Newsticker

Die aufwühlendsten Überschriften von Kicker.de (Vol.13)

  • "Oesterhelwegs Gefühl für den Moment"  
  • "Eisenschädel Vavro: Von einer Gehirnerschütterung war keine Spur mehr"  
  • "Drochtersen/Assel bleibt Havelse auf den Fersen"  
  • "'Fundament ist bombenfest': Schwabl steht zu 'Hamster' Unterberger"  
  • "Ache trotzt der Aluminiumallergie"  
  • "Tapsobas Rechts-Links-Dilemma"  
  • "Befreiungsschlag bei den Hertha-Bubis: Babelsberg sprengt die Fesseln"  
  • "Aus Zehn mach Sechs: Bischofs Zahlenspiel eröffnet neue Möglichkeiten"  
  • "Doppelschlag zieht Ansbach den Zahn"  
  • "Nullfünfer ein Opfer der Neulinge - Alte Liebe x 2"  
  • "Als Thomas Schaaf seine alte Liebe abschoss"

Hands off, Mr. Trump – 7 wenig bekannte Fakten über Grönland

Fakt 1: Geschichte
Grün am Arsch! Die Kolonialisierung des größtenteils kargen, vereisten und stockdunklen Eilands durch dänische Siedler ist auf kackdreistes »False Advertising« zurückzuführen. Immerhin: Seit seiner Entdeckung durch Erik den Roten im 10. Jahrhundert ist das »Taiwan des Westens« eine Hochburg der Sozialdemokratie.

Fakt 2: Musik
Die grönländische Nationalhymne »Nunarput utoqqarsuanngoravit« entstand, als Autor und Komponist Jonathan Petersen nach einem sehr langen Tag mit dem Kopf auf der PC-Tastatur einschlief.

Fakt 3: Geografie
Aufgrund des zentralen Eispanzers ist nur ein schmaler Küstenstreifen um die Insel bewohnbar. Weil das 2.166.000 km² große Grönland nur einspurig im Uhrzeigersinn befahren werden kann, müssen Verbrecher und die örtliche Polizei bei Verfolgungsjagden jeweils Runden von 44.087 km drehen.

Fakt 4: Tradition
Die Jagd auf Moschusochsen liegt den indigenen Grönländern seit Jahrtausenden im Blut. US-Präsident Trump müsste bei geschäftlichen Ortsterminen also eine spezielle Warnweste tragen, die ihn als Nicht-Rindvieh ausweist. Das Risiko eines versehentlich abgegebenen Fangschusses bliebe aber dennoch erfreulich hoch.

Fakt 5: Verkehr/Militär
Top-Bollwerk: In ganz Grönland gibt es nur zwei Ampelanlagen, die im Falle einer Invasion zur Landesverteidigung sofort auf Rot springen würden!

Fakt 6: Gesellschaft
Grönland hat große Probleme mit Kriminalität, häuslicher Gewalt, Missbrauch und Alkoholismus, und würde damit super zu den USA passen. Weiterer Vorteil: Trump könnte wegen des hohen Verschleißes von Ministern und Beratern straffällig gewordene Grönländer importieren und unbürokratisch in hohe Regierungsämter befördern.

Fakt 7: Gesundheit
2021 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern exakt 71 Jahre. Klasse: Trump (78) würde beim ersten Kontakt mit grönländischem Boden wohl tot umfallen und binnen weniger Sekunden filmreif verschrumpeln.

PH

Müters Söhne #40

"Warum sollte ich nervös sein?"

Thorben ist 5 Jahre alt. Seine Mutter Viola Müter schreibt hier im wöchentlichen Wechsel über ihn und ihre anderen zwei Söhne im Alter von 13 und 17 Jahren. Die Mutter nennt sie liebevoll ihre "Mütersöhnchen".

Eine Leidenschaft mit dem eigenen Kind zu teilen, gehört zu den größten Freuden des Lebens. Umso bedauerlicher ist es, dass Thorben meine größte Leidenschaft nicht teilt: eine Hetzkampagne gegen meinen Hausarzt zu spinnen. Wahrscheinlich, weil er den Schmerz nicht kennt, wenn die eigenen Yahoo-Recherchen zu Krankheitssymptomen nicht wertgeschätzt werden. Irgendwann wird auch er lernen, was es bedeutet, unbezahlte Care-Arbeit zu leisten ...

Titel, Thesen, tolle Typen

Nachdem Thilo Mischke von einem linken Mob gecancelt und somit nicht "ttt"-Moderator wurde, präsentiert die ARD neue Kandidat*innen für die Nachfolge von Max Moor:

Alex Jones

  • Pro: Braucht dringend Geld, nimmt aktuell gern schlechter bezahlte Jobs an.
  • Contra: Sein Vollbart gilt in Kulturkreisen als nicht mehr zeitgemäß und könnte den nächsten offenen Brief provozieren (siehe auch "Schnurrigebot").

Julian Reichelt

  • Pro: Erschreckt niemanden mehr, da er sich immer lauthals mit "Achtung, Reichelt!" ankündigt.
  • Contra: Hat noch Vertrag bis 2029.

