Briefe an die Leser | Februar 2007


[19.02.2007]

Unbekannter

Gymnasiast aus

Eschenburg!

Da stellen wir, nur so aus Daffke, einen Vordruck für Amokläufer zum Herunterladen ins Netz, und zwar, damit auch des Deutschen nicht ganz mächtige junge Menschen ihren Blutrausch mit den richtigen Worten ankündigen können, einen zum Ankreuzen:

– und was tust Du? Du lädst unser Amokformular, nur so aus Daffke, herunter, füllst es aus und hängst es an das Schwarze Brett Deiner Schule. Und weil Du es auch noch mit Deinem richtigen Namen unterzeichnest und die Polizei, die der Direktor Deines Gymnasiums umgehend einschaltet, Dich daher ohne weiteres dingfest machen kann, stehst Du jetzt einigermaßen dumm da und Deine Geschichte im Herborner Tageblatt: »Der schlechte Scherz wird für den 18jährigen ein Nachspiel haben. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der ›Störung des öffentlichen Friedens‹ gegen ihn ein. Sollten sich die Vorwürfe gegen ihn bestätigen, wird er möglicherweise für die Kosten des Polizeieinsatzes sowie aller übrigen Verfahrensschritte aufkommen müssen.«

Doch so leid es uns tut, Eschenburger Schüler, daß Dir nun womöglich ruinöse Rechnungen und ein Schulwechsel ins Haus stehen: An einem Gymnasium, dessen Lehrer offenbar nicht einmal zu einfachster Textsortenerkennung in der Lage sind, würden wir an Deiner Stelle sowieso nicht bleiben!

Doesn’t need no education:

Titanic

[16.02.2007]

Hallo, Integrationsbeauftragte!

Kennt Ihr den schon?: »Ey, was hast du fürn Wallpaper auf deim Laptop?« – »Isch hab Migrationshintergrund!«Korrekt, oder?

Deine Bildschirmschoner von der

Titanic

[13.02.2007]

Christiane zu Salm!

Wahrscheinlich lag es daran, daß das Christkind kurz vor der Tür stand, und so durften Sie sich trotz Ihrer glorreichen Vergangenheit als Geschäftsführerin von Neun Live bei der SZ richtig austoben und für die Damen und Herren Redakteure Visionärin spielen: »Das neue Fernsehen ist ein Social network des bewegten Bildes: Während des TV-Konsums blinkt beispielsweise ein Zeichen auf, wenn jemand gerade bei Ebay mein Angebot übertrifft. Oder am Rande des TV-Bildschirms läuft ein Chat über die Sendung.« Fabelhaft. Nicht nur, daß einem heutzutage jeder Filmabspann verhunzt wird, weil gleich wieder Werbung für die nächste Sendung gemacht wird, Sie sehen die TV-Zukunft auch noch in dämlichem Gequatsche am Bildschirmrand. »Es ist klar, wohin die Reise geht. Telefonkonzerne schicken schon heute weltweit 30, 60, 100 TV-Kanäle über das Internet in die Haushalte. Ich glaube nur, man muß sich inhaltlich mehr einfallen lassen, als einfach nur dasselbe Programm online zu stellen. Es wird eine Fernsehwüste geben – mit wenigen Oasen.« Und ein großer Regen wird kommen und wird fortspülen alle, die falsch Zeugnis ablegen wider den Gebührenzahler, also z.B. Sie, die Sie ja wie nix Gutes mitgeholzt und kahlgeschlagen haben im Garten des Herrn.

Drum, bitte sehr, jammern ausgerechnet Sie nicht über Sand im Schuh. Raten Ihre Hellseher auf der

Titanic

[11.02.2007]

Und Du,

Industrieverband Heimtierbedarf,

willst uns also die Hundehaltung schmackhaft machen mit dem Argument, daß »ein Hund bei Liebeskummer hilft«, weil die Köter »eine Senkung des Blutdrucks und die Entspannung der Muskeln bewirken« sowie »gute Antennen für unsere Stimmungen« hätten. Sagt jedenfalls eine Simone Dustert, Ärztin aus Königswinter, die deshalb »selbst einen Bullmastiff zum Therapiehund ausgebildet hat«.

Wie, Industrieverband Heimtierbedarf, bitte? Einen Bullmastiff als Liebeskummertherapiehund? Eines dieser gesichtsgefalteten Kampfschweine, die in immerhin sechs Bundesländern als »gefährlich« gelistet sind? Da können wir uns ja lebhaft vorstellen, wie Frau Dustert ihren Liebeskummer therapiert, wenn sie so richtig in Stimmung ist und dies an die Antennen ihrer Beißmaschine aussendet: »Los, Wotan, faß! Faß den Wichser, los, faß, faß!« Solange bis Blutdruck und Muskelspannung auf das gewünschte Maß gesunken sind.

