Briefe an die Leser | Oktober 2007


Und muß, ARD,

Dein Sonderbericht zu den Waldbränden in Griechenland denn ausgerechnet »Brennpunkt« heißen? Ja?

Bon!

Titanic

Julia Schaaf!

Wie »das neue Spiel mit der Inti­mität« in Zeiten von Internetz-Liber­tinage so geht, ließen Sie uns via FAS wissen: »Es ist mehr als ein One-Night-Stand und weniger als ­eine Affäre, wobei es vor allem anders ist. ›Casual Sex‹ nennen es die Briten und sind zu beneiden, weil ihre Sprache so schillert und sich, wenn nötig, der Eindeutigkeit entzieht. Gelegenheitssex. Irgendwie ungezwungen. Beiläufig. Lässig. Und dabei so unendlich viel geschmeidiger, spielerischer, sympathischer und moderner als das Vokabular, daß einem hierzulande begegnet: Seitensprung. Erotisches Abenteuer. Fickbeziehung« – schade nur, daß Sie sich bei Ihren uneindeutig-spielerischen Ausführungen nicht auf einen Quickie beschränkt und Ihre kulturjournalistischen Hardcore-Informationen über den jüngsten halluzinierten Sexual­trend lang und breit ausgewalzt haben; so daß wir bereits vor dem ­Höhepunkt eingeschlafen sind.

Irgendwie beiläufig:

Titanic

Liebe HypoVereinsbank!

Daß Dein Marketing-Leiter für Privat- und Geschäftskunden, der uns gestern in einem dieser uner­wünschten Werbebriefe ein kosten­loses Giro­konto mit dem Abgreif-Slogan »Nichts bezahlen, viel bekommen« anempfahl, daß nun ­also dieser Mann ausgerechnet den Namen Rauno Gierig trägt – ist das wirklich noch der Weltgeist oder bereits virales Marketing? Auf das dann vollrohr reingefallen wäre:

Deine

Titanic

Hallo, Ihr »Klimaskeptiker«,

namentlich Matthias Horx, Dirk Maxeiner, Wolf Lotter, Josef Reichholf, Christian Bartsch, Günter Ederer und Wolfram Weimer: Da gebt Ihr nun also quer durch alle Medien von Brand Eins bis Galore und ­Spiegel die Mietmäuler der Großindustrie und äußert Euch mit lautem Getöse und fernab jeder Sachkenntnis zu dem ja doch recht komplexen Thema »globales Klima« – kein Wunder, daß da allerhand Fakten, nun ja: durcheinandergeraten. Aber wenn dann mal jemand vom Fach daherkommt wie Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Euch, wie in der FAZ vom 31.8. geschehen, fein säuberlich Sachfehler für Sachfehler und manipulierte Grafik für manipulierte Grafik nachweist, dann rottet Ihr Euch zusammen und postuliert als Skeptikermob eine ­Woche drauf ebd. Erstaunliches: »Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf ist ein sehr erfolgreicher Mann. Sein Sieg auf allen Kanälen der öffentlichen Meinungsbildung ist total.« Klar, im Grunde spricht ja jeder auf der Straße und am Stammtisch nur noch von Prof. Rahmstorf. »Stefan Rahmstorf könnte seine heilige Mission in der Klimafrage also für beendet und gelungen erklären.« Denn bekanntlich überschlägt sich die Politik ja in effektiven Klimaschutzmaßnahmen, man kann ja kaum so schnell gucken, wie das ganze CO2 verboten wird. Aber das reicht noch nicht: »Aber es reicht noch nicht. Noch sind da draußen ein paar Störer am Werk, Nörgler, Querulanten, Miesmacher, Zweifler.« Klar, Ihr meint Euch, und offenbar schwebt Ihr in höchster Gefahr, denn: »Es ist ein heiliger Krieg, ein Dschihad, den Rahmstorf da führt. Und es werden keine Gefangenen gemacht.« Steht denn der Herr Professor mit dem Hackebeil vor der Tür? Es scheint so, denn Ihr habt eine »fanatische Verfolgung Andersdenkender« erfahren. Und dabei seid Ihr doch nur ganz normale Bürger! »Wir sind ganz normale Bürger … Publizisten, Wissen­schaftler, ­Medienschaffende, Intellektuelle … Deshalb nehmen wir uns das Recht zu zweifeln. Unsere Position ist aussichtslos, nicht ­gerade sexy und derzeit hoffnungslos in der Minderheit. Aber irgend jemand muß die Türen eines skeptischen Weltverständnisses gegen die praktisch gleichgeschaltete öffentliche ­Meinung offenhalten.« Und das seid, ­Klimaskeptiker, natürlich Ihr. Während des Professors Äußerungen »auf ein bizarres Geltungsbedürfnis hinweisen« – und bizarres Geltungsbedürfnis ist Euch Andersdenkenden, in einem fanatischen Dschihad verfolgten normalen Bürgern, die die Türen eines skeptischen Weltverständnisses gegen die gleichgeschaltete öffentliche Meinung offenhalten, natürlich vollkommen fremd. Eine Frage noch: Wer von Euch Pappnasen ist jetzt ­eigentlich der Intellektuelle?

