Newsticker

Regelrechte Razzienangst

Nach dem Zugriff bei den vermeintlich rechtsradikalen "Sächsischen Separatisten" graut es auch folgenden Interessengruppen vor politischer Verfolgung:  

  • Rheinländer Rebellen  
  • Württembergische Widersacher  
  • Mecklenburger Meuterer  
  • Anhaltinische Aufmucker  
  • Boarische Brunznüschel  
  • Hamburger Heimattreue  
  • Saarländer Staatszersetzer  
  • Thüringer Turbotrolle  
  • Brandenburger Weltenbrändler  
  • Hessische Hitlerfanboys 
  • Die Junge Union 

MWei

Der "andere Umgang" mit der AfD

1. DER EROTISCH-DISTANZIERTE UMGANG

Generell mit AfD-Politiker*innen zusammenarbeiten? Nein. Eine Ausnahme bei denen machen, die fuckable sind? Vielleicht, die Brandmauer bröckelt, aber steht.

2. DER WERTSCHÄTZEND-UNPROFESSIONELLE UMGANG

Wenn die AfD das Gefühl hat, dass sie in die Nazi-Ecke gestellt wird, ist das toxisch fürs Arbeitsklima. Der Fokus liegt auf einem freundlichen Miteinander – deshalb sind die von der AfD keine Faschisten, sondern "liebevolle Chaoten".

3. DER AGGRESSIV-IRONISCHE UMGANG

Die Wissenschaft weiß bisher nichts darüber, wem es nützt, wenn Parteien zwar die populistischen Positionen der AfD kopieren, also zum Beispiel sagen: "Wir müssen im großen Stil abschieben", aber dann ein pointiertes "Spaß" hinterherschieben.

4. DER FAMILIÄR-RESPEKTLOSE UMGANG

Offensichtlich hat es bisher nichts gebracht, auf Unwahrheiten mit langweiligen Fakten zu reagieren. Was es stattdessen braucht, sind unterschwelligeBeleidigungen: "Ach, sind schon wieder die Ausländer schuld, dass Brücken einstürzen? Erzählt mal was Neues!"

Den ganzen Artikel lesen Sie im Novemberheft – Jetzt als Print, PDF in der App oder mit Prämie im Abo.

Traitor, traitor!

Volker Wissing bleibt nach seinem FDP-Austritt als Verkehrs- und Justizminister in der Bundesregierung und hat in den Augen seiner EX-Kollegen damit einen unverzeihlichen Verrat begangen. So wollen die Liberalen sich möglichst zeitnah an ihm rächen:  

  • Wissing bei allen Kokaindealern der FDP auf eine Schwarze Liste setzen  
  • Als verschuldete Ex-Abgeordnete ohne Mandat, Job und Wohnung jede Nacht auf Wissings Türmatte schlafen  
  • Mit allen 72 000 Mitgliedern in die Evangelische Kirche eintreten und den Laden ähnlich radikal an die Wand fahren, wie das Regierungsbündnis  
  • Wissing aus dem fahrenden Porsche mit gelben Paintball-Kugeln beschießen, wann immer er frisch angezogen und akkurat gestriegelt das Haus verlässt  
  • Mit aller Macht dafür sorgen, dass Wissing nach den Neuwahlen seinen Posten als Verkehrsminister für Andi Scheuer räumen muss  
  • Mittels Geld und Top-Connections den Öffentlichen Personennahverkehr massiv stärken und so Wissings Lebenswerk ruinieren  
  • Wolfgang Kubicki zu seinem besten Freund machen

PH

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Bssss, Maria Furtwängler!

Bssss, Maria Furtwängler!

Sie sind Hobbygärtnerin und engagieren sich für den Erhalt der Artenvielfalt. »Beim Insektenschwund war ich an einem Punkt, wo ich kaum mehr in eine Wiese gucken und mich an dem freuen konnte, was ich sah«, erzählen Sie dem Spiegel. »Ich bin durch das Tal der Tränen gegangen, durch den Schmerz darüber, was wir verloren haben.«

Hierfür bieten Sie eine bemerkenswerte Lösung: »Wir müssen die Naturzerstörung in all ihren Kontexten darlegen. Wenn Hummeln, Fledermäuse oder Schwalben verschwinden, geht ein Stück Heimat verloren. Und die Klima- und Biodiversitätskrise wird zum Sicherheitsproblem, wenn Menschen aus dem globalen Süden flüchten, weil die Bestäuber fehlen, die Böden unfruchtbar sind oder es bei ihnen so trocken geworden ist, dass sie nichts mehr anbauen können.«

Moment, Furtwängler, wollen Sie etwa, nur um ein paar Krabbelviecher zu retten, dass Tausende Frontex-Mitarbeiter/innen ihre Arbeitsplätze verlieren? Reicht es Ihnen denn nicht, dass die Grenzschutzagentur pünktlich zu ihrem 20jährigen Bestehen massig Drohnen gekauft hat?

Umtanzen Sie fragend:

Ihre Hautflügler von der Titanic

 Wir, Apple,

fragen Dich ganz ruhig und sachlich: War es wirklich nötig, dass Du Blake Edwards’ 1968er Komödienklassiker mit Peter Sellers als Hrundi V. Bakshi nun als »Der Partyshreck« anbietest? Verlagert Green- statt Brownfacing das Problem nicht bloß?

Rätselt Titanic

 Ausweislich der Verpackung, Firma Aurora,

verfügt Deine Fahrradlampe über einen »An-Aus-Schalter«. Was kommt als Nächstes? Ein Buch zum Auf- und Zuschlagen? Ein Fahrstuhl, der hoch- und runterfährt?

