem dicken rotweißen Prügel luftgetrockneter Mettwurst zu Leibe rückten, platzte ihm der Kragen, und er schrie so laut, daß man es trotz der Musik im Keller hörte, aber nicht verstand. Bleich kamen die beiden in den Keller zurück und berichteten immer noch heillos verstört. Er habe ihnen die Mettwurst an die Kehle gehalten und immer wieder »ABFLUG« gebrüllt, immer wieder: »ABFLUG… ABFLUG…!« Noch als sie die Kellertreppe hinuntergerannt seien, habe er ihnen dieses eine Wort nachgebrüllt. »Ist dein Onkel ein Freak oder so was?«

»Könnte man sagen«, nickte ich.

Frank Schäfer

Stalker-Logik

Habe mit Claudia Schiffer Schluß gemacht, nachdem sie nichts von mir wollte.

Sascha Dornhöfer

Gewürzmischung

An der Pfeffermühle, erinnert sich die Großmutter, habe noch lange nach deren Stillegung der aromatische Pfeffergeruch die Luft geschwängert. Deshalb vermische sich ihr beim Kochen noch heute die Erinnerung an diesen Ort ihrer Jugend mit der Geschichte der Frau, die im Gebüsch neben der Pfeffermühle gefunden worden sei, so leblos wie unbekannt. Ganz sicher sei sie das Opfer eines Gewaltverbrechens gewesen, das aber nie habe aufgeklärt werden können. Wochenlang sei die Bevölkerung zur Angabe von Beobachtungen aufgefordert worden, was sie selbst aber ignoriert habe, obwohl sie zur ehemaligen Pfeffermühle und den dort ein- und ausgehenden Menschen einiges zu sagen gehabt hätte. Die Frau, meint die Großmutter, wäre durch ihre Aussage sowieso nicht mehr lebendig geworden.

Ludger Fischer

Verspätung

Mir ist vor kurzem aufgefallen, daß meine asiatischen Kommilitonen immer zu spät zu den Vorlesungen kommen. Aber: Asien ist halt auch nicht der nächste Weg.

Jonas Haas

Alternative Erziehungsmethoden

Jüngst an Halloween. Des Abends sitzt ein Herr mit Hund an der Bar eines Restaurants. Die Tür wird von einem Schwarm verkleideter Fünftkläßler aufgerissen, die allesamt »Süßes oder Saures!« brüllen und sofort lautstark am Tresen nach einer Runde »Cola Light, aber zum Mitnehmen!« verlangen. Ein Mädchen kräht: »Aber ich will meine Cola in einem ganz kleinen Glas, das kleinste, was Sie haben!« Der Herr am Tresen schiebt ihr wortlos sein volles Schnapsglas vor die Nase. Sie jedoch schaut gebannt den Hund an, der zu seinen Füßen sitzt. »Kann ich den streicheln?« fragt sie den Herrn. »Probier doch mal«, antwortet er.

Katrin Meyer

Bin ich der neue Lichtenberg?

»Er las immer Rostock statt Rohrstock, so sehr hatte er den Kempowski gelesen.«

(Na ja, wohl eher nicht, wie?)

Stefan Gärtner

Späte Reue

Eine Sache belastet mich schon seit Jahren. Die Betroffenen weilen längst nicht mehr unter uns, aber ich kann mit dem Geheimnis nicht mehr leben. Als Kind war ich im Besitz zweier Großmütter, die ich übers Jahr kaum zu Gesicht bekam, von denen ich aber zu Weihnachten beschenkt wurde, meist per Paket oder Brief. Von »Oma Badpyrmont« bekam ich regelmäßig Socken und Unterhosen, von »Oma Berlin« zwanzig Mark. Dem zu jedem Silvester lautwerdenden Ruf der Mutter – »Bedank dich doch endlich mal für die Geschenke!« – folgte ich zwar eines Tages, dachte aber vorher ein bißchen nach und schrieb an Oma Badpyrmont: »Liebe Oma Berlin! Vielen Dank für die hundert Mark. Ich habe mich sehr gefreut und werde sicher über die Hälfte davon aufs Sparbuch…«, und verschickte anschließend den gleichen Brief mit wieder falscher Anrede auch an Oma Berlin. Im nächsten Jahr gab es an Weihnachten je Oma hundertzwanzig Mark, und die Sache kam nie zur Sprache. Entschuldigung nachträglich. Ich brauchte die Kohle.