Skeptisch:

Titanic

Badminton!

Nachdem neulich der Chinese Lin Dan den Indonesier Sony Dwi Kuncoro besiegt hat und Weltmeister wurde, freuen wir uns schon auf die nächste Begegnung in der Spielklasse Insektizide gegen Elektrogerätehersteller. Was uns da wohl erwartet? DDT gegen Toshiba? E605 gegen Hitachi?

Jedenfalls gespannt:

Titanic

Liebe Fahrschulen,

eine kleine Frage nur: Was genau lernt man eigentlich in Euren »­Ferien-Crash-Kursen«?

Trotzdem gute Fahrt:

Titanic

Da ist Ihnen, allweil göttlicher Ben Becker,

ja etwas ganz Revolutionäres eingefallen: aus der Bibel vorlesen. So etwas gab’s ja praktisch noch nie! Und so haben Sie, wie Sie dem klerikalen Fachblatt Bunte verraten haben, also diese »große Oper« als Hörbuch eingelesen und waren mal wieder ganz ergriffen von sich selbst, als Sie sich das Ergebnis zu Ohren führten: »Wenn ich die Kreuzigungsszene höre, weine ich jedes Mal. Noch immer. Danach bin ich fix und fertig.« Kein Wunder, daß Sie dabei auch ganz besondere Gottes­erfahrungen hatten: »Manchmal hatte ich das Gefühl, er sitzt neben mir.« Aber dann das: ein Zusammenbruch, Reanimation, Sie verschwanden erst mal im Krankenhaus und anschließend in der Reha. Streß, Überarbeitung und Alkohol sollen schuld daran gewesen sein. Sagen Sie.

Wir aber verkündigen: Rücken Sie zukünftig IHM nicht mehr so dicht auf die Pelle. Beim nächsten Mal wird ER nämlich sonst wirklich ungemütlich.

Im Namen des HErrn:

Titanic

Karin Pittner und Judith Berman!

In »Deutsche Syntax. Ein Arbeits­buch« widerlegt Ihr endlich das Vorurteil, Sprachwissenschaft sei nur was für Freaks und ­Detailfetischisten: »Das maximal untergeordnete Glied des Oberfelds ist dem maximal übergeordneten Glied des Unterfelds übergeordnet.«

Alles klar. Bleibt nur die Frage: Ist soviel Antithetik eigentlich noch Grammatik oder schon Poesie?

Grüße jedenfalls aus dem Unterfeld von

Titanic

»Stern«!

»Spiegel der Seele: Haare – Was sie über uns verraten« hieß Dein ­wieder mal schwer psychomystizistischer und wie bestellt schwachsinniger ­Titel am 30. August d.J., und ­während die gewohnt superseichte Story mit Edelkunstfotos der nimmermüden ­Herlinde ­Koelbl ­tapeziert war, prangte auf dem Titel eine mutmaßlich 13jährige, deren wild vom Wind zerzaustes Haar immerhin ­ihren rechten Busen ­bedeckte, ­während sich der linke sehr schön dem Betrachter darbot. Dieses superscharfe Coverkind mit seinem devot-verstörten Blick – was wollte, was will es uns sagen? Wohl dies: Daß Du, Stern, trotz oder ­gerade wegen ­Deiner Woche für Woche vor investigativem Elan schier überschäumenden Reportagen, den harten Kern Deiner Leserschaft letztlich doch im männlichen Akademiker zwischen 30 und 90 verortest, der in seiner Pädophilie soweit gefestigt ist, daß er angesichts der Gänsehaut am Busenansatz eines Kindes dann doch noch den Geldbeutel hochkriegt, um mit zittrigen ­Fingern die Zwoachzich rauszu­pulen, die dieses kleine, unschuldige Vergnügen am Kiosk (neinnein: erst zu Hause!) kostet, nicht wahr? 

Bäh:

Titanic

Linksparteiaktivist Pit Metz!