Brav. Und aus!

Titanic

[09.02.2007]

Und sag halt mal, New York!

Da fällt jemand auf eins Deiner U-Bahn-Gleise, und jemand anders sieht, daß ein Zug dabei ist, in eben dieses Gleis einzufahren, springt dem Verunglückten ohne zu zögern hinterher und rettet ihn vor dem Überfahrenwerden. Und diesem wahrhaft heldenhaften Mann verleihst Du nun für seine Tat eine Medaille: und zwar eine Bronzemedaille.

Verrat uns doch, New York, bitte mal, was man tun muß, um von Dir mit Silber oder gar Gold ausgezeichnet zu werden: Muß man auf Bürohäuser gesteuerte Flugzeuge in Riesenaffenmanier mit seinen eigenen Händen vom Himmel wischen? Oder in Harlem eine weiße Sitcom drehen? Oder ist das wieder so ein protestantischer Blödsinn, auf daß der 50jährige Held nicht zu sehr verwöhnt, sondern in seinem Streben nach weiterer Lebensrettungstätigkeit und somit weiteren, wertvolleren Medaillen gefördert werde?

Aus den vagabond shoes grüßt trotzdem

Titanic

[07.02.2007]

An sich,

André Heller,

ist es ja zu begrüßen, daß in dem Porträt, das der ORF zu Ehren von Karl Kraus ausstrahlte, auch eine kritische Stimme zu Wort kam. Allerdings hätte man dem Toten einen würdigeren Gegner gewünscht als ausgerechnet Sie Clown, Träumer und Eventartisten, der Sie Ihren Unmut über die ersten Zeilen der Fackel, in der es statt dem üblichen reißerischen »Was wir bringen« hieß: »Was wir umbringen«, in die Worte packten: »Und daß man dabei, mit dieser Haltung, notgedrungenerweise nach dem Energieprinzip – was man aussendet, erhält man zurück – auch sich umbringt, dafür war er einfach nicht klug genug.« Nein, Heller: Das »Energieprinzip« besagt lediglich, daß Energie weder vermehrt noch vermindert, sondern nur umgewandelt werden kann, also letztlich konstant bleibt. Was Sie sich da zusammenreimen, klingt eher nach Esoterikprinzip, im Sinne eines von nichts kommt nichts – und nach diesem Prinzip senden Sie ja schon seit Jahren!

Kluge Grüße:

Titanic

[05.02.2007]

Und nachdem,

Britney Spears,

Ihr Privatleben in letzter Zeit ein bisserl aus dem Ruder gelaufen war, flüchteten Sie sich standesgemäß in den Luxus einer 5,5 Millionen Euro teuren Villa in Beverly Hills. Uns stellt sich die Frage: Wie kann man nur so verschwenderisch sein? Sicher, die fünf Schlafzimmer kann man Ihnen schlecht vorwerfen; sechs Bäder – geschenkt. Auch ein eigener Pool stiftet bestimmt viel Lebensfreude – aber wozu um alles in der Welt brauchen Sie eine Bibliothek?

Heimelige Grüße:

Titanic

[03.02.2007]

Grass, Günter!

In Lübeck haben Sie, wie wir der Zeit entnahmen, in bewährt herrschaftlicher Manier Ihre gut zwanzig Übersetzer um sich geschart, um Ihr neues Buch zu bequatschen, das diese noch übersetzen müssen. Der Hinweis des italienischen Vertreters nun, Sie könnten, wie in der deutschen Ausgabe geschehen, nicht »mezzo fortuna« gereist sein, denn per Anhalter fahren heiße »con mezzi di fortuna«, wurde von Ihnen, bei Eintopf und Kaltgetränken, mit dem Hinweis niedergebügelt, der Lapsus solle auch in späteren Auflagen nicht berichtigt werden, weil sonst der »Rhythmus« hin sei. Na gut, wollen wir mal die »Zwiebel« aufschlagen, vielleicht stoßen wir womöglich auf evtl. südamerikanische Klänge – nein, nichts. Swing? Gleichfalls Fehlanzeige. Es groovt absolut nicht! Aaah, jetzt, da haben wir’s: links, zwo, drei, vier, links, zwo…

Taktvoll:

Titanic

[01.02.2007]

Orhan Pamuk!