Kolja Klimm

Guter Rat

Was Singles gegen die Einsamkeit tun können: In der Kneipe einfach immer zwei Biere bestellen und getrennt zahlen.

Tibor Rácskai

Müßte man reklamieren

Man hört ja immer wieder von Leuten, die sich ein Schriftzeichen einer fremden Sprache tätowieren lassen, bevorzugt des Japanischen, auf jeden Fall aber einer Sprache, die weder sie noch der Tätowierer beherrschen. Und eines Tages erfahren sie dann, daß das Zeichen, mit dem sie da herumlaufen, keineswegs, wie im Katalog des Tätowierstudios verzeichnet, »Lautlos schleichender Panther« bedeutet, sondern »Fleck, den ein Topf in einer feuchten Spüle hinterläßt, nachdem er zuvor auf einer etwas angerosteten Herdplatte gestanden hat«.

Mir ist es ganz ähnlich ergangen mit meinen Pheromonen, die gleichfalls nicht die Botschaft übermitteln, die sie sollen. Bestellt hatte ich »Wildfremde schöne Frau im Bus, rubbel deine Brüste an meinem Gesicht«. Geliefert wurde aber »Mensch gleich welchen Geschlechts, aber mit Wurst-atem, setz oder stell dich im Bus möglichst nah neben mich«.

Eduard Harfst

Dr. phil. futur.

Was, wenn der kurz vor dem Abschluß seiner Promotion stehende Grunbirg Mombassi zum Thema »Humor im Fünften Reich (1989-2037) im Spiegel zeitgenössischer Satiremagazine« auf diesen Beitrag stoßen wird? Der ja mit »Humor« überhaupt nichts zu tun hat?

Das wird ihn, glaube ich, ziemlich aus dem Konzept bringen.

Jan Sneyd

Kodiertes Kosen

Ich turtele gern, vor allem per Tastendruck. Aber simse ich meinen Liebsten als »Schmusi« oder »Knuffelchen« an, simst er zurück: »Bleib mir weg mit dem schwülstigen Scheiß!« So traute ich mich lange Zeit nicht, meine Gefühle auszudrücken – bis ich entdeckte, wie ich den T9-Modus, den automatischen Wortfinder in meinem Handy, für meine Zwecke nutzen kann. Tippe ich jetzt »Schmusi«, steht da »Schnüri«, »Schmusekatze« wird zu »Schnupfkauz«. Mein Liebster liest: »Hallo Schnüri! Ich bin vermarst in dich! Laß uns tusteln. Deine Schnupfkauz.« Und simst zurück: »Hey, soviel Wortwitz hätte ich dir gar nicht zugetraut!« Er nennt das »ironisch gebrochen«. Ich nenne das: kodiertes Kosen – die neue Sprache der Liebe für alle, die es mit Spöttern und Verstockten zu tun haben!

Ella Carina Werner

Neulich hat endlich, endlich jemand unaufgefordert Kleopatra als neues Unter-thema ins Gespräch eingebracht. Die daraufhin von mir gesprochenen Sätze waren, zugegeben, schon ein bißchen vorbereitet, aber es hat sich gelohnt: »… ja, Kleopatra war natürlich kraß drauf. Die hat ja auch im Blut ihrer Feinde und Gefangenen gebadet, um schöner zu werden. Ach nee, das hab ich jetzt verwechselt – die hat in Eselsmilch gebadet. Das mit dem Blut, das war ja ich!«

Jan Wilhelm Kleineke

Farbenblind

Wenn man nachts bei Rot über eine verwaiste Kreuzung schlendert, plötzlich ein Streifenwagen heranbraust und man aus aufgerissenem Autofenster angeraunzt wird: »Farbenblind?«, sollte man tunlichst die Klappe halten, sonst sitzt man bis morgens auf einer Polizeiwache und wartet auf den Augenarzt, der einem die angeborene Farbsehschwäche bestätigt.

Daniel Sibbe

Frauen leicht gemacht

Sie schreiben einen Diätratgeber und haben noch keinen Titel? Keine Ursache, gern geschehen.