Da konntest Du Dich doch tatsächlich knapp zwei Wochen lang dem Traum hingeben, als Linker in gleichnamiger Partei für den hessischen Landtag zu kandidieren und als Spitzenkandidat auch noch in selbigen einzuziehen; hast im ­Rennen um den ersten Listenplatz sogar noch einen hochkarätigen Gewerkschaftsbonzen, Ex-SPDler und Liebling der Berliner Parteikader ausgestochen – welch ein Fehler; und weil ein Fehler kein Fehler ist, hast Du die Empfänger des Schießbefehls an der DDR-Grenze gleich noch mit den ­Befehlsempfängern in Afghanistan verglichen. »Soldaten sind Mörder« – ja klar, aber doch nicht, wenn sie dem Kapital, Verzeihung, der Demokratie den Weg freiballern!

Dann hat Dein Genosse Pfeiffer aus dem Odenwald gleich einen »Brandbrief« geschrieben, in dem er klargestellt hat, daß die Odenwälder Linken im Herzen konservativ sind, zwar ein bißchen gegen Hartz IV, aber doch nicht gegen das ­System, denn das wäre ja richtig links, und das gehört sich doch nicht. Und a­lso bist Du, Pit Metz, zurückgetreten und darfst Dich, als alter DKPler, in Deiner neugewonnenen Freizeit mal fragen, warum Du nicht ­beizeiten auf den Kollegen Henschel gehört hast: »Die Linkspartei, die Linkspartei, die geht mir rechts am Arsch vorbei« –

trotzdem alles Gute: Deine Mauer­schützen von

Titanic

Konstantin Wecker!

Da der Titel Deiner aktuellen Tour »Zugaben« lautet: Ist das als Zugabe zu all den vorangegangenen Konzerten gedacht und ergo mit der Ankündigung gleichzusetzen, daß Du hinterher endgültig und in toto von der Bühne…?

Fragen wird man ja wohl noch dürfen!

Titanic

Sehr geehrter Werner Schnappauf (CSU)!

Kann es eigentlich sein, daß Sie als bayerischer Umwelt- und Verbraucherschutzminister die Belange des kleinen Mannes wie auch den Schutz der Natur so vehement und unnachgiebig hartnäckig gegen die profitorientierten Begehrlichkeiten der Industrie verteidigten, daß die Sie ruckizucki zu Ihrem BDI-Geschäftsführer machte? Ja, es kann?

Dann weiterhin viel Glück bei Ihrem Marsch durch die Institutionen! Wünschen Ihre Klassenkämpfer auf der

Titanic

Sie aber, Brad Pitt,

haben also ein für alle Mal genug von Paris Hiltons Selbstdarstellungen in der Öffentlichkeit; das verrieten Sie jedenfalls dem US-Magazin Details, was wiederum in sämtlichen deutschen Klatschspalten nachzulesen war. Demnach können Sie und Ihre Lebensgefährtin Angelina Jolie es nicht mehr ertragen, Hilton im Fernsehen zu sehen, und sind genervt von deren permanentem Streben nach Ruhm, weswegen Sie Frl. Hiltons öffentlich zur Schau gestelltes Leben auch nicht mehr verfolgen wollen a.s.o.

Brad Pitt, alte Parade-Nervensäge: Das ist ja so, als hätte sich John ­Wayne über die vielen Western beklagt oder Diekmanns Kai über den Schmutz auf dem Zeitungs­bou­levard!

Greetings to the glasshouse:

Titanic

»Neue Zürcher Zeitung«!

Den Bericht der Zürcher Gesundheitsdirektion zur Gesundheit der kantonalen Bevölkerung kommentierst Du so: »Männer verlieren unnötig viele Lebensjahre, weil sie Suizid begehen, übergewichtig sind und gefährliche Mengen Alkohol und Tabak konsumieren.« Andererseits: Tun sie das exakt in dieser Reihenfolge, gewinnen Männer wiederum jede Menge Lebensjahre ohne unappetitliche Gefährdungen, berechnet fix Deine

Titanic

Gerhard Ludwig Müller!

Als Bischof von Regensburg haben Sie seit Ihrem Amtsantritt vor fünf Jahren reihenweise Pfarrer gemaßregelt, degradiert und geschaßt, die Ihr Gottesgnadentum anzuzweifeln wagten. Nur einen Gottesdiener, der wg. Unzucht mit minderjährigen Ministranten einen Strafbefehl erhalten hatte, ließen Sie nach einer Pietäts­pause in einer anderen Gemeinde auf die dortigen Ministranten los. Was ­soweit niemanden störte – bis der Vater eines der ersten Katechisierungsopfer vom neuen Wirkungsort Hochwürdens erfuhr und dort das ausplauderte, was Sie der Gemeinde wohlweislich verschwiegen hatten. So daß das offensichtlich regelmäßige gemütliche Beisammensein der Nachschub-Ministranten mit dem Seelsorger im Keller seines Pfarrhauses unter Einsatz von Rotwein und Wasserpfeife auf einmal für die Staatsanwaltschaft von Interesse war, die den Mann Gottes schließlich wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft nahm. Nur Sie, Bischof Müller, als Dienstherr des Ministrantenmissionars, waschen Ihre Hände in Unschuld; und waren ja auch viel zu beschäftigt mit der Maßregelung, Degradierung und Suspendierung der wirklich gefährlichen Schwarzröcke, als daß Sie sich noch um so Kinderkram hätten kümmern können.