In geschätzten zwölftausend Interviews, Essays und »Städtebildern« durften wir im letzten Jahr immer wieder den immer gleichen Schmonzens hören: von Ihrem ewig zwiespältigen Verhältnis zu Istanbul, von der Türkei »an der Schwelle zur Moderne« usw. usf. Das erste Mal mag’s ja noch halbwegs interessant gewesen sein; wenn aber die FAZ auf der Titelseite (!) ihrer Ausgabe vom 7.12. unter der Spitzenschlagzeile »Pamuk: Selbstportrait eines Dichters« die sensationelle Nachricht verkündet, Sie, Pamuk, bezeichneten sich »im Feuilleton dieser Zeitung als ›literaturabhängig‹: Er brauche die Literatur wie ein Kranker seine Medizin«, und weitere Top-Schlagzeilen wie »Pamuk: Er trinkt gern Kaffee« oder »Orhan Pamuk: ›Äpfel schmecken mir, ich brauche sie wie ein Hungriger ein Stück Brot‹« also schon im Anmarsch sind – dann wissen wir, warum wir Ihren »Schnee« von gestern nicht zu Ende gelesen haben.

Kritikabhängig:

Titanic

[30.01.2007]

Kurt Beck!

Sie haben dem Langzeitarbeitslosen Henrico F. bekanntlich versprochen, ihm einen Job zu verschaffen, wenn er sich waschen und rasieren würde, und wundern sich nun, warum der frisch gewaschene und rasierte Herr F. die acht Jobangebote, die Sie ihm unterbreiten ließen, ausgeschlagen hat. Wir wundern uns nicht: Als Ihr Redenschreiber wäre Herr F., der immerhin einen Hauptschulabschluß hat, eindeutig überqualifiziert. Nicht ausreichend qualifiziert dagegen wäre er als Ihr Leibwächter, da er in einem Kugelhagel nicht in der Lage wäre, Ihren Körper vollständig abzuschirmen. Der Job als Ihr persönlicher Masseur wäre eine unzumutbare Belastung und außerdem nicht mit der Menschenwürde vereinbar. Die Angebote, als Koch oder Vorkoster für Sie zu arbeiten, hätten wir wegen der hohen Arbeitsbelastung von über 80 Stunden pro Woche auch abgelehnt. Und die Jobs als Ihr Fitneßtrainer, Diät- und v.a. PR-Berater waren doch eh nicht ernst gemeint, oder?

Wie wäre es mal mit einem ernsthaften Job-Angebot für Herrn F.? Zum Beispiel als Vorsitzender der SPD? Da bräuchte er sich nicht mal zu rasieren!

Ihre stets mit allen Wassern gewaschene

Titanic

[28.01.2007]

»Nach vorne«,

liebe Angela Merkel,

wollen Sie Deutschland bringen, und diesen Plan verfolgen Sie mit jener naiven Akribie so unverkennbar ostdeutscher Prägung, daß nichts weiter bleibt, als vor Entzücken und Grauen im Angesicht des Gesamtwunders Ihrer, Merkel, Existenz andächtig zu verharren. So begründeten Sie die Notwendigkeit des milliardenschweren und in Fachkreisen massiv kritisierten Ausbaus der deutschen Häfen zu sog. Tiefseehäfen damit, Deutschland nehme auf der »Liste« der Nationen mit ebensolchen »nur den 4. Platz« ein; zahlengläubig, wie sich die Naturwissenschaftlerin, als die Sie das politische Feuilleton ja allzeit feiert, halt geben muß. Wenn Sie uns aber versprechen, sich nur stets weiter an die Listen zu halten, wagen wir, trotz Ihrer teuren Bücklinge in Richtung Kapital, weiter zu hoffen: Denn auch auf der Liste der Länder mit staatlich subventioniertem Schlammcatchen nimmt Deutschland einen bedrohlich niedrigen Platz ein, ebenso auf der Liste der Staaten mit lizensierter Tempelprostitution oder der Liste der Weltgegenden mit mindestens einer Gummihüpfburg pro Gemeinde. Hier sind wir meistens sogar Schlußlicht! Oder werfen Sie mal einen Blick auf die Liste der Industriestaaten, die Ihre Kanzlerin zum Teufel gejagt haben, da sieht es noch viel ärger aus.

Bringen Sie uns nach vorne!

Ihre

Titanic

[26.01.2007]

Hört mal,

Salmonellen!

Solange wir Euch kennen, macht Ihr nichts anderes als Durchfall und Typhus. Wollt Ihr nicht mal etwas anderes versuchen? Was ganz anderes machen? Und endlich tun, wozu Ihr schon dem Klang nach verpflichtet seid? Dann schult jetzt bitte endlich mal auf Inselgruppe um!

Sagt’s Euch nicht zweimal:

Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.02.:

    Über seine Delegationsreise mit MdEP Sonneborn in die unbekannte Kaukasusrepublik Arzach berichtet Oliver Maria Schmitt in der FAZ.

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

Titanic unterwegs
28.02.2020 Potsdam, Waschhaus-Arena Max Goldt
29.02.2020 Zürich, Rote Fabrik Oliver Maria Schmitt
29.02.2020 Kassel, verschiedene Veranstaltungsorte »Kasseler Komik Kolloquium«
01.03.2020 Kassel, verschiedene Veranstaltungsorte »Kasseler Komik Kolloquium«