Joe Rogan

  • Pro: Könnte Kultbarde und Rogan-Fan Olli Schulz zum Auftritt in der Sendung bewegen.
  • Contra: Könnte Kultbarde und Rogan-Fan Olli Schulz zum Auftritt in der Sendung bewegen.

Peter Hahne

  • Pro: Knackige Insta-Sharepics à la "Seid Ihr noch ganz bei Trost? Wo bleibt das neue Santiano-Album?" versprechen Reichweite.
  • Contra: Hahne riecht streng nach Suppe.

Hazel Brugger

  • Pro: Kommt wie Max Moor aus der Schweiz, was in der gesamten DACH-Region als sympathisch gilt.
  • Contra: Brugger-Ehemann Thomas Spitzer, dessen Kulturbegriff gemeinhin als überkomplex bekannt ist, hätte einen direkten Draht in die Redaktion.

Thilo Mischke

  • Pro: Hat schon mal in ein Mikro gesprochen. Weiß, wie man "mit den Weibern" umzugehen hat. Die ARD kann die schon erstellten Grafiken für die Sendung weiterverwenden.
  • Contra: Eine extra Social-Media-Kraft muss bezahlt werden, um die nervigen Kommentare von den paar Medienweibern (ca. 100+) auf Instagram auszublenden.

MWei

Vorschlag zur Güte #44

Scheinbar unüberbrückbare Differenzen spalten unsere Gesellschaft dieser Tage, wohin man auch schaut. Dem ehemaligen TITANIC-Chefredakteur und Hobby-Mediator Moritz Hürtgen lässt das keine Ruhe, liegt eine versöhnliche Lösung doch oft auf der Hand.

Die Kolumne von Moritz Hürtgen erscheint jeden Dienstag nur bei TITANIC.


Schock aus dem Alpenland Österreich: Der Rechtsradikale FPÖ-Chef Kickl wurde mit der Bildung einer Regierung beauftragt. In Deutschland wird nun gestritten, ob man dem Beispiel des kleinen Nachbarn folgen oder Distanz suchen sollte.

Vorschlag zur Güte:

Im Zuge eines großen Austauschs wird alles rechts von CDU-Ministerpräsident Daniel Günther nach Österreich abgeschoben. Im Gegenzug werden die demokratischen Quartiere Wiens angeschlossen und mit einer Luftbrücke versorgt.

 

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Hey you, O2!

Im Schaufenster eines Deiner Shops sahen wir Dich für einen »O2 Pay Stop« mit den Worten werben: »Schluss mit der Handy-Abzocke«. Soll das heißen, Du bist bankrott? Oder willst Du uns nur dazu auffordern, die Rechnung nicht mehr zu zahlen?

Werden die Wahrheit wahrscheinlich nie erfahren:

Deine Pleitegeier von Titanic

 Stimmt schon, Susanne Beyer c/o »Spiegel« …

»Es fehlt der FDP an Einsicht und Reife«, urteilten Sie in Ihrer »Lage am Morgen« angesichts der obskuren Powerpoint-Präsentation zur Beendigung der Ampel-Koalition, denn der Begriff »D-Day« sei nun mal »im Deutschen verbunden mit dem Beginn der Befreiung Europas von den Nationalsozialisten. Wer ihn hierzulande außerhalb dieses Zusammenhangs verwendet, erweist sich als geschichtsvergessen und zynisch.«

Also hielten Sie es für geschichtsvergessen und zynisch, wenn man beispielsweise zur Einführung der DSGVO schriebe: »Datenschutz – der D-Day ist da«? Oder wenn man angesichts des drohenden Ausstiegs Griechenlands aus dem Euro teaserte: »Die Griechen fürchten den ›D-Day‹ – die Rückkehr zur Drachme«? Oder wenn man in der Finanzkrise titelte: »D-Day für Obamas oberste Finanzaufseher«? Dann könnte es sein, Beyer, dass Sie beim Blick ins Spiegel-Archiv Ihren persönlichen D-Day erleben!

Am geschichtsvergessensten und zynischsten ist nämlich noch immer

Ihre Titanic

 Privet, Til Schweiger!

Ein Filmdreh brachte Sie zum ersten Mal nach Belarus. Nach Drehschluss äußerten Sie sich durchweg positiv über das Land: »Ich mag das Essen sehr. Wir haben ein tolles Hotel.« Tja, darüber berichten die Medien natürlich nicht, stimmt’s? Immer geht es um den Autokraten Lukaschenko, der die Opposition im Gefängnis versauern lässt. »Mein Eindruck ist, dass es ein sehr sauberes und sicheres Land ist«, loben Sie weiter: »Die Filmproduktion hat mir sogar einen Arzt organisiert, der mir eine Vitamin-Infusion verabreicht hat, sodass ich mich wie neugeboren fühle.«

Sind Sie sicher, Schweiger, dass das eine Vitamin-Infusion war und dass sie von der Produktionsfirma kam? Auch wenn wir so manch wirre Auslassung Ihrerseits gewöhnt sind, deutet dieser Lobgesang doch eher auf eine zünftige Gehirnwäsche hin.