Dafür fallen jetzt in dem niederbayerischen Bauerndorf Riekofen so an die 1000 Seelen vom katholischen Glauben ab. Und wir müssen neidvoll ­anerkennen: Das hätten wir nie zuwege gebracht.

Reschpekt:

Titanic

Für Sie, Jette Joop,

gibt es, wie Sie der Zeit verraten haben, »nur einen Plan B: die Bildhauerei. Wie gern würde ich allein in einem Berliner Loft stehen, umgeben von Studien aus Gips und Ton, und mich während des Gestaltungsprozesses komplett von der Realität verabschieden! Dabei hätte ich eine Latzhose an und könnte mich ungestraft mal so richtig dreckig machen.«

»Bildhauerei« stellen, Frau Joop, Sie sich also als etwas vor, das sich ausschließlich in Lofts, solchen in Berlin-Mitte zumal, abspielt, und fürs Dreckigmachen, glauben Sie, würden Sie auch mit Ihren 39 Jahren noch bestraft – etwa vom Papa? Mit anderen Worten: Sie haben sich doch bereits so komplett von der Realität verabschiedet, daß Sie ­Ihren Plan B-knackt eigentlich schon längst leben könnten!

Und dabei wünschen Ihnen viel Spaß: die Gips- und Tonköpfe auf der

Titanic

Heda, sächsische Polizei!

Rechtsstaat ist Rechtsstaat, und wenn, wie letzthin in Mügeln, ein paar Kanaken durchs Dorf geprügelt werden, gilt natürlich v.a. erst mal die Unschuldsvermutung: »Offenbar geht die Polizei aber nicht von einem organisierten rechtsextremen Hintergrund aus: Zwar seien bei der Hetzjagd Parolen wie ›Ausländer raus‹ zu hören gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Ein Anhaltspunkt für ein generell fremdenfeindliches Motiv ergebe sich daraus aber nicht. Man ermittle in ›alle Richtungen‹« – nur gut, sächsische Polizei, daß man Dir nicht die Ermittlungen bei den Nürnberger Prozessen überlassen hat: »Zwar seien im Dritten Reich Parolen wie ›Juda verrecke‹ an der Tagesordnung gewesen und Juden in großer Zahl mißhandelt und ermordet worden; ein Anhaltspunkt für eine generelle Judenfeindlichkeit der Bevölkerung ergebe sich daraus aber nicht« – puh!

In dubio pro neo:

Titanic

Pro 7!

In der gewohnt sagenhaften Realitydoku »Deine Chance« stellst Du uns nun drei junge Blondchen vor, die um einen garantiert karriereunwirksamen Ausbildungsplatz bei der Gastrokette Backhaus konkurrieren; zeigst das entwürdigende Bewerbungsverfahren genüßlich en détail und läßt die Filialleiterin denkbar klare Ansagen machen: »Irina, Diana und Ann-Kathrin würden sich jetzt für ihre Chefs auf die Hinterbeine stellen, sie parieren wie junge Hunde, und genauso wollen wir sie haben!«

Soweit, so fürchterlich. Wie wäre es denn, Pro7, mal mit einer Privatsender-Niveauunterbiet-Konkurrenz-Show? »Pro7, RTL und Vox wälzen sich im Entertainment-Mist wie nicht mehr bei Sinnen, es ist ein harter Konkurrenzkampf, und sie würden jetzt wirklich alles tun, um nicht rauszufliegen: Mongoloide als Piloten, demente Senioren allein im Urwald und Schwarze auf Survival-Tour in Sachsen – nur einer kann gewinnen!« Und das wärst, Pro7, mit ein klein bißchen Anstrengung halt evtl. Du.

Viel Erfolg wünscht

Titanic

Wenn Sie schon, Hans Leyendecker,

anläßlich der Festnahme einiger sauerländischer Islamisten in gewohnt auf- und leyendeckerischer Manier zu einer Gesamtrevue des Terrorismus in Deutschland ausholen und daran erinnern: »›Macht kaputt, was euch kaputtmacht‹, tönten die Wirrköpfe der RAF« – dann erwähnen Sie doch auch bitte, auf welchem RAF-Album sich dieser Titel findet. Nämlich auf »Warum geht es mir so dreckig« von 1971. Es hat ja heutzutag’ schließlich nicht mehr jeder das Gesamtwerk aller Pilz- und Wirrköpfe vollständig im Plattenschrank.