Utz Held

Vielleicht später mal

Wenn man seine wertvolle Arbeitszeit in einer großen Projektsitzung verbringt, umgeben von den Leitern anderer Abteilungen, und zwei Stunden lang phrasenfrei und konstruktiv diskutiert, gedankliche Fortschritte erzielt und am Ende zu einem Ergebnis kommt, das nicht nur der Geschäftsführung gegenüber präsentabel ist, sondern ein großes Problem löst und außerdem die Firma voranbringt, dann piepst der Funkwecker. Man reibt sich verwundert die Augen und denkt: »Es müßte aber doch möglich sein, irgendwie, irgendwann.«

Torsten Jansen

Aufruf zu mehr Toleranz

Nach dem Besuch eines islamischen Landes muß ich sagen: Im großen und ganzen machen Muslime auch nichts anderes als wir, nur daß sie dabei wesentlich strenger riechen.

Jan Freunscht

Malern

Hat man schweißgebadet, fluchend und mit viel Wut im Bauch die hohen Decken und Wände seiner Altbauwohnung mit Farbrollen und Teleskopstangen gestrichen, dann darf man sich auf den nächsten Tag freuen. Wenn an diesem nämlich die Farbe getrocknet ist und man mit einem kleinen Pinsel die am Vortag unerreichbar gebliebenen Ecken und Kanten ausbessern will, jedoch vom ins Zimmer flutenden Tageslicht den Nachweis erbracht bekommt, daß zwischen alter und neuer Farbschicht nicht ein Fitzelchen Unterschied auszumachen ist, kann man mit dem Rest der weißen Farbe die Frage »Warum habe ich Idiot mir eigentlich die ganze Arbeit gemacht?« auf die weiße Wand schreiben. Und schon ist die Wohnung fertig zur Übergabe.

Nils Heinrich

Nutzlos

Der kleine Sohn von Bekannten hat sich irgendeinen Virus eingefangen. Es nützt also nichts, daß seine Eltern ihn Linux genannt haben.

Uwe Geishendorf

Pawlowscher Hund

Als ich am Kopenhagener Flughafen ankam, hatte ich auf einmal so eine seltsame, visuell verwackelte Wahrnehmung. Erst später wurde mir die ursächliche Konditionierung bewußt – für mich war die dänische Sprache bislang exklusiv mit den Dogma-Filmen verbunden gewesen.

Johannes Kreidler

Überraschung

In sinnloser Euphorie kündigt die senile Radiomoderatorin das neue Lied von G.G. Anderson an. Das neue Lied? Das würde ja heißen, G.G. Anderson lebt! Das Leben bringt jeden Tag neue Überraschungen mit sich, teils auch böse.

Dirk Warnke

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sieh an, General Franco!

Sieh an, General Franco!

Jetzt ist’s offiziell: Sie werden umziehen. Das beschloss der Oberste Gerichtshof Spaniens. Bedeutet: Kein weiteres Abhängen mit Fascho-Pilgern in Ihrer von Zwangsarbeitern errichteten Kultstätte samt größtem Christenkreuz der Welt und frischen Blumen auf Ihrem Grab. Wurde auch Zeit, dass Sie die morschen Gebeine zusammenraffen und auf die Müllhalde der Geschichte tragen! Wie bitte? Sie werden auf einen staatlichen Friedhof nahe Madrid verlegt? Gute Güte, dass es diesen Despoten und Kriegsverbrechern aber auch immer so schwerfällt, ihren Platz einzunehmen!

*Kopfschüttel* Titanic

 Zeugen Jehovas!

»Warum ist das Leben so kurz?« steht neuerdings auf Euren Aufstellern. Verständlich, das zu fragen, wenn man den ganzen Tag Blättchen verteilen und über Gott reden muss.

Im Geiste bei Euch: die Ketzer von

 Genial, Christoph Rottwilm (»Manager Magazin«)!

An Ihrem Artikel »Was Geldanleger von Superreichen lernen können« gefällt uns nicht nur der Titel, sondern auch, wie Sie gleich zu Beginn relativieren: »Reich werden. Es mag höhere Ziele im Leben geben, Glück beispielsweise, oder wenigstens Zufriedenheit und Wohlbefinden. Aber reich werden?« Ist man an dieser Stelle nicht bereits vom Kapitalismus geheilt, kann man weiterlesen: »Die meisten hätten wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ihnen das gelänge (nämlich reich zu werden). Doch wie stellt man es an? Ein Blick auf diejenigen, die es geschafft haben, lohnt sich …«

Und was haben Sie bei Ihren Recherchen in den Untiefen der Hochfinanz herausgefunden? »Unter den reichsten Menschen der Welt finden sich Leute mit den unterschiedlichsten Talenten. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie wissen, wie man ein Vermögen vermehrt.« Ach, so geht das mit dem Reichwerden! Super! Da haben wir für Sie, Herr Rottwilm, gleich ein paar Ideen für zukünftige Artikel: Die erfolgreichsten Rennfahrer haben gemeinsam, oft als Erster im Ziel zu sein. Alle Bestsellerautoren haben gemeinsam, viele, viele Bücher zu verkaufen. Und »Manager Magazin«-Journalisten haben das gemeinsame Talent, uns auf die Nerven zu gehen.