Fragen Deine Dauerleuchten von der Titanic

 Du hingegen, Bundesgerichtshof,

hast eine vorbestrafte Szene-Stinkmorchel, die in einem Schreiben ans Finanzamt ausgiebig den Holocaust geleugnet hatte, vom Vorwurf der Volksverhetzung freigesprochen. Schließlich stellt Dir zufolge ein solches Schreiben keine öffentliche Verbreitung dar, mochte die Staatsanwaltschaft auch noch so sehr darauf beharren, das mehr als 50 Seiten lange Fax berge durchaus die Gefahr der weiteren Streuung.

Wir schließen uns Deinem Urteil und Deiner Argumentation an, BGH: Denn der Gedanke, ein deutscher Finanzbeamter wäre in der Lage, ein Fax auf eigene Faust zu digitalisieren und anschließend im Netz zu verbreiten, scheint uns dann doch keine reale Entsprechung zu haben!

Solidarisch mit Digital Natives statt Analog-Nazis: Titanic

 Ganz schön krank, »Taz«,

war Deine Berichterstattung zum krankheitsbedingten Rückzug von Kevin Kühnert aus der Parteipolitik. Einen Artikel zu diesem Thema hattest Du zunächst mit »Kevin Kühnert schmeißt hin« betitelt. Nachdem auf Social Media und in Deiner Kommentarspalte Kritik aufgekommen war, dass jemand, der erkrankt ist, nicht einfach »hinschmeißt«, ändertest Du Deine Überschrift in das neutralere »Kevin Kühnert tritt zurück«.

So ganz überzeugt, dass der Ex-SPD-Generalsekretär wirklich dolle erkrankt ist, schienst Du aber trotzdem nicht zu sein. Und so verkündetest Du nur einen Tag später in einem neuen Artikel, aus Parteikreisen erfahren zu haben, dass Kühnert »nicht lebensbedrohlich erkrankt, sondern vor allem psychisch angeschlagen« sei. Jetzt warten wir nur noch auf Deine Berichterstattung darüber, wie viel Steuergeld es uns kostet, dass der faule Kühnert seine ausgedachten Gebrechen auf dem Sofa bei einem »Gilmore Girls«-Bingewatch auskuriert!

Hüstel: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Was muss, das muss

Der berühmte Kaffeewirkstoff Koffein ist, wie ich kürzlich lernte, ein Purinalkaloid, und das uralte Wissen, dass diese chemischen Verbindungen unter anderem eine harntreibende Wirkung haben, steckt ja quasi schon im Namen.

Mark-Stefan Tietze

 Bündnis 90/Die gähnen

Neulich bei der großen TITANIC-Themenkonferenz. Es geht um die Rücktritte bei den Grünen und die Nachfolge von Ricarda Lang und Omid Nouripour. Leo Riegel: »Wer könnte denn in der Parteispitze nachrücken? Wie heißt die eine Fraktionsvorsitzende? Die vielleicht?« – Hans Zippert: »Dröge.« – Riegel: »Ja, schon. Aber irgendwas dazu sollten wir im Heft haben.«

Torsten Gaitzsch

 Generation V

Meine fast 87jährige Mutter studiert den Fernsehteil der Tageszeitung. »Der Film würde mich glatt interessieren. Hier steht, der läuft in der ARD-Mediathek. Aber blöd, dass sie keine Uhrzeit dazuschreiben.«

Tobias Jelen

 Nachmittagstraum

Im Traum war ich der schlaue Fuchs aus der Werbung der Schwäbisch-Hall-Versicherung. Ich traf hier und da mal ein Reh oder einen Uhu. Manchmal begegnete ich Schnecken, denen ich Reihenhäuser aufschwatzen wollte. Die Schnecken gaben mir den Tipp, bei Gleichgesinnten zu akquirieren, Stichwort Fuchsbau und so, sie selber hätten ja alle schon ein Haus am Arsch. Irgendwann, so genau weiß ich es nicht mehr, traf ich wohl einen Förster, Jäger oder Waldarbeiter, dessen Bruder bei einer Bausparkasse arbeitete und der mir erzählte, die würden ein Tier für die Werbung suchen. Ich hatte dann richtiges Glück, dass Schwäbisch Hall mich genommen hat, denn der andere Fuchs, der zum Casting vor mir da war und eigentlich aufgrund seiner Schlagfertigkeit viel geeigneter gewesen wäre, hatte Gott sei Dank die Tollwut und wurde direkt, in meinem Beisein übrigens, eingeschläfert. Ich wurde dann aber direkt wach.

Uwe Becker

 Sprachchanges

Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Wir verwenden in der deutschen Sprache immer öfter Anglicisms.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 05.11.: Die Schwäbische Zeitung hält einen TITANIC-Beitrag über Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp für eine Sauerei.
  • 28.10.:

    Das Schweizer Nachrichtenportal Watson preist den aktuellen Titel der Novemberausgabe im "Chat-Futter" an.

  • 03.10.: Der MDR kramt bei der Debatte, ob Ostdeutschland in den Medien schlechtgeredet wird, die Zonen-Gaby wieder hervor.
  • 26.09.:

    Noch-Grünenchefin Ricarda Lang retweetet "ihren" Onlinecartoon vom 25.09.

  • 18.09.: TITANIC-Zeichnerin Hilke Raddatz ("Briefe an die Leser") ist mit dem Wilhelm-Busch-Preis geehrt worden. Die SZLZ und der NDR berichten.
Titanic unterwegs
11.11.2024 München, Vereinsheim Thomas Gsella und Hauck & Bauer
12.11.2024 München, Vereinsheim Thomas Gsella und Hauck & Bauer
17.11.2024 Hannover, Wilhelm-Busch-Museum »Die lieben Nachbarn! Deutschland und Österreich«
17.11.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Paulina Stulin: »Comics über Leben«