Freiheit für Rudi Reiser:

Titanic

Biermann!

»Heimkehr nach Berlin-Mitte« heißt Ihre neueste Scheibe, und wie sehr Ihnen die Einbürgerung nach Mitte eine Herzensangelegenheit ist, verriet uns Ihr Pressetext: »Erst seit meiner Ausbürgerung, im November 1976, als ich plötzlich weggerissen war: nicht nur von den Freunden, sondern auch von vertrauten Feinden, dämmerte mir in diesem doppelten Verlust das heikle und unübersetzbare deutsche Wort ›Heimat‹. Trotzig war ich meinem kommunistischen Kinder­glauben noch ein paar Jahre auch im Westen treu geblieben. Aber dann begriff mein Herz endlich, was mein Kopf schon im Osten kapiert hatte: daß ich kein Kommunist mehr sein kann. ­Alle besseren und schlechteren Bonzen aller kommunistischen ­Par­teien haben sich seit der Oktoberrevolution 1917 zuverlässig als freiwillige oder unfreiwillige Menschenfeinde erwiesen. All diese surrealen Revolutionäre entpuppten sich in der Praxis als ­reale Konterrevolutionäre. Alle ­linken Menschheitsretter, wo immer sie an die Hebel der Macht kamen, bewährten sich als noch asozialer und massenmörderischer und verlogener als die reaktionärsten Rechten«, so war dit jewesen, jenau. Und doch, er schmerzt so sehr, der »Verlust der ­roten ­Utopie. Manch blinder Mitläufer verlor ein Bein, manch revolutionsromantischer Schwärmer verlor das Herz und mancher alter-naive Intellektuelle nur sein bißchen Verstand«, weshalb wir’s uns in der utopie- und ideologiefreien Zone ganz beaujolais wohlgehen lassen: »Heimat ist für mich auch das Languedoc

geworden, das Roussillon, dort, wo die Weinberge mehr liefern als nur den berühmten Banyuls-Wein«, aber zu Hause, det is alleen Ballin, aber natürlich nicht das der 500 000 Hartz IV-Rentner und 130 000 Armutskinder, bewahre: »Berlin ist nach zwei Diktaturen wieder eine wunderbar verrückte, eine lebendige Demokratie geworden. Berlin ist meine alte Liebe, erst dort wurde ich Hamburger Fischkopf ja ›der Biermann‹. Die alten Freunde locken mich und sogar ein paar neue. Vielleicht suche ich für mich und meine Frau Pamela, die so mädchenschön singen kann, fürs letzte Viertel meines Lebens eine bewohnbare Höhle im alten Kiez«, acht Zimmer Altbau sollten, Biermann, alter Wendegewinner, reichen, um auch in Zukunft so wunderbar verrückt und alter-naiv nichts mehr zu wollen als den eigenen Arsch an den Ofen; denn der Klassenfeind, er sorgt für die Seinen.

Gruß aus Frankfurt:

Titanic

Wieder mal, Donnersmarck!

Der Süddeutschen steckten Sie Ende August im Interview, daß zu Ihren größten Leidenschaften das Essen zähle. Wenn Sie nicht regelmäßig essen, werden Sie nach eigenem Bekunden »sehr unerfreulich und unkreativ oder zumindest nur zerstörerisch kreativ«. Nun sind Leidenschaften, denen man nicht wenigstens ab und zu nachgibt, praktisch nichts wert; brechen Sie, Donnersmarck, doch einmal aus der strengen Askese aus, die Sie sich offenbar seit Jahren auferlegen, gönnen Sie sich mal ein Knäckebrot oder einen kleinen gemischten Salat. Vielleicht werden Sie dann auch für uns erfreulicher.

Einfach mehr spachteln! Empfiehlt immer gerne:

Titanic

Gotthard Deuse!

