Newsticker

Ruth Brand im Interview

Sie warnte vor übereilten Neuwahlen, Papierstau im Drucker und der Überlastung der Wahlwichtel. Wollte sie am Ende vielleicht nicht weniger als unser aller Weihnachten retten? Auf einen Glühwein mit der Bundeswahlleiterin

Frau Brand, Sie haben auf mögliche Probleme bei zu frühen Neuwahlen hingewiesen. Worum ging es? Kann Deutschland noch Demokratie?

Es ging mir schon allein um die logistischen Probleme: der Stress, die Hektik. Alle müssen Geschenke besorgen. Dann noch die Fressen an der Laterne, da kommt man doch echt nicht in Stimmung. Außerdem: Über Weihnachten sind die Deutschen vergleichsweise knülle, wer hat da einen Kopf für Wahlprogramme? ...

 

Das Lyrik-Eckchen

Geschichte neu betrachtet
von Fabian Lichter

Die Azteken und die Mayas
und auch Roms Imperium.
Hochkulturen des Himalayas,
längst Geschichte – sag: warum?

Babylon und auch Karthago,
Troja – alte Epenstadt.
Keine Treffer auf Trivago,
weil’s sie nur gegeben hat.

Übrig bleiben die Ruinen
alter Reiche dieser Welt.
Weil sie damals untergingen
wegen zu viel Bürgergeld.

Werbeunterbrechung

Wenn das der Führer wüsste ...

In 179 Karikaturen zeichnete der berüchtigte PARDON-Cartoonist Kurt Halbritter Hitlers »Mein Kampf« in Grund und Boden. Erstmals veröffentlicht im Jahr 1968, wurde das Buch nun neu aufgelegt.

DAS Feel-Good-Buch 2025 ist ab jetzt wieder im TITANIC-Shop erhältlich.

Müters Söhne #41

Tattoos

"Es ist doch nur ein cooles Kreuz"

Henry ist 13 Jahre alt. Seine Mutter Viola Müter schreibt hier im wöchentlichen Wechsel über ihn und ihre anderen zwei Söhne im Alter von 5 und 17 Jahren. Die Mutter nennt sie liebevoll ihre "Mütersöhnchen".

Keine Mutter kommt einfach so auf die Idee, ihrem minderjährigen Kind ein Gesichtstattoo stechen zu lassen. Ohrlöcher natürlich, vielleicht sogar ein Helix- oder ein Septum-Piercing, wenn es ihm denn steht. Bei Henry kam nichts davon je infrage. Weil ich weiß, dass er mit langwierigen Entzündungen zu kämpfen hätte. Er kann einfach nicht anders, als Chips ungarisch überall hinzukrümeln, auch in die offenen Wunden ...

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Überfällig, »Braunschweiger Zeitung«,

war es, dass Du in diesen schweren Zeiten endlich den Blick auf eine doch arg vernachlässigte Randgruppe lenktest: »Auch Milliardäre aus unserer Region spüren die Wirtschaftskrise«, titeltest Du sichtlich angefasst. Wir hätten, Braunschweiger Zeitung, diese armen Menschen gerne unterstützt, haben aber bei der Tafel keinen von ihnen angetroffen.

Dir trotzdem bei dieser Solidaritätskampagne stets zur Seite stehend: Titanic

 Mit Verlaub, Frau M.,

Mit Verlaub, Frau M.,

warum machen Sie denn dort auch Urlaub?

Heute ohne Biss: Titanic

 Überrascht, Timothée Chalamet,

hat uns Deine Aussage, zur Vorbereitung auf Deine Verkörperung Bob Dylans ganze fünf Jahre Mundharmonikaunterricht genommen zu haben. Bisher dachten wir, dass eine gute Dylan-Imitation darin bestünde, so trommelfellzerberstend laut und schief wie nur möglich in eine Mundharmonika zu pusten. Oder ist es gerade diese fehlende Musikalität, die Du lernen musstest? Dann musstest Du Dich ja vermutlich Dein gesamtes Leben lang auf diese Rolle vorbereiten!

Wir legen uns zur Sicherheit schon mal Ohropax für den Kinobesuch bereit.

Grüßt mit absolutem Gehör:

Deine Titanic

 Du, wiederum, »SZ«,

hast einen Kommentar über das defekte Kommunikationskabel zwischen Schweden und Finnland mit »Zerstörte Datenkabel – Putins Gift wirkt« überschrieben. Klar, wir verstehen schon, Putin und sein Nowitschok, das sind schon so zwei. Aber bist Du sicher, dass in dem Fall nicht eher eine Schere oder ein Bagger für den Kabel-Exitus ursächlich war?

Fragt Deine stets kommunikationsstarke Titanic

 Sie, Sarah G.,

haben in einer doppelseitigen Werbeanzeige unseres Leib- und Magenmagazins Prisma eine windige Geschichte zum Besten gegeben: »Noch immer ein Tabuthema. Seit 8 Jahren Darmprobleme: Sarah erzählt von ihrer Reizdarm-Odyssee.«

Wer wollte sich nicht bezirzen lassen von einäugigen Proktolog/innen? Von betörendem Sirenengestank, Besuchen in der Unterwelt, Bakterienstämmen, sechsköpfigen Arzthelfer/innen und sieben Jahren im Wartezimmer von Doktor Kalypso?

»Sage mir, Muse, die Taten des vielgewundenen Darmes. Welcher so weit geirrt, nach der heiligen Flora Zerstörung. Vieler Ärzt/innen Praxen gesehn und Sitte gelernt hat. Und als Organ einer Kassenpatientin so viel’ unnennbare Wartezeit erduldet.«

Lauscht gebannt von Ithakas stillem Örtchen: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Auf Nummer sicher

Ich kenne mein Pech: Sollte ich jemals im Lotto gewinnen, würde garantiert jemand die gleichen Zahlen getippt haben, und ich müsste meinen Gewinn teilen. Um dieses Szenario zu vermeiden, spiele ich jetzt bei jeder Ziehung fünfmal dieselben Zahlen.

David Sowka

 Innere Sicherheit

Darf ein Gastroenterologe einem die Diagnose eigentlich laut sagen oder ist das Verschlusssache?

Loreen Bauer

 Todesahnungen, ökonomisch

Weil um mich herum nun doch immer mehr Leute sterben, kaufte ich anlässlich des aktuellen Todesfalls gleich zehn Beileidskarten auf einmal. Es war dann aber alles andere als Wertschätzung für mein vorausschauendes Einkaufsverhalten, das ich im entsetzten Blick der Verkäuferin erkannte. Sie hielt mich wohl eher für einen Massenmörder mit schlechtem Gewissen.

Günter Flott

 Fantastische Fortschritte

In Anbetracht meiner immer offensichtlicher werdenden psychischen Schwierigkeiten musste ich handeln: Ich habe mir einen imaginären Therapeuten zugelegt.

Sebástian San Diego

 Vgl. Strom

Während der Einfluss, den der berühmte britische Forscher Michael Faraday auf den Fortschritt der Naturwissenschaften hatte, gar nicht überschätzt werden kann, beschränkt sich sein Beitrag zu den Geisteswissenschaften auf eine einzige Erfindung: das Elektrizitat.

Andreas Maier

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.01.2025 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Bernd Pfarr: »Knochenzart«
19.01.2025 Oberhausen, Ludwiggalerie Schloß Oberhausen Walter Moers
23.01.2025 Eschwege, Buchhandlung Heinemann Gerhard Henschel
26.01.2025 Dresden, Alter Schlachthof Max Goldt