Weiß, wie man Spaß vermehrt: Titanic

 Hicks, Juliane E. Reichert!

Im »Magazin für Barkultur« »Mixology« schreiben Sie unter dem Titel »Heimat und Hefe« über einen angeblichen Fruchtweintrend: »In welcher Variante auch immer, Cidre löscht den Durst und schmeckt fruchtig, meist nach Apfel, immer wieder auch nach Birne; man muss deutlich mehr Liter von ihm trinken, als der Körper zu fassen vermag, um ihm ein Sodbrennen zu entlocken.« Wem denn jetzt eigentlich? Dem Körper? Dem Cidre? Dem Apfel?

Klingt auf jeden Fall, als hätten Sie auch damit Erfahrung. Aber in welcher Variante auch immer, irgendwie haben Sie uns gerade ein Sodbrennen entlockt. Wollen Sie es wiederhaben?

Stößchen! Titanic

 Rudi Cerne (ZDF)!

Wie wir gelesen haben, sollen Ihre Zuschauer entsetzt gewesen sein, nachdem Sie in Ihrer Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« Fotos einer Leiche gezeigt hatten. Dabei hatten Sie doch vorher extra darauf hingewiesen, dass das Bild manche Leute verstören könnte.

Wir wünschten uns vielmehr, Sie würden jedes Mal, bevor der Schirmherr Ihres XY-Preises für Zivilcourage, Horst Seehofer, eingeblendet wird, eine entsprechende Warnung aussprechen.

Hat immer noch Albträume vom letzten Mal: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gedenken

Ich erinnere mich gut daran, dass meine Mutter Micky Maus, Fix und Foxi, Asterix, Tim und Struppi, Superman, Prinz Eisenherz und so weiter, kurz: Comics aller Sparten und Genres als »dumm« bezeichnete, als »obszön«, »primitiv« und »verblödet«. Für was sie meine Mutter allerdings nicht hielt, war »pervers«, »geisteskrank«, »widerlich«, »ätzend« oder »barbarisch«. Das rechne ich ihr bis heute hoch an!

Theobald Fuchs

 Durch die Schokolinse betrachtet

Wenn kein anderer Laden in Sicht ist und der kleine Hunger naht, muss ich wohl oder übel den benötigten Schokoriegel an einer Tankstelle kaufen. Dann stehe ich in der Schlange und ärgere mich über die Auto-Idioten vor mir, die den Treibstoff für ihre Dreckschleudern bezahlen wollen, mir damit die Zeit und der Umwelt die Zukunft stehlen. Andererseits: Ohne solche Idioten gäbe es diese Tankstelle nicht, an der ich mitten in der Pampa Schokolade kaufen kann. Die Welt ist mir schon oft viel zu kompliziert.

Katharina Greve

 Mythmist

Mir ist noch nie einer begegnet und ich bin meines Wissens noch nie einem aufgesessen, obwohl ich seit meiner Geburt in Großstädten lebe: Ich glaube, es gibt einfach keine urban myths. Oder ist genau das ein urban myth?

Adrian Schulz

 Phonographisches Gedächtnis

Ich weiß noch genau, wo ich war, als der Anruf kam: am Telefon.

Tim Wolff

 Premiere

Letzten Monat habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine indische Oper angesehen. Es war ein großartiges Singhspiel.

Andreas Maier

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 18.11.:

    Hans Zippert gibt in der "SWR 2 Matinee" Auskunft über TITANIC-Maskottchen Kohl.

  • 16.11.:

    Die "Schaumburger Nachrichten" verweisen auf eine interessante Anzeige aus der aktuellen TITANIC.

Titanic unterwegs
20.11.2019 Oldenburg, Wilhelm 13 Bernd Eilert mit Joachim Kersten und Klaus Modick
22.11.2019 Köln, Literaturhaus Katharina Greve
25.11.2019 Stuttgart, Theaterhaus Oliver Maria Schmitt
27.11.2019 Mannheim, Alte Feuerwache Max Goldt