Als Bürgermeister von Mügeln haben Sie’s fürwahr nicht leicht, nachdem sich Ihr friedliebendes sächsisches Städtchen Mitte August einer »Hetzjagd von Journalisten« (Junge Freiheit) ausgesetzt gesehen hatte, und alles nur wegen einer harmlosen Bierzeltprügelei, an der rein zufällig acht Inder beteiligt waren, die sich am Ende vor einem »Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!« skandierenden Mob in einer Pizzeria verbarrikadieren mußten und nur durch Zufall mit dem Leben davonkamen. Um die ganze Angelegenheit ins naturgemäß rechte Licht zu rücken, erklärten Sie zunächst der Financial Times Deutschland: »Solche Parolen können jedem mal über die Lippen kommen«, fühlten sich dann aber böswillig mißverstanden und ließen sich daraufhin von der Jungen Freiheit interviewen, bei der Sie endlich offene Türen einrennen durften, etwa mit der feinsinnigen Unterscheidung zwischen Rechtsextremismus und »ausländerfeindlichen Parolen von Betroffenen«. Und ist nicht jeder Mügelner in gewisser Hinsicht ein Betroffener, ein von Indern Betroffener, von ihrer frechen Existenz in Form von acht indischen Individuen inmitten von 5000 rechtmäßig angestammten Eingeborenen? Insofern war es noch sehr zurückhaltend formuliert, wenn Sie zu bedenken gaben, die Inder hätten am Entstehen der Prügelei »möglicherweise einen Anteil« gehabt. Aber man muß eben vorsichtig sein mit dem, was man sagt heutzutage – wie ehedem in der DDR, nicht wahr: »Ich zum Beispiel bin stolz darauf, Deutscher zu sein, aber wenn ich das sage, lande ich ja schon wieder in der Ecke« – aber da, Gotthard Deuse, können wir Sie beruhigen: In der Ecke werden Sie warm empfangen. Vom deutschen Volkskörper, der notorisch stolz auf sich selber ist und so einem Kleinstadtpogrom allemal was abgewinnen kann.

Also: Kopf hoch!

Ihre stets Betroffenen von

Titanic

Berliner Stadtmagazin »Zitty«!

Als Du 1977 gegründet wurdest, solltest Du in der Springer-dominierten Westhälfte der Stadt auch alternative Öffentlichkeit sein, denn wenn sich das örtliche Establishment zu den Themen des Deutschen Herbstes äußerte, klang das in etwa so: »Die RAF und ihr Anführer Andreas Baader glaubten allen Ernstes, die Bundesrepublik und ihr ›Naziregime‹ durch ein paar Anschläge in einen Polizeistaat verwandeln zu können«, und immer so weiter und feste druff auf die »heuchlerischen Politgangster und ihre Mitläufer«. Heute bist Du stolz, das größte Stadtmagazin Berlins zu sein, und wenn im Programmteil auf eine Fernsehsendung zur RAF hingewiesen wird, liest sich das so: »Die RAF und ihr Anführer Andreas Baader glaubten allen Ernstes, die Bundesrepublik und ihr ›Naziregime‹ durch ein paar Anschläge in einen Polizeistaat verwandeln zu können. Nun ja, die Historie ist dann doch anders verlaufen. Stefan Aust und Helmar Büchel schildern die Geschichte dieser heuchlerischen Politgangster und ihrer Mitläufer.«

Nun magst Du, Zitty, einwenden, eine kleine Notiz im Fernsehprogramm bedeute nicht, daß Du nur noch nachplapperst, was alle sagen. Dann nicken wir, klappen das Heft zu, lesen auf der Titelseite »Zwischen Sehnsucht und Lust – Acht Berliner haben für uns ihr Sex-Tagebuch geschrieben« und lassen das einfach mal so stehen.

Unter Mitläufern:

Titanic

»Hasse Transporte«, Radebeul!

Daß Du Deine Abneigung gegen das Befördern von Gütern groß auf die Planen Deiner Lkw schreibst, mag zwar erfrischend ehrlich sein, könnte aber die Kundengewinnung beeinträchtigen – wäre es für Dein Familienunternehmen nicht ohnehin angezeigt, die Branche zu wechseln? Vielleicht Haustürgeschäfte? Waffen, Versicherungen, Mundgeruch? Ab­raten würden wir dagegen von Blumen, Schokolade, Haustieren.

Unter Hassern:

Titanic

Helmut Schmidt!

In der Zeit ist Ihnen eine gar nicht mal so unebene Bemerkung über gewisse Exzesse der Apo ins Gedächtnis gerufen worden: »Während wir hier im Kabinett reden, hauen die in Kiel dem Rektor auf die Fresse und scheißen im Gerichtssaal auf den Tisch.« Auf die Frage, ob Sie diese Worte bereuten, haben Sie erwidert, Sie würden sich heute ein bißchen »anders ausdrücken«. Aber wie? Vielleicht eher so, wie Sie im selben Interview die Führungsqualitäten des Großen Krisenstabs im Herbst 1977 begründet haben? »Wir hatten alle die Kriegsscheiße hinter uns«, haben Sie gesagt. »Strauß hatte den Krieg hinter sich, Zimmermann hatte den Krieg hinter sich, Wischnewski hatte den Krieg hinter sich. Wir hatten alle genug Scheiße hinter uns und waren abgehärtet.«

Feldwebel Schmidt – abgehärtet durch Scheiße? Um in diesem Punkt nicht mißverstanden zu werden, haben Sie noch einmal betont und hinzugesetzt, daß der Krieg »eine große Scheiße« gewesen sei.