Heil Lukaschenko!

Ihre Titanic

 Mamma mia, Martin Scorsese!

Mamma mia, Martin Scorsese!

Sie haben dem Magazin People gebeichtet, dass Sie als Bub im New Yorker Viertel Little Italy ein schlechter Messdiener waren. Ständig seien Sie zur Sieben-Uhr-Messe zu spät gekommen, »der Priester musste sagen: ›Du kannst so nicht weitermachen‹«.

Er hätte Ihnen mal besser die Ohren langziehen sollen – auf dass Sie gelernt hätten, was es heißt, sich auszukäsen und zum Punkt zu kommen. Denken Sie nur, wie kompakt und knackig Ihre Filme »Gangs of New York« (167 Minuten), »The Wolf of Wall Street« (180 Minuten), »The Irishman« (209 Minuten) und »Killers of the Flower Moon« (17 Stunden) hätten werden können!

Ihre Meisterin der kurzen Form Titanic

 Thank you very, very much, Meta for Business,

für das Angebot, mittels »Advantage shopping campaigns« auf Deinen Netzwerken Instagram und Facebook »hochwertige Kund*innen« zu erreichen. Wir fragen uns dabei nur, was diese Hochwertigkeit wohl ausmacht.

Moralische Integrität, tadellose Tischmanieren und ein einfühlsames Verhalten gegenüber Hundewelpen werden es ja eher nicht sein. Wir könnten uns vorstellen, dass Du stattdessen so etwas wie Decision-Makers, High Earners und Early Adopters meinst, kann das angehen?

Aber was wäre denn, Meta for Business, wenn wir nicht die, sondern stattdessen ganz minderwertige Kundschaft erreichen möchten? So richtigen Abschaum! Sackblöde Vollpfosten, die jeden Unfug glauben und jeden noch so ramschigen Billigquatsch zu Fantasiepreisen kaufen, solange nur das Logo von, sagen wir, irgendeinem endgültigen Satiremagazin draufklebt. Gibt es dafür vielleicht auch eine »Advantage shopping campaign«?

Fragen sich besorgt

Deine hochwertigen Marketeers von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Fantastische Fortschritte

In Anbetracht meiner immer offensichtlicher werdenden psychischen Schwierigkeiten musste ich handeln: Ich habe mir einen imaginären Therapeuten zugelegt.

Sebástian San Diego

 Vgl. Strom

Während der Einfluss, den der berühmte britische Forscher Michael Faraday auf den Fortschritt der Naturwissenschaften hatte, gar nicht überschätzt werden kann, beschränkt sich sein Beitrag zu den Geisteswissenschaften auf eine einzige Erfindung: das Elektrizitat.

Andreas Maier

 Bescheidenheit

Ein Freund zeigt mir den Wunschzettel seines achtjährigen Enkels: »Liebes Christkind! Ich wünsche mir eine Banane und Klebeband. Vielen Dank, Malte!«

Uwe Becker

 Zumüllen mit Gefühl

Lange Zeit hatte ich eine Fahrradabdeckung. Ich nutzte sie so, wie man Fahrradabdeckungen eben nutzt: Zusammengekrumpelt lag sie draußen neben meinem Fahrrad, weil ich nie Lust hatte, das Rad nach einem langen Arbeitstag damit abzudecken. Irgendwann trieb der Wind die Fahrradabdeckung in eine Ecke des Hinterhofs, wo sie die nächsten Monate liegen blieb. Die Mühe, sie wieder neben mein Fahrrad zu legen, machte ich mir nicht, der Wind hätte sie ja doch wieder weggetragen. Eines Tages bedeckte sie dann das Rad eines unbekannten Nachbarn. Offenbar war die Frist, nach der eine Fahrradabdeckung in einer Hinterhofecke Gemeingut wird, überschritten. Mittlerweile ist der Nachbar verzogen, er hat die Fahrradabdeckung in den Urzustand versetzt: Sie liegt wieder zerknüllt im Hinterhof. Immer wenn ich jetzt auf meinem kleinen Hinterhofbalkon sitze, schaue ich ihr melancholisch beim stillen Liegen oder beim Tanz im Wind zu. Zurückholen werde ich sie allerdings nicht, als Objekt der Sehnsucht gefällt sie mir zu gut. Und ich habe wie gesagt auch null Bock, sie jeden scheiß Abend über das Fahrrad zu ziehen.

Karl Franz

 Nicht vergessen!

Die VG-Wort ist mächtiger als die VG-Schwert.

Sebastian Maschuw

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
12.01.2025 Düsseldorf, Zakk Martin Sonneborn
12.01.2025 Berlin, Labsaal Heiko Werning & die Brauseboys
13.01.2025 Oberhausen, Ebertbad Martin Sonneborn
14.01.2025 Oldenburg, Kulturetage Martin Sonneborn