Dunkel in Erinnerung ist uns Guido Knopps schon an und für sich supershmoover Buchtitel »Der verdammte Krieg«. Toppen Sie ihn doch bitte mit einer Zugabe zu Ihren Memoiren unter dem Titel: »Wie ich den gottverdammten Scheißkrieg gegen die beschissenen Arschlöcher von der RAF gewonnen habe«. Aber vergessen Sie nicht, sich die Schnauze hinterher mit Seifenlauge auszuwaschen.

Abgehärtet, wenn nicht abgestumpft:

Titanic

Der Welt schönste Richtigstellungen, »FAZ«,

bringst zweifellos immer noch Du hervor: »Nicht das Böse, sondern die Börse hat nach Ansicht des Vorsitzenden des Welterbekomitees, Ole Briseid, über den Naturschutz klar gewonnen. Bedingt durch einen technischen Fehler wurde Briseid … falsch zitiert.« Bzw. versehentlich goldrichtig, nicht wahr!

Deine Börsen-Onkels von der

Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sänger Max Mutzke!

Sänger Max Mutzke!

Zum Thema Klimawandel und Verkehr klagten Sie im Interview: »Es gibt bei uns eine Verbindung, da fahr ich 10-12 Minuten mit dem Auto hin. Weil der Ort aber auf dem Berg liegt, fährt der Bus mehrere Stationen an und es dauert fast zwei Stunden. Aber da arbeiten Leute.«

Wir wissen nicht, wie der Berg, auf dem Sie wohnen, beschaffen ist und wer dort die Busrouten plant. Aber mal angenommen, Sie würden wegen der langen Busfahrt den einen oder anderen Auftritt verpassen, wäre das nicht ein weiterer Grund für die »Öffis«?

In diesem Sinne: Go green!

Titanic

 Liebe Alte,

»Drogenhandel und Abzocke von Senioren« titelte kürzlich die Braunschweiger Zeitung. Also, dass Ihr abgezockt werdet, finden wir natürlich echt doof, aber: Wie läuft es denn so mit der Rentenaufbesserung durch den Drogenhandel?

Fragt schon mal prophylaktisch: Titanic

 Was ist da los, deutsche Medien?

»Die radikalen Impfgegner vom Alpthal« besuchte der Spiegel und fragte dazu mit brennendem Reporterehrgeiz bereits im Teaser: »Nun verweigerte ein Dorf gar dem Impfbus die Einfahrt. Was ist da los?« Gute Frage. Der auch die Taz nachgeht: »Im Schwarzwaldkreis Rottweil sorgen Impfgegner für gereizte Stimmung. Was ist da los?« Womöglich Ähnliches wie im Nordosten. Die B.Z.: »Was ist da los? Corona-Lage in Brandenburg doppelt so schlimm wie in Berlin«. Aber nicht nur im Zuge der Pandemie verlangt überraschender Tumult nach unverzüglicher Aufklärung: »Was ist da los? Bei Bella Hadid fließen Tränen« (N-TV); »Was ist da los? Anouar wurde bei The Voice disqualifiziert« (Berliner Kurier); »Was ist da los? NFL-Superstar schon wieder verletzt«. Gut, dass Bild sich der Sache annimmt, denn die FAZ ist gerade mit Wichtigerem beschäftigt: »Die neue Apple Watch 7 ist angekündigt, aber Garmin hält sich bei seinem Top-Produkt zurück. Was ist da los?«

Der, die, das, / wer, wie, was / wieso, weshalb warum? / Wer nicht fragt, bleibt dumm – sicherlich. Wer allerdings immer dasselbe fragt, auch.

Überfragt: Titanic

 Wie viele Achtundsechziger, Udo Knapp,

bist auch Du, je älter Du wurdest, politisch immer weiter von links nach rechts marschiert: Du warst der letzte Vorsitzende des SDS, anschließend in einem Verein namens »Proletarische Linke«, um dann in den Achtzigern auf dem rechten Flügel der Grünen zu landen und schließlich bei der SPD, und zwar eigentlich nur, damit Du was in den Kolonien werden konntest, am Ende stellvertretender Landrat. Heute kritisierst Du die Gewerkschaften dafür, dass sie nur immer wieder Lohn fordern, wie man das als einer, der nichts gelernt hat bis aufs Lamentieren, halt so macht.

Dieser Weg verbindet Dich mit dem wohl dümmsten deutschen Sänger, Wolf Biermann, weshalb Du dem »alten weisen Mann« (Dein O-Ton) auch neulich so kenntnisfrei wie pathetisch zum Geburtstag gratuliertest: »Biermann hat den größten Teil seines Lebens in zwei furchtbaren deutschen Diktaturen verbracht. In beiden hat er gelitten, aber beide hat er mutig streitend und widerstehend überlebt.«

Wie man nun aber jeder Biermann-Bio entnehmen kann, hat der walrossbärtige Dödelbarde nur acht Jahre unter den Nazis und 23 Jahre in der DDR gelebt; die restlichen 53 jedoch im goldenen Westen (britische Besatzungszone, BRD und Gesamtdeutschland). Daher nun unsere Frage: Bist Du Dir, Udo Knapp, sicher, dass Du auf Deine alten Tage die Bundesrepublik Deutschland, in der Du so schöne Posten innehattest, wirklich als furchtbare Diktatur bezeichnen willst?

Wie meinen? Es stand doch bloß in der Taz, und in keiner richtigen Zeitung? Und rechnen konntest Du noch nie? Na dann, weitermachen, Udo, aber vielleicht demnächst doch ein bisschen, he, he, knapper.

Kurz angebunden: Titanic

 Sylt Marketing Gesellschaft!

Du machst auf dem Festland mit dem Slogan »Sylt macht sychtig« auf die umrissbekannte Nordseeinsel aufmerksam. Und ja, sie hat noch mehr negative Eigenschaften! Sylt ist syndhaft teuer, das Publikum dort verhält sich dynkelhaft. Ja, die ganze Ynsel ist bei genauerer Betrachtung das reinste Shythole, ein Besuch dort kompletter Unsynn!

Steht fürs nächste Brainstorming gerne bereit: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Trost vom Statistiker

Wenn du wieder einmal frustriert bist und denkst, du bist nur durchschnittlich begabt und mittelmäßig erfolgreich, dann wechsele doch einfach in eine andere Stichprobe!

Theobald Fuchs

 Schicksalhafte Wendung

Brüche im Leben gibt es bei allen Menschen. Öfter ist es so, dass jemand nach überstandener schwerer Krankheit das bisherige Streben nach Geld und Ruhm infrage stellt und beschließt, den sinnentleerten Job im Reisebüro, in der PR-Agentur (sehr viel seltener vielleicht auch im Schlachthof) hinzuschmeißen, um nur noch zu malen, zu töpfern, zu fotografieren, einen Gemüsegarten anzulegen oder zu schreiben. Es erfolgt allerdings nicht zwangsläufig eine Neuausrichtung zum Kontemplativen, Musischen. In meiner Bekanntschaft gibt es einen Fall, in dem der genesene junge Künstler seine Erfüllung als skrupelloser Miethai fand.

Miriam Wurster

 Notgedrungen einfallsreich

Mein Nachbar vergisst seit einigen Jahren regelmäßig seine Bank-Pin. Auf die Karte kann er die Pin natürlich nicht schreiben. Wie er mir vor Kurzem berichtete, hat er eine clevere Lösung für sein Problem gefunden: Um sich die Pin nicht mehr merken zu müssen, aber trotzdem nicht sein Geld zu riskieren, hat er seine Pin einfach auf den einzigen von ihm genutzten Bankautomaten geschrieben.

Karl Franz

 Alles richtich

Jüngst wurde ich darauf angesprochen, dass das Wort »richtig« aus logopädischer Sicht korrekterweise »richtich« ausgesprochen werden muss. Um mir meine Verwunderung darüber gar nicht erst anmerken zu lassen, entgegnete ich nur ein lässiges »selbstverständlig«.

Fabian Lichter

 Fünfzehn Zeichen Ruhm

Es hat wohl niemand je den Wunsch, um jeden Preis berühmt zu werden, heftiger kritisiert als meine Urgroßmutter. Ich kann mich gut erinnern, dass mein Vater einmal beim Lesen der Zeitung aufschreckte und Uroma ihn fragte: »Was ist denn?« – »Der Franz ist gestorben. Ich habe gerade seine Todesanzeige gelesen.« Sie schüttelte bloß genervt den Kopf und sagte: »Die Leute machen heutzutage wirklich schon alles, um in die Zeitung zu kommen.«

Jürgen Miedl

Vermischtes

Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 20.01.:

    In Göttingen eröffnete die große Eugen-Egner-Ausstellung im Alten Rathaus. Bilder vom Event zeigt das Göttinger Tageblatt und die Stadt Göttingen hat alles aufgezeichnet.

  • 20.01.:

    Mit Daumen und Rechenschieber erstellte Oliver Maria Schmitt in der FAZ das Horoskop fürs Reisejahr 2022, der Cartoon dazu stammt von Katharina Greve.

Titanic unterwegs
26.01.2022 Dresden, Staatsschauspiel Max Goldt
26.01.2022 Hamburg, Polittbüro Thomas Gsella
31.01.2022 Meiningen, Kunsthaus K. Greve, H&B und A. Plikat: »Corona revisited«
08.03.2022 München, Valentin-Karlstadt-Musäum »Herr Haas zeigt